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Nachrichtenmittel-Versuchskommando

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Dienststelle Nachrichtenmittel-Versuchskommando
Das Nachrichtenmittel-Versuchskommando (NVK) war die zentrale wissenschaftliche und technische Dienststelle der Kriegsmarine für die Entwicklung und Erprobung von Funk-, Nachrichten- und Ortungstechnik. Mit Hauptsitz in Kiel und Zweigstellen (u. a. in Pelzerhaken) arbeitete das NVK eng mit der Industrie zusammen, um die Leistungsfähigkeit von Sendern, Empfängern und Unterwasserschallgeräten zu steigern. Ein Schwerpunkt lag auf der Entwicklung von Funkmessgeräten (Radar) und Funkmessbeobachtungsgeräten (Radarwarnempfänger). Das Kommando war maßgeblich an der technischen Überlegenheit oder dem Ausgleich alliierter Fortschritte im Bereich der elektronischen Kriegsführung beteiligt.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Einrichtung im Rahmen des Marine-Nachrichtenwesens; Sitz Kiel/Pelzerhaken.
Aufgabe: Forschung; Entwicklung und praktische Erprobung von Nachrichten- und Ortungsgeräten.
Unterstellung: Chef des Marine-Nachrichtenwesens (OKM); fachlich dem Marinewaffenamt.
Ende 1945: Mai 1945; Sicherstellung der Versuchsunterlagen durch alliierte Spezialteams.
Spezifische Merkmale
Struktur: Gliederung in Fachabteilungen für Funktechnik, Akustik (G.H.G.) und Funkmess (Radar).
Personal: Besetzung durch hochspezialisierte Ingenieure, Physiker und Nachrichtenoffiziere.
Erprobung: Nutzung von Versuchsschiffen und festen Messstationen an der Ostseeküste.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Ortung: Entwicklung und Optimierung der Gruppenhorchgeräte (GHG) für den getauchten Einsatz.
Radarwarnung: Konstruktion und Test der „Metox“- und „Naxos“-Empfänger zur Warnung vor alliierten Radargeräten.
Kommunikation: Erprobung von Kurzwellensendern und Unterwasser-Nachrichtengeräten (U.T.) für U-Boote.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 20 Marinewaffenamt: Akten über die Erprobungsergebnisse des NVK.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge von Nachrichtenoffizieren mit Dienstzeit im NVK.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über den Stand der elektronischen Kriegsführung.
Literaturverweise
Giessler, Helmuth „Der Marine-Nachrichten- und Ortungsdienst“ (Technische Entwicklung).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II: Nachrichtenwesen).
Rössler, Eberhard „Geschichte des deutschen U-Bootbaus“ (Band 2: Ortungstechnik).
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