|
|
|
| Dienststelle
|
Wehrmachtführungsstab
|
|
|
|
|
| Der Wehrmachtführungsstab (WFSt) war die zentrale operative Abteilung innerhalb des Oberkommandos der Wehrmacht (OKW). Er unterstand direkt dem Chef des OKW und fungierte als militärisches Arbeitsorgan für die strategische Planung und Führung des Krieges durch Adolf Hitler. Der WFSt koordinierte die Zusammenarbeit der Teilstreitkräfte (Heer, Kriegsmarine, Luftwaffe) und trug die Verantwortung für die sogenannten OKW-Kriegsschauplätze (u. a. Norwegen, Nordafrika, Italien, Westfront). Unter der Leitung von Generaloberst Alfred Jodl war der Stab maßgeblich an der Ausarbeitung sämtlicher Weisungen für die Kriegführung sowie an der täglichen Lagebeurteilung beteiligt.
|
|
|
|
|
| Entstehung, Funktion und Aufgaben
|
|
|
| Aufstellung: |
Gebildet 1938 aus der vormaligen Wehrmachtabteilung; Sitz in Berlin und den Führerhauptquartieren.
|
| Aufgabe: |
Operative Planung; Erstellung der Wehrmachtberichte; Verbindung zu den Teilstreitkräften; strategische Reserveverwaltung.
|
| Struktur: |
Unterteilung in Abteilungen wie Landesverteidigung (L), Wehrmacht-Nachrichtenverbindungen und Wehrmacht-Propaganda.
|
| Ende 1945: |
Mit der Gesamtkapitulation im Mai 1945 aufgelöst; Führungspersonal wurde in den Nürnberger Prozessen zur Verantwortung gezogen.
|
|
|
| Spezifische Merkmale
|
|
|
| Führung: |
Langjähriger Chef: Generaloberst Alfred Jodl; Stellvertretender Chef: General der Artillerie Walter Warlimont.
|
| Kompetenz: |
Der WFSt war das entscheidende Bindeglied zwischen der politischen Willensbildung und der militärischen Umsetzung an den Fronten.
|
| Lagevortrag: |
Tägliche Erarbeitung der Unterlagen für die „Führerlage“, bei der die Gesamtsituation an allen Frontabschnitten präsentiert wurde.
|
|
|
| Relevanz für die U-Boot-Waffe
|
|
|
| Strategie: |
Der WFSt legte die Prioritäten für den Einsatz der U-Boote im Rahmen der Gesamtstrategie fest (z.B. Mittelmeer-Einsatz vs. Tonnagekrieg).
|
| Ressourcen: |
Mitsprache bei der Zuteilung von Kapazitäten für den U-Boot-Bau im Konkurrenzkampf mit dem Heer und der Luftwaffe.
|
| Koordination: |
Abstimmung zwischen der Seekriegsleitung (Skl) und den Luftflotten zur Unterstützung der U-Boot-Operationen durch Fernaufklärer.
|
|
|
| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
|
|
|
| BArch RW 4 |
OKW / Wehrmachtzentralabteilung: Akten über die Organisation und Personalbesetzung des Wehrmachtführungsstabes.
|
| BArch RW 6 |
Wehrmachtführungsstab: Operative Entwürfe, Weisungen und die Kriegstagebücher (KTB) der Abteilung Landesverteidigung.
|
| BArch PERS 6 |
Personalakten: Werdegänge von Admiralstabsoffizierenn in der Verbindungsstelle des WFSt zur Seekriegsleitung.
|
|
|
| Literaturverweise
|
|
|
| Schramm, Percy E. |
„Kriegstagebuch des Oberkommandos der Wehrmacht“ (Umfassende Dokumentation der WFSt-Arbeit).
|
| Keilig, Wolf |
„Das Deutsche Heer 1939–1945“ (Details zur Gliederung des OKW-Führungsapparates).
|
| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Die Stellung der Skl im OKW-Verband).
|
|
|
| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
|
|
|
|
|
| ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
|