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KFK-Schulflottille

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Verband KFK-Schulflottille (Kriegsfischkutter)
Die KFK-Schulflottille wurde im Frühjahr 1944 aufgestellt, um die Ausbildung des Personals für die massenhaft zulaufenden Kriegsfischkutter (KFK) zu zentralisieren. Sie unterstand truppendienstlich dem 2. Admiral der Ostsee (Ausbildungswesen). Da die KFK als Einheits-Hilfskriegsschiffe in fast allen Sicherungsverbänden (Minensuch-, Vorposten- und U-Jagd-Flottillen) eingesetzt wurden, diente die Flottille der einheitlichen fachlichen Schulung in Seemannschaft, Maschinenkunde und Waffenbedienung. Zudem wurden hier die Boote vor ihrer Zuweisung an die Frontverbände eingefahren und die Besatzungsstämme aufeinander eingespielt.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: April 1944; Hauptstützpunkt Swinemünde, später teils in die westliche Ostsee verlegt.
Aufgabe: Praktische Ausbildung der KFK-Besatzungen; Einfahren der Neubauten; Erprobung von Zusatzausrüstung; Taktikschulung für Sicherungsdienste.
Struktur: Gliederung in mehrere Ausbildungsgruppen je nach technischer Ausstattung der Boote (Minensuche / U-Jagd).
Ende 1945: Auflösung im Mai 1945; Überführung zahlreicher Boote in den Deutschen Minenräumdienst (GMSA).
Spezifische Merkmale
Einheitsboot: Fokus auf der standardisierten Bedienung des KFK, der als robuster Holz-Stahl-Verbundbau für den Küsteneinsatz optimiert war.
Personal: Ausbildung von Reserveoffizier-Anwärtern und Maaten für die Führung kleinerer Einheiten unter erschwerten Frontbedingungen.
Vielseitigkeit: Schulung an verschiedenen Waffensystemen (2-cm/3,7-cm Flak, Wasserbomben, leichtes Minenräumgerät).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Sicherung: Die Absolventen der KFK-Schulflottille besetzten die Einheiten, die den unmittelbaren Hafenschutz und die Nahsicherung der U-Boot-Stützpunkte leisteten.
U-Abwehr: Ausbildung an einfachen Horchgeräten und Wasserbomben-Abwurfschienen zur Bekämpfung feindlicher U-Boote im Küstenvorfeld.
Personalpool: Ehemalige U-Boot-Männer (U-Umschüler) wurden häufig zur KFK-Schulflottille kommandiert, um ihr Fachwissen auf kleineren Sicherungseinheiten einzusetzen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 61 Vorposten- und Sicherungsverbände: Akten über die Aufstellung und den Lehrbetrieb der KFK-Schulflottille.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über den Zulauf und die Verteilung der Kriegsfischkutter im Ostseeraum.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit Dienstzeitnachweisen in der „KFK-Schulflottille“.
Literaturverweise
Gröner, Erich „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 8: Kriegsfischkutter).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Die Sicherungskräfte).
Danner, Herwig „Kriegsfischkutter“ (Details zur Konstruktion und zum Einsatzwesen).
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