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U-Stützpunkt Flensburg

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Stützpunkt U-Stützpunkt Flensburg (Mürwik)
Der U-Stützpunkt Flensburg befand sich vornehmlich im Stadtteil Mürwik und war eng mit der Marineschule verbunden. Er diente während des Krieges als bedeutendes Ausbildungszentrum und Basis für Schulflottillen. In der Endphase des Krieges (April/Mai 1945) erlangte der Stützpunkt strategische Bedeutung als einer der letzten sicheren Häfen für aus dem Osten evakuierte U-Boote und als Sitz der letzten Marineführung. Die Infrastruktur umfasste Werkstätten der Stadtwerke, schwimmende Stützpunkte (Wohnschiffe) und die Kaianlagen der Marineschule.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Nutzung der bestehenden Marine-Infrastruktur seit den 1930er Jahren.
Aufgabe: Ausbildung; Instandsetzung; Sammelpunkt für Evakuierungen 1945.
Unterstellung: Seekommandant Schleswig-Holstein; Admiral Deutsche Bucht.
Ende: Mai 1945; Übernahme durch britische Truppen (Operation Blackout).
Spezifische Merkmale
Einheiten: Basis der 25. und 26. U-Flottille (Ausbildungsflottillen).
Anlagen: Freihafen; Werftanlagen; Barackenlager (z. B. Lager Heinz Krey).
Bedeutung: Zentrum der U-Boot-Ausbildung (Schießausbildung und Kommandantenschulung).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Ausbildung: Durchführung der taktischen Ausbildung für künftige Kommandanten.
Kapitulation: Ort der Selbstversenkung zahlreicher Boote im Mai 1945 (Regenbogen).
Internierung: Sammelstelle für tausende U-Boot-Fahrer nach der Gesamtkapitulation.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 87 K.d.U.: Akten über die Ausbildungseinheiten im Raum Flensburg.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit Dienststation Flensburg-Mürwik.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die Lage im Raum Flensburg Mai 1945.
Literaturverweise
Busch / Röll „Der U-Boot-Krieg 1939–1945“ (Band 2: U-Boot-Bau und Flottillen).
Koop / Schmolke „Die deutschen Marinestützpunkte“ (Kapitel: Flensburg).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“.
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