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U 13: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| colspan="3" | U 13 war ein Boot vom [[II B|Typ II B]] der deutschen [[Kriegsmarine]]. Dieser Typ war eine verbesserte Weiterentwicklung des Typs II A und wurde aufgrund seiner geringen Größe und der beengten Platzverhältnisse von den Besatzungen auch als „Einbaum“ bezeichnet. Im Vergleich zum Vorgänger war der Rumpf des Typs II B um ca. 1,80 Meter verlängert, was den Einbau größerer Treibstoffbunker ermöglichte und die Reichweite auf rund 3.100 Seemeilen fast verdoppelte. Bei Kriegsbeginn gehörte das Boot zur [[1. U-Flottille WEDDIGEN|U-Flottille Weddigen]] und absolvierte insgesamt 9 Unternehmungen. Die Operationsgebiete erstreckten sich über die Nordsee, das Skagerrak, das Kattegat, die britische Ostküste sowie den Ärmelkanal. Während seiner Dienstzeit erzielte U 13 die Versenkung von insgesamt 9 Schiffen mit einer Gesamttonnage von 28.056 BRT, 3 Schiffe mit 26.218 BRT wurden beschädigt. Nach der Zusammenlegung der Traditionsflottillen Anfang 1940 verblieb das Boot in der nun umbenannten [[1. U-Flottille]]. Im April 1940 nahm das Boot im Rahmen des [[Unternehmen Weserübung|Unternehmens Weserübung]] an der Besetzung Norwegens teil. Hierbei war U 13 der Gruppe 6 zugeteilt und operierte im Seegebiet vor Egersund, um die dortigen Küstenabschnitte zu sichern. Das Schicksal des Bootes endete am 31.05.1940 südöstlich von Lowestoft. U 13 durch [[Wasserbombe|Wasserbomben]] eines britischen Kriegsschiffes zum Auftauchen gezwungen und anschließend von der eigenen Besatzung selbstversenkt. Die gesamte Besatzung von 26 Mann konnte von den Briten gerettet werden und geriet in Kriegsgefangenschaft.
 
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| colspan="3" | Am 31.05.1940 operierte U 13 südöstlich von Lowestoft, um den britischen Geleitzug FN-184 anzugreifen. Dabei wurde das getauchte Boot von der britischen Sloop HMS Weston unter dem Kommando von Lieutenant Commander Tuke geortet und mit einer Serie präzise geworfener Wasserbomben angegriffen. Die schweren Detonationen verursachten massive Schäden am Druckkörper und den elektrischen Anlagen, woraufhin der Kommandant, Oberleutnant zur See Max Schulte, den Befehl zum Auftauchen geben musste. Unmittelbar nach dem Durchbrechen der Wasseroberfläche geriet das Boot unter direkten Artilleriebeschuss der Sloop. Um eine Kaperung durch die Briten zu verhindern, leitete die Besatzung umgehend die Selbstversenkung ein. Auf der Position 52° 25,19' Nord - 02° 01,42' Ost versank das Boot schließlich über das Heck. Die gesamte Besatzung von 26 Mann konnte von der HMS Weston aus dem Wasser gerettet werden und geriet in britische Kriegsgefangenschaft. Bei der Bergung der Schiffbrüchigen gelang es den Briten zudem, wichtige Dokumente sicherzustellen, die später für die alliierten Geheimdienste von Bedeutung waren. Das Wrack verblieb am Grund der Nordsee und wurde erst Jahrzehnte nach Kriegsende durch Sonarmessungen exakt lokalisiert.
