U 5: Unterschied zwischen den Versionen
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| colspan="3" | U 5 war ein Boot vom [[II A|Typ II A]] der deutschen [[Kriegsmarine]]. Dieser Typ war der erste U-Boot-Neubau nach dem Ersten Weltkrieg und bildete die Grundlage für den Wiederaufbau der deutschen U-Boot-Waffe. Aufgrund seiner geringen Größe und der extrem beengten Platzverhältnisse wurde der Typ von den Besatzungen auch als „Einbaum“ bezeichnet. Da der Typ II A primär für den küstennahen Einsatz und zu Ausbildungszwecken konstruiert war, verfügte er über eine sehr begrenzte Reichweite von nur etwa 1.600 Seemeilen. Mit einer extrem kurzen Tauchzeit von ca. 20 Sekunden und einer hohen Wendigkeit war das Boot jedoch ein hervorragendes Schulungsobjekt. Wegen der geringen Bewaffnung von nur drei Bugtorpedorohren und des Fehlens von Heckrohren wurden die sechs gebauten Boote nach den ersten Einsätzen zu Beginn des Zweiten Weltkriegs fast ausschließlich als Schulboote in der Ostsee verwendet. | | colspan="3" | U 5 war ein Boot vom [[II A|Typ II A]] der deutschen [[Kriegsmarine]]. Dieser Typ war der erste U-Boot-Neubau nach dem Ersten Weltkrieg und bildete die Grundlage für den Wiederaufbau der deutschen U-Boot-Waffe. Aufgrund seiner geringen Größe und der extrem beengten Platzverhältnisse wurde der Typ von den Besatzungen auch als „Einbaum“ bezeichnet. Da der Typ II A primär für den küstennahen Einsatz und zu Ausbildungszwecken konstruiert war, verfügte er über eine sehr begrenzte Reichweite von nur etwa 1.600 Seemeilen. Mit einer extrem kurzen Tauchzeit von ca. 20 Sekunden und einer hohen Wendigkeit war das Boot jedoch ein hervorragendes Schulungsobjekt. Wegen der geringen Bewaffnung von nur drei Bugtorpedorohren und des Fehlens von Heckrohren wurden die sechs gebauten Boote nach den ersten Einsätzen zu Beginn des Zweiten Weltkriegs fast ausschließlich als Schulboote in der Ostsee verwendet. | ||
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| + | | colspan="3" | Nach 2 Unternehmungen in der Ostsee und beim [[Unternehmen Weserübung]] gegen Norwegen, wurde U 5 aus der Front gezogen und bis zu seinem Ende als Schulboot eingesetzt. U 5 ging als Schulboot, am 19.03.1943 in der Ostsee westlich von Pillau, infolge eines Tauchunfalls verloren. Es konnte während seiner Zeit als Frontboot, keine Schiffe versenken oder beschädigen. | ||
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| colspan="3" | U 5, unter Kapitänleutnant [[Günter Kutschmann]], lief am 24.08.1939 von Neustadt aus. Das Boot operierte in der Ostsee. Nach 5 Tagen, lief U 5 am 08.09.1939 in Kiel ein. | | colspan="3" | U 5, unter Kapitänleutnant [[Günter Kutschmann]], lief am 24.08.1939 von Neustadt aus. Das Boot operierte in der Ostsee. Nach 5 Tagen, lief U 5 am 08.09.1939 in Kiel ein. | ||
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| colspan="3" | [[Original Kriegstagebuch U 5 - Vorkriegsunternehmung|Klick hier → Original KTB für die Vorkriegsunternehmung]] (Sehr schlechte Qualität) | | colspan="3" | [[Original Kriegstagebuch U 5 - Vorkriegsunternehmung|Klick hier → Original KTB für die Vorkriegsunternehmung]] (Sehr schlechte Qualität) | ||
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| colspan="3" | U 5 ging als Schulboot, am 19.03.1943 in der Ostsee westlich von Pillau, infolge eines Tauchunfalls verloren. | | colspan="3" | U 5 ging als Schulboot, am 19.03.1943 in der Ostsee westlich von Pillau, infolge eines Tauchunfalls verloren. | ||
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| + | | colspan="3" | Der Unfallhergang: Gegen 11:00 Uhr wurde ein routinemäßiges Alarmtauchmanöver (Schnelltauchen) eingeleitet. Während das Boot planmäßig anfing zu fluten und die Nase unter Wasser drückte, kam es zu einem fatalen Versagen am Turmluk. Das Luk wurde entweder nicht rechtzeitig vollständig verriegelt oder sprang durch den ansteigenden Wasserdruck wieder auf, während die Brücke bereits unterschnitt. | ||
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| + | | colspan="3" | Der Wassereinbruch: Durch das offene oder nicht dichte Luk schoss eine massive Wassersäule direkt in den Turm und die darunterliegende Zentrale. Dieser massive Einbruch von Tonnen an Seewasser innerhalb weniger Sekunden machte jede Gegensteuerung unmöglich. Das Boot verlor schlagartig seinen Auftrieb, nahm eine starke Vorlast ein und sackte unkontrolliert auf den Grund der Ostsee in etwa 40 Meter Tiefe ab. | ||
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| + | | colspan="3" | Die Rettung und Verluste: 16 Mann konnten sich retten. Dabei handelte es sich primär um Besatzungsmitglieder, die sich zum Zeitpunkt des Unglücks noch auf der Brücke befanden oder im Moment des Absinkens aus dem Turm geschleudert wurden. 21 Mann, darunter der Kommandant Herbert Rahn, kamen ums Leben. Sie waren im Inneren des Bootes (Zentrale und vorderes Schiff) eingeschlossen und hatten aufgrund der Schnelligkeit des Sinkvorgangs keine Chance auf einen Ausstieg mit Tauchrettern. | ||
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| + | | colspan="3" | Status des Wracks: U 5 wurde als Totalverlust verbucht. Entgegen einiger älterer Berichte über Hebungen bei Booten dieses Typs (z. B. [[U 2]]), verblieb das Wrack von U 5 am Meeresgrund und gilt bis heute als Seekriegsgrab. | ||
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Version vom 14. März 2026, 11:31 Uhr
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