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U 5

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Version vom 14. März 2026, 12:32 Uhr von Andreas (Diskussion | Beiträge)
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Datenblatt: Unterseeboot U 5
U 5 war ein Boot vom Typ II A der deutschen Kriegsmarine. Aufgrund seiner geringen Größe und der beschränkten Reichweite des als „Einbaum“ bekannten Typs wurde das Boot vornehmlich zur Ausbildung in der U-Bootschulflottille genutzt. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs absolvierte U 5 insgesamt 2 Unternehmungen, wobei sich die Einsatzgebiete auf die Nordsee, das Skagerrak sowie das Kattegat konzentrierten. Während dieser Überwachungs- und Sicherungsfahrten erzielte das Boot keine Versenkungen oder Beschädigungen feindlicher Schiffe. Im April 1940 nahm das Boot im Rahmen des Unternehmens Weserübung an der Besetzung Norwegens teil und operierte dabei als Teil der Gruppe 8 im Seegebiet vor Lindesnes. Nach dem Abschluss der Operationen vor Norwegen im Mai 1940 wurde U 5 endgültig aus dem Frontdienst gezogen und fortan ausschließlich als Schulboot bei der 21. U-Flottille in der Ostsee verwendet. Das Schicksal des Bootes endete am 19.03.1943 gegen 11:00 Uhr westlich von Pillau. Während eines Alarmtauchmanövers kam es infolge eines Bedienungsfehlers am Turmluk zu einem massiven Wassereinbruch in die Zentrale. Das Boot sank innerhalb kürzester Zeit auf eine Tiefe von ca. 40 Metern, wobei 21 Besatzungsmitglieder, darunter der Kommandant Oberleutnant zur See Hermann Rahn, ums Leben kamen. 16 Männer konnten gerettet werden. Das Wrack verblieb als Totalverlust und Seekriegsgrab am Grund der Ostsee.
Allgemeines
Typ: II A
Bauauftrag: 02.02.1935
Bauwerft: Deutsche Werke AG, Kiel
Serie: U 1 - U 6
Baunummer: 240
Kiellegung: 11.02.1935
Stapellauf: 14.08.1935
Indienststellung: 31.08.1935
Kommandant: Rolf Dau
Feldpostnummer: M - 27 527
Kommandanten
31.08.1935 - 27.09.1936 Oberleutnant zur See - Rolf Dau
01.10.1936 - 02.02.1938 Kapitänleutnant - Gerhard Glattes
00.08.1937 - 00.00.1937 Korvettenkapitän - Herbert Schultze i.V.
03.02.1938 - 04.12.1939 Kapitänleutnant - Günter Kutschmann
05.12.1939 - 11.08.1940 Kapitänleutnant - Heinrich Lehmann-Willenbrock
12.08.1940 - 27.03.1941 Oberleutnant zur See - Herbert Opitz
28.03.1941 - 06.01.1942 Oberleutnant zur See - Friedrich Bothe
07.01.1942 - 23.03.1942 Oberleutnant zur See - Karl Friederich
26.03.1942 - 00.05.1942 Oberleutnant zur See - Hans-Dieter Mohs
00.05.1942 - 09.11.1942 Oberleutnant zur See- Kurt Pressel
00.03.1943 - 00.03.1943 Leutnant zur See - Alfred Radermacher i.V.
10.11.1942 - 19.03.1943 Leutnant zur See - Hermann Rahn
Flottillen
00.09.1935 - 00.09.1939 Schulboot - U-Bootschulflottille, Neustadt
00.09.1939 - 00.09.1939 Frontboot - U-Bootschulflottille, Neustadt
00.10.1939 - 00.02.1940 Schulboot - U-Bootschulflottille, Neustadt
00.03.1940 - 00.04.1940 Frontboot - U-Bootschulflottille, Neustadt
00.05.1940 - 30.06.1940 Schulboot - U-Bootschulflottille, Neustadt
01.07.1940 - 19.03.1943 Schulboot - 21. U-Flottille, Pillau
Vorkriegsunternehmung
24.08.1939 - 29.08.1939 Ausgelaufen von Neustadt - Eingelaufen in Kiel
U 5, unter Kapitänleutnant Günter Kutschmann, lief am 24.08.1939 von Neustadt aus. Das Boot operierte in der Ostsee. Nach 5 Tagen, lief U 5 am 08.09.1939 in Kiel ein.
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1. Unternehmung
30.08.1939 - 08.09.1939 Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Kiel
U 5, unter Kapitänleutnant Günter Kutschmann, lief am 30.08.1939 von Kiel aus. Das Boot operierte in der Ostsee. Das Boot sollte verhindern das polnische Kriegsschiffe oder U-Boote nach Großbritannien durchbrechen. Nach 10 Tagen, lief U 5 am 08.09.1939 wieder in Kiel ein. U 5 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
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Verlegungsfahrt
08.09.1939 - 08.09.1939 Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Neustadt
U 5, unter Kapitänleutnant Günter Kutschmann, lief am 08.09.1939 von Kiel aus. Das Boot verlegte nach Neustadt, wo es als Schulboot eingesetzt wurde. Am 08.09.1939 lief U 5 in Neustadt ein.
