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| Dienststelle
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Hafenkommandantur Swinemünde
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| Die Hafenkommandantur Swinemünde war die zentrale territoriale Dienststelle für den bedeutenden Vorhafen von Stettin an der Odermündung. Sie unterstand dem Seekommandanten