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| Dienststelle
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Marinegruppe West (Marinegruppenkommando West)
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| Das Marinegruppenkommando West wurde im August 1939 in Wilhelmshaven aufgestellt und verlegte nach dem Westfeldzug (Juni 1940) nach Paris und später nach Angers. Es war die oberste operative Kommandobehörde für den gesamten Westraum (Atlantikküste, Ärmelkanal, Nordsee). Die Dienststelle koordinierte die Verteidigung gegen alliierte Invasionsversuche, die Sicherung der Schifffahrtswege sowie den Einsatz der Überwasserstreitkräfte und Sicherungsverbände im besetzten Frankreich. Im Oktober 1944 erfolgte die Umbenennung in Marineoberkommando (MOK) West, wobei der Befehlsbereich durch den alliierten Vormarsch zunehmend auf die „Festungen“ an der Küste und den niederländischen Raum schrumpfte.
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| Entstehung, Funktion und Aufgaben
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| Aufstellung: |
24.08.1939; Sitz ab 1940 in Paris (Hôtel de la Marine), später Angers und Baden-Baden.
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| Aufgabe: |
Operative Führung der Seestreitkräfte im Westraum; Küstenverteidigung; Überwachung des Ärmelkanals; Sicherung der Geleitzüge.
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| Unterstellung: |
Direkt dem Oberkommando der Kriegsmarine (OKM) / Seekriegsleitung (Skl) unterstellt.
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| Ende 1945: |
Auflösung nach der Gesamtkapitulation im Mai 1945; Rückzug der Stabsteile in das Reichsgebiet.
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| Spezifische Merkmale
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| Führung: |
Besetzung durch hochrangige Admirale, u. a. Generaladmiral Saalwächter, Generaladmiral Marschall und Admiral Krancke.
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| Reichweite: |
Zuständig für die gesamte französische Atlantik- und Kanalküste sowie die niederländische Küste (bis 1942).
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| Invasion 1944: |
Zentrale Koordinationsstelle für die Marine-Abwehrmaßnahmen während der alliierten Landung in der Normandie (Operation Overlord).
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Stützpunkte: |
Territoriale Verantwortung für die U-Boot-Basen (Brest, Lorient, St. Nazaire, La Pallice, Bordeaux) und deren Verteidigung.
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| Wegesicherung: |
Die der Gruppe unterstellten Sicherungsdivisionen hielten die Auslaufwege für U-Boote in der Biskaya minenfrei und gesichert.
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| Kooperation: |
Enge Abstimmung mit dem BdU hinsichtlich der Luftsicherung und des Einsatzes von Zerstörern zur Unterstützung auslaufender Boote.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 35-III |
Marinegruppenkommando West / MOK West: Kriegstagebücher, Operationsakten und Berichte zur Verteidigung der Atlantikküste.
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Berichte über die strategische Lage im Westen und die operative Führung durch die Marinegruppe.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Werdegänge der Oberbefehlshaber und Stabsoffiziere des Gruppenkommandos West.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel: Die Organisation im Westen).
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| Wegner, Günter |
„Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Gruppenkommandos).
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| Koop / Schmolke |
„Die deutschen Marinestützpunkte: Frankreich und die Kanalküste“.
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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