 
| colspan="3" | Am 31.05.1940 operierte U 13 südöstlich von Lowestoft, um den britischen Geleitzug FN-184 anzugreifen. Dabei wurde das getauchte Boot von der britischen Sloop HMS Weston unter dem Kommando von Lieutenant Commander Tuke geortet und mit einer Serie präzise geworfener Wasserbomben angegriffen. Die schweren Detonationen verursachten massive Schäden am Druckkörper und den elektrischen Anlagen, woraufhin der Kommandant, Oberleutnant zur See Max Schulte, den Befehl zum Auftauchen geben musste. Unmittelbar nach dem Durchbrechen der Wasseroberfläche geriet das Boot unter direkten Artilleriebeschuss der Sloop. Um eine Kaperung durch die Briten zu verhindern, leitete die Besatzung umgehend die Selbstversenkung ein. Auf der Position 52° 25,19' Nord - 02° 01,42' Ost versank das Boot schließlich über das Heck. Die gesamte Besatzung von 26 Mann konnte von der HMS Weston aus dem Wasser gerettet werden und geriet in britische Kriegsgefangenschaft. Bei der Bergung der Schiffbrüchigen gelang es den Briten zudem, wichtige Dokumente sicherzustellen, die später für die alliierten Geheimdienste von Bedeutung waren. Das Wrack verblieb am Grund der Nordsee und wurde erst Jahrzehnte nach Kriegsende durch Sonarmessungen exakt lokalisiert.
 
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| colspan="3" | Die Versenkung von U 13 am 31.05.1940 stellte für den britischen Marinegeheimdienst einen bedeutenden Erfolg dar, da nicht nur die gesamte Besatzung gerettet wurde, sondern auch wichtige Informationen sichergestellt werden konnten. Nach der Selbstversenkung südöstlich von Lowestoft wurden der Kommandant, Oberleutnant zur See Max-Bernd Schulte, und seine Männer von der HMS Weston aufgenommen und umgehend ersten Verhören unterzogen. Dabei konnten die Briten Dokumente bergen, die Aufschluss über die deutsche Befehlshierarchie und operative Planungen gaben. Besonders wertvoll waren die Aussagen und sichergestellten Fragmente zu den Verhaltensregeln der U-Boot-Waffe gegenüber Handelsschiffen, die Aufschlüsse über die Auslegung des Prisenrechts durch die Seekriegsleitung lieferten. Diese Funde und die anschließenden detaillierten Verhörprotokolle flossen in die Bestände der Foreign Documents Section (FDS) ein und halfen den Alliierten, ein präzises Bild der personellen Struktur und der Moral innerhalb der jungen U-Boot-Waffe zu gewinnen. Da U 13 eines der ersten Boote war, dessen Besatzung nahezu vollständig in Gefangenschaft geriet, lieferten diese „Captured Documents“ eine wichtige Vergleichsbasis für die spätere Auswertung technischer und taktischer Entwicklungen der Kriegsmarine.
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| colspan="3" | Die Versenkung von U 13 am 31.05.1940 stellte für den britischen Marinegeheimdienst einen bedeutenden Erfolg dar, da nicht nur die gesamte Besatzung gerettet wurde, sondern auch wichtige Informationen sichergestellt werden konnten. Nach der Selbstversenkung südöstlich von Lowestoft wurden der Kommandant, Oberleutnant zur See Max Schulte, und seine Männer von der HMS Weston aufgenommen und umgehend ersten Verhören unterzogen. Dabei konnten die Briten Dokumente bergen, die Aufschluss über die deutsche Befehlshierarchie und operative Planungen gaben. Besonders wertvoll waren die Aussagen und sichergestellten Fragmente zu den Verhaltensregeln der U-Boot-Waffe gegenüber Handelsschiffen, die Aufschlüsse über die Auslegung des Prisenrechts durch die Seekriegsleitung lieferten. Diese Funde und die anschließenden detaillierten Verhörprotokolle flossen in die Bestände der Foreign Documents Section (FDS) ein und halfen den Alliierten, ein präzises Bild der personellen Struktur und der Moral innerhalb der jungen U-Boot-Waffe zu gewinnen. Da U 13 eines der ersten Boote war, dessen Besatzung nahezu vollständig in Gefangenschaft geriet, lieferten diese „Captured Documents“ eine wichtige Vergleichsbasis für die spätere Auswertung technischer und taktischer Entwicklungen der Kriegsmarine.
 
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Aktuelle Version vom 14. März 2026, 16:08 Uhr

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!!! Bitte unbedingt die Anmerkungen beachten/Please pay attention to the notes Klick hier → Anmerkungen für U-Boote !!!
Datenblatt: Unterseeboot U 13
Typ: II B
Bauauftrag: 02.02.1935
Bauwerft: Deutsche Werke AG, Kiel
Baunummer: 248
Serie: U 13 - U 16
Kiellegung: 20.06.1935
Stapellauf: 09.11.1935
Indienststellung: 30.11.1935
Kommandant: Hans-Gerrit von Stockhausen
Feldpostnummer: M - 15 421
Kommandanten
30.11.1935 - 30.09.1937 Kapitänleutnant - Hans-Gerrit von Stockhausen
01.10.1937 - 09.11.1939 Kapitänleutnant - Karl Daublebsky von Eichhain
10.11.1939 - 27.12.1939 Kapitänleutnant - Heinz Scheringer
28.12.1939 - 02.01.1940 Oberleutnant zur See - Wolfgang Lüth
03.01.1940 - 31.05.1940 Oberleutnant zur See - Max Schulte
Flottillen
00.11.1935 - 00.08.1939 Schulboot - U-Flottille Weddigen, Kiel
01.09.1939 - 31.12.1939 Frontboot - U-Flottille Weddigen, Kiel
01.01.1940 - 31.05.1940 Frontboot - 1. U-Flottille, Kiel
Verlegungsfahrt
22.08.1939 - 23.08.1939 Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Wilhelmshaven
U 13, unter Kapitänleutnant Karl Daublebsky von Eichhain, lief am 22.08.1939 von Kiel aus. Das Boot verlegte, zusammen mit U 9, U 15, U 19, U 21 und U 23, in Vorbereitung auf den drohenden Kriegsausbruch, nach Wilhelmshaven. Nach dem Marsch durch den Kaiser Wilhelm Kanal, lief U 13 am 23.08.1939 in Wilhelmshaven ein.
Vorkriegsunternehmung
25.08.1939 - 31.08.1939 Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Wilhelmshaven
U 13, unter Kapitänleutnant Karl Daublebsky von Eichhain, lief am 25.08.1939 von Wilhelmshaven aus. Das Boot operierte, zur Aufklärung, in der Nordsee. Nach 6 Tagen, lief U 13 am 31.08.1939 wieder in Wilhelmshaven ein.
Klick hier → Original KTB für die Vorkriegsunternehmung
1. Unternehmung
02.09.1939 - 06.09.1939 Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Wilhelmshaven
U 13, unter Kapitänleutnant Karl Daublebsky von Eichhain, lief am 02.09.1939 von Wilhelmshaven aus. Das Boot legte 9 Minen vor Orfordness und operierte anschließend in der Nordsee. Nach 4 Tagen, lief U 13 am 06.09.1939 wieder in Wilhelmshaven ein. Das Boot ging nach dieser Unternehmung, vom 07.09.1939 - 10.09.1939, zu Instandsetzungsarbeiten in die Werft. U 13 konnte auf dieser Unternehmung 2 Schiffe mit 11.301 BRT versenken und 1 Schiff mit 10.902 BRT beschädigen. Klicke hier → Versenkte oder beschädigte Schiffe
Klick hier → Original KTB für die 1. Unternehmung
2. Unternehmung
11.09.1939 - 02.10.1939 Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Wilhelmshaven
02.10.1939 - 03.10.1939 Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Kiel
U 13, unter Kapitänleutnant Karl Daublebsky von Eichhain, lief am 11.09.1939 von Wilhelmshaven aus. Das Boot operierte in der mittleren Nordsee und vor der schottischen Küste. Das Boot sollte gegen britische Kriegsschiffe operieren. U 13 rettete auf dieser Unternehmung 4 Mann eines abgestürzten deutschen Flugzeuges. Der Rückmarsch ging über Wilhelmshaven, und den Kaiser Wilhelm Kanal, nach Kiel. Nach 22 Tagen, lief U 13 am 03.10.1939 in Kiel ein. U 13 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Klick hier → Original KTB für die 2. Unternehmung
3. Unternehmung
25.10.1939 - 02.11.1939 Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Wilhelmshaven