2. Unternehmung
16.03.1940 - 16.03.1940 Ausgelaufen von Neustadt - Eingelaufen in Kiel
18.03.1940 - 19.03.1940 Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Wilhelmshaven
04.04.1940 - 19.04.1940 Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Wilhelmshaven
U 5, unter Kapitänleutnant Heinrich Lehmann-Willenbrock, lief am 16.03.1940 von Neustadt aus. Das Boot verlegte, zur Torpedo- und Proviantübernahme, von Neustadt nach Kiel und anschließend, nach dem Marsch durch den Kaiser Wilhelm Kanal, nach Wilhelmshaven, wo es auf den Einsatz zum Unternehmen Weserübung wartete. Am 19.03.1940 lief U 5 in Kiel ein. Anschließend lief U 5 am 04.04.1940, zum Unternehmen Weserübung, von Wilhelmshaven aus. Das Boot gehörte zur Gruppe 8 die in der Nordsee, vor Lindesnes operieren sollte. Nach 16 Tagen und zurückgelegten 1.042,4 sm über und 261,8 sm unter Wasser, lief U 5 am 19.04.1940 wieder in Wilhelmshaven ein. U 5 konnte auf dieser Unternehmung keine Schiffe versenken oder beschädigen.
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Verlegungsfahrt
21.04.1940 - 21.04.1940 Ausgelaufen von Wilhelmshaven - Eingelaufen in Kiel
24.04.1940 - 24.04.1940 Ausgelaufen von Kiel - Eingelaufen in Neustadt
U 5, unter Kapitänleutnant Heinrich Lehmann-Willenbrock, lief am 21.04.1940 von Wilhelmshaven aus. Das Boot verlegte, nach dem Norwegenfeldzug, zusammen mit U 2, U 3 und U 6 von Wilhelmshaven nach Kiel und anschließend mit U 3 und U 4 nach Neustadt wo es als Schulboot eingesetzt wurde. Am 24.04.1940 lief U 5 in Neustadt ein. Später verlegte das Boot, als Schulboot, zur 21. U-Flottille nach Pillau.
Verlustursache
Datum: 19.03.1943
Letzter Kommandant: Hermann Rahn
Ort: Ostsee
Position: 54° 50' Nord - 19° 34' Ost
Planquadrat: AO 9591
Verlust durch: Tauchunfall
Tote: 21
Überlebende: 16
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Verlustursache im Detail
U 5 ging als Schulboot, am 19.03.1943 in der Ostsee westlich von Pillau, infolge eines Tauchunfalls verloren.
Der Unfallhergang: Gegen 11:00 Uhr wurde ein routinemäßiges Alarmtauchmanöver (Schnelltauchen) eingeleitet. Während das Boot planmäßig anfing zu fluten und die Nase unter Wasser drückte, kam es zu einem fatalen Versagen am Turmluk. Das Luk wurde entweder nicht rechtzeitig vollständig verriegelt oder sprang durch den ansteigenden Wasserdruck wieder auf, während die Brücke bereits unterschnitt.
Der Wassereinbruch: Durch das offene oder nicht dichte Luk schoss eine massive Wassersäule direkt in den Turm und die darunterliegende Zentrale. Dieser massive Einbruch von Tonnen an Seewasser innerhalb weniger Sekunden machte jede Gegensteuerung unmöglich. Das Boot verlor schlagartig seinen Auftrieb, nahm eine starke Vorlast ein und sackte unkontrolliert auf den Grund der Ostsee in etwa 40 Meter Tiefe ab.
Die Rettung und Verluste: 16 Mann konnten sich retten. Dabei handelte es sich primär um Besatzungsmitglieder, die sich zum Zeitpunkt des Unglücks noch auf der Brücke befanden oder im Moment des Absinkens aus dem Turm geschleudert wurden. 21 Mann, darunter der Kommandant Herbert Rahn, kamen ums Leben. Sie waren im Inneren des Bootes (Zentrale und vorderes Schiff) eingeschlossen und hatten aufgrund der Schnelligkeit des Sinkvorgangs keine Chance auf einen Ausstieg mit Tauchrettern.
Status des Wracks: U 5 wurde als Totalverlust verbucht. Entgegen einiger älterer Berichte über Hebungen bei Booten dieses Typs (z. B. U 2), verblieb das Wrack von U 5 am Meeresgrund und gilt bis heute als Seekriegsgrab.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 98 Kriegstagebücher (KTB) der U-Boote: Lückenlose Dokumentation der Feindfahrten, taktischen Entscheidungen und Versenkungsergebnisse einzelner Boote.
BArch RM 87 Befehlshaber der Unterseeboote (B.d.U.): Akten zur operativen Führung, zu Funkbefehlen, taktischen Anweisungen und allgemeinen Lageberichten.
BArch RM 20 Inspektion des Unterseebootwesens: Unterlagen zu technischen Erprobungen, Baubeschreibungen neuer Typen und Berichte über die Ausbildung.
BArch RM 7 Seekriegsleitung (Skl): Strategische Berichte zur Lage der U-Boot-Waffe im Gesamtraum und zur Koordination mit anderen Teilstreitkräften.
BArch RM 210 Auswertung von Feindfahrten: Berichte der Kommandanten nach der Rückkehr sowie medizinische und technische Erfahrungsberichte.
Literaturverweise
Clay Blair "Der U-Boot-Krieg - Die Jäger 1939 - 1942" - Heyne Verlag 1998 - S. 272. | → Amazon
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Kommandanten" - Mittler Verlag 1996 - S. 35, 48, 73, 79, 137, 142, 163, 174, 182, 186. | → Amazon
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - U-Boot-Bau auf deutschen Werften" - Mittler Verlag 1997 - S. 16, 23, 119. | → Amazon
Rainer Busch/Hans-Joachim Röll "Der U-Boot-Krieg 1939 - 1945 - Die deutschen U-Boot-Verluste" - Mittler Verlag 2008 - S. 82. | → Amazon
Axel Niestlé "German U-Boot Losses During World War II" - Verlag Frontline Books 2022 - S. 30. | → Amazon
Herbert Ritschel "Kurzfassung Kriegstagebücher Deutscher U-Boote 1939 - 1945 - KTB U 1 - U 50" - Eigenverlag - S. 12-13. | → Amazon
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