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Oberkommandos der Luftwaffe

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Dienststelle Oberkommando der Luftwaffe
Das Oberkommando der Luftwaffe (OKL) war die höchste Befehlsbehörde der deutschen Luftwaffe. Es wurde 1935 zeitgleich mit der Entstehung der Luftwaffe geschaffen und war eng mit dem Reichsluftfahrtministerium (RLM) verzahnt. Unter der Führung des Oberbefehlshabers der Luftwaffe (Hermann Göring, ab April 1945 Robert Ritter von Greim) verantwortete das OKL die gesamte operative Planung, Ausbildung und technische Entwicklung der Luftstreitkräfte. Es gliederte sich in den Generalstab der Luftwaffe, das Luftwaffenpersonalamt und technische Ämter. Das OKL koordinierte den Einsatz der Luftflotten an allen Fronten und die Zusammenarbeit mit den anderen Teilstreitkräften.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: 1935; Hauptsitz im RLM (Berlin), später in den Ausweichquartieren „Robinson“ (Ostpreußen) und „Wildpark“ (Potsdam).
Aufgabe: Operative Luftkriegführung; Luftverteidigung des Reichsgebiets; Personalwesen; Rüstungsplanung; Nachrichtendienst der Luftwaffe.
Führung: Oberbefehlshaber: Hermann Göring; Chefs des Generalstabs u. a. Hans Jeschonnek, Günther Korten, Karl Koller.
Ende 1945: Auflösung im Mai 1945 nach der Gesamtkapitulation; Übernahme der Akten und Techniken durch die Alliierten.
Spezifische Merkmale
Personalunion: Lange Zeit enge Verflechtung zwischen dem OKL als militärischem Stab und dem RLM als staatlicher Verwaltungsbehörde.
Luftflotten: Das OKL führte die operativen Luftflotten, die als autonom agierende Großverbände den jeweiligen Kriegsschauplätzen zugeordnet waren.
Seeluftkrieg: Koordination der Seefliegerkräfte über den General der Luftwaffe beim Ob.d.M., um die maritim-taktischen Belange zu steuern.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Fernaufklärung: Das OKL entschied über die Zuweisung von weitreichenden Maschinen (z. B. Fw 200) für die Zusammenarbeit mit dem BdU im Atlantik.
Luftschirm: Planung des Jagdschutzes für U-Boot-Stützpunkte in Frankreich gegen die zunehmende alliierte Bomberoffensive.
Zielweisung: Bereitstellung von Funkmess- und Horchdaten der Luftaufklärung zur strategischen Ansetzung der U-Boot-Rudel auf Geleitzüge.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RL 2 Generalstab der Luftwaffe: Akten über die operative Planung und die Berichte an die Seekriegsleitung.
BArch RL 7 Luftwaffenkommandobehörden: Unterlagen zur Organisation der Seeluftstreitkräfte und Kooperation mit der Marine.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge von Verbindungsoffizierenn zwischen OKL und OKM.
Literaturverweise
Dierich, Wolfgang „Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945“ (Struktur und Geschichte des OKL).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Die Luftwaffe über See).
Boog, Horst „Die deutsche Luftwaffenführung 1935–1945“ (Standardwerk zur strategischen Leitung).
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