03.11.1939 - 03.11.1939 Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Brunsbüttel
03.11.1939 - 03.11.1939 Ausgelaufen von Brunsbüttel - Eingelaufen in Kiel
U 13, unter Kapitänleutnant Karl Daublebsky von Eichhain, lief am 25.10.1939 von Kiel aus. Nach dem Marsch durch den Kaiser Wilhelm Kanal, operierte das Boot in der Nordsee und vor Kinnairds Head. Der Rückmarsch führte über Wilhelmshaven, Brunsbüttel und den Kaiser Wilhelm Kanal, nach Kiel. Nach 9 Tagen, lief U 13 am 03.11.1939 in Kiel ein. U 13 konnte auf dieser Unternehmung 1 Schiff mit 4.666 BRT versenken. Klicke hier → Versenkte oder beschädigte Schiffe
Klick hier → Original KTB für die 3. Unternehmung
4. Unternehmung
15.11.1939 - 25.11.1939 Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kiel
U 13, unter Kapitänleutnant Heinz Scheringer, lief am 15.11.1939 von Kiel aus. Nach dem Marsch durch den Kaiser Wilhelm Kanal, operierte das Boot in der Nordsee und vor Newcastle. Nach 10 Tagen, lief U 13 am 25.11.1939 wieder in Kiel ein. U 13 konnte auf dieser Unternehmung 1 Schiff mit 793 BRT versenken. Klicke hier → Versenkte oder beschädigte Schiffe
Klick hier → Original KTB für die 4. Unternehmung
5. Unternehmung
09.12.1939 - 14.12.1939 Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Wilhelmshaven
U 13, unter Kapitänleutnant Heinz Scheringer, lief am 09.12.1939 von Kiel aus. Nach dem Marsch durch den Kaiser Wilhelm Kanal, legte das Boot 9 Minen in der Tay Mündung. Nach 5 Tagen, lief U 13 am 14.12.1939 in Wilhelmshaven ein. U 13 konnte auf dieser Unternehmung 1 Schiff mit 1.421 BRT versenken und 1 Schiff mit 8.317 BRT beschädigen. Klicke hier → Versenkte oder beschädigte Schiffe
Klick hier → Original KTB für die 5. Unternehmung
6. Unternehmung
24.01.1940 - 24.01.1940 Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Brunsbüttel
25.01.1940 - 26.01.1940 Ausgelaufen von Brunsbüttel - Eingelaufen in Helgoland
26.01.1940 - 04.02.1940 Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Helgoland
05.02.1940 - 05.02.1940 Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Wilhelmshaven
U 13, unter Oberleutnant zur See Max Schulte, lief an 24.01.1940 von Kiel aus. Nach dem Marsch durch den Kaiser Wilhelm Kanal, Aufnahme des Eisschutz in Brunsbüttel und Abgabe des Eisschutz in Helgoland, operierte das Boot in der Nordsee. Nach 12 Tagen und zurückgelegten zirka 950 sm über und 181 sm unter Wasser, lief U 13 am 05.02.1940 in Wilhelmshaven ein. Nach dieser Fahrt ging U 13, vom 09.02.1940 bis zum 13.02.1940, in die Werft von Wilhelmshaven. U 13 konnte auf dieser Unternehmung 2 Schiffe mit 3.928 BRT versenken. Klicke hier → Versenkte oder beschädigte Schiffe
Klick hier → Original KTB für die 6. Unternehmung
7. Unternehmung
16.02.1940 - 16.02.1940 Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Helgoland
16.02.1940 - 29.02.1940 Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Helgoland
29.02.1940 - 29.02.1940 Ausgelaufen von Helgoland - Eingelaufen in Wilhelmshaven
U 13, unter Oberleutnant zur See Max Schulte, lief am 16.02.1940 von Wilhelmshaven aus. Nach der Abgabe des Eisschutz in Helgoland, operierte das Boot in der Nordsee. Der Rückmarsch führte über Helgoland (Geleitaufnahme) nach Wilhelmshaven. Nach 13 Tagen und zurückgelegten 1.564,5 sm über und 247,5 sm unter Wasser, lief U 13 am 29.02.1940 wieder in Wilhelmshaven ein. U 13 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Klick hier → Original KTB für die 7. Unternehmung
8. Unternehmung
02.03.1940 - 03.03.1940 Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Kiel
25.03.1940 - 26.03.1940 Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Wilhelmshaven
31.03.1940 - 19.04.1940 Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Bergen
21.04.1940 - 02.05.1940 Ausgelaufen von Bergen - Eingelaufen in Kiel
U 13, unter Oberleutnant zur See Max Schulte, lief am 02.03.1940 von Wilhelmshaven aus. Das Boot verlegte, zusammen mit U 60, durch den Kaiser Wilhelm Kanal, nach Kiel. Am 03.03.1940 lief U 13 in Kiel ein. Am 25.03.1940 lief U 13 wieder von Kiel aus. Das Boot verlegte, zusammen mit U 60, durch den Kaiser Wilhelm Kanal, nach Wilhelmshaven. Am 26.03.1940 lief U 13 in Wilhelmshaven ein.
Am 31.03.1940 lief das Boot, zum Unternehmen Weserübung, von Wilhelmshaven aus. Das Boot operierte vor dem Pentland Firth und nördlich der Shetland Inseln. Es gehörte zur Gruppe 6. Am 19.04.1940 wurde in Bergen Brennstoff, Wasser und Proviant ergänzt, sowie Reparaturen durchgeführt. Nach 32 Tagen, lief U 13 am 02.05.1940 in Kiel ein. U 13 konnte auf dieser Unternehmung 2 Schiffe mit 6.216 BRT versenken und 1 Schiff mit 6.999 BRT beschädigen. Klicke hier → Versenkte oder beschädigte Schiffe
Klick hier → Original KTB für die 8. Unternehmung
9. Unternehmung
26.05.1940 - 31.05.1940 Ausgelaufen von Kiel - Verlust des Bootes
U 13, unter Oberleutnant zur See Max Schulte, lief am 26.05.1940 von Kiel aus. Das Boot operierte im Ärmelkanal. Nach 5 Tagen wurde U 6, nach Beschädigungen durch britische Kriegsschiffe, selbst versenkt. U 13 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
Klick hier → Original KTB für die 9. Unternehmung (B.d.U.Op.)
Verlustursache
Datum: 31.05.1940
Letzter Kommandant: Max Schulte
Ort: Ärmelkanal
Position: 52° 25,19' Nord - 02° 01,42' Ost
Planquadrat: AN 8441
Verlust durch: Selbstversenkung
Tote: 0
Überlebende: 26
Klick hier → Besatzungsliste U 13
Verlustursache im Detail
U 13 wurde am 31.05.1940, am Eingang des Ärmelkanal südöstlich von Lowestoft, durch Wasserbomben der britischen Sloop HMS Weston (U.72) (Lt.Comdr. Seymmour-Charles Tuke) zum Auftauchen gezwungen. Nach dem Auftauchen wurde das Boot, unter Artilleriebeschuß der Sloop, von der Besatzung selbst versenkt.
Am 31.05.1940 operierte U 13 südöstlich von Lowestoft, um den britischen Geleitzug FN-184 anzugreifen. Dabei wurde das getauchte Boot von der britischen Sloop HMS Weston unter dem Kommando von Lieutenant Commander Tuke geortet und mit einer Serie präzise geworfener Wasserbomben angegriffen. Die schweren Detonationen verursachten massive Schäden am Druckkörper und den elektrischen Anlagen, woraufhin der Kommandant, Oberleutnant zur See Max Schulte, den Befehl zum Auftauchen geben musste. Unmittelbar nach dem Durchbrechen der Wasseroberfläche geriet das Boot unter direkten Artilleriebeschuss der Sloop. Um eine Kaperung durch die Briten zu verhindern, leitete die Besatzung umgehend die Selbstversenkung ein. Auf der Position 52° 25,19' Nord - 02° 01,42' Ost versank das Boot schließlich über das Heck. Die gesamte Besatzung von 26 Mann konnte von der HMS Weston aus dem Wasser gerettet werden und geriet in britische Kriegsgefangenschaft. Bei der Bergung der Schiffbrüchigen gelang es den Briten zudem, wichtige Dokumente sicherzustellen, die später für die alliierten Geheimdienste von Bedeutung waren. Das Wrack verblieb am Grund der Nordsee und wurde erst Jahrzehnte nach Kriegsende durch Sonarmessungen exakt lokalisiert.
Die Versenkung von U 13 am 31.05.1940 stellte für den britischen Marinegeheimdienst einen bedeutenden Erfolg dar, da nicht nur die gesamte Besatzung gerettet wurde, sondern auch wichtige Informationen sichergestellt werden konnten. Nach der Selbstversenkung südöstlich von Lowestoft wurden der Kommandant, Oberleutnant zur See Max Schulte, und seine Männer von der HMS Weston aufgenommen und umgehend ersten Verhören unterzogen. Dabei konnten die Briten Dokumente bergen, die Aufschluss über die deutsche Befehlshierarchie und operative Planungen gaben. Besonders wertvoll waren die Aussagen und sichergestellten Fragmente zu den Verhaltensregeln der U-Boot-Waffe gegenüber Handelsschiffen, die Aufschlüsse über die Auslegung des Prisenrechts durch die Seekriegsleitung lieferten. Diese Funde und die anschließenden detaillierten Verhörprotokolle flossen in die Bestände der Foreign Documents Section (FDS) ein und halfen den Alliierten, ein präzises Bild der personellen Struktur und der Moral innerhalb der jungen U-Boot-Waffe zu gewinnen. Da U 13 eines der ersten Boote war, dessen Besatzung nahezu vollständig in Gefangenschaft geriet, lieferten diese „Captured Documents“ eine wichtige Vergleichsbasis für die spätere Auswertung technischer und taktischer Entwicklungen der Kriegsmarine.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 98 Kriegstagebücher (KTB) der U-Boote: Lückenlose Dokumentation der Feindfahrten, taktischen Entscheidungen und Versenkungsergebnisse einzelner Boote.
BArch RM 87 Befehlshaber der Unterseeboote (B.d.U.): Akten zur operativen Führung, zu Funkbefehlen, taktischen Anweisungen und allgemeinen Lageberichten.
BArch RM 20 Inspektion des Unterseebootwesens: Unterlagen zu technischen Erprobungen, Baubeschreibungen neuer Typen und Berichte über die Ausbildung.
BArch RM 7 Seekriegsleitung (Skl): Strategische Berichte zur Lage der U-Boot-Waffe im Gesamtraum und zur Koordination mit anderen Teilstreitkräften.
BArch RM 210 Auswertung von Feindfahrten: Berichte der Kommandanten nach der Rückkehr sowie medizinische und technische Erfahrungsberichte.
Quellenverweise - | The National Archives (Kew)
TNA ADM 199 War History Cases: Berichte der HMS Weston über die Bergung der Dokumente.
TNA ADM 186 N.I.D. Report C.B. 04051 (23): Offizieller Verhörbericht der Besatzung von U 13.
FDS / NHB Archivierte „Captured Documents“ aus dem Bestand der Foreign Documents Section.
Literaturverweise
Clay Blair Der U-Boot-Krieg - Die Jäger 1939 - 1942" - Heyne Verlag 1998 - S. 496. | → Amazon
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 48, 150, 206, 220, 235. | → Amazon
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 16, 23, 190. | → Amazon
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 19. | → Amazon
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Erfolge" - Mittler Verlag 2008 - S. 15, 16. | → Amazon
Axel Niestlé "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 31, 280. | → Amazon
Herbert Ritschel "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 1 - U 50" - Eigenverlag - S. 39-44. | → Amazon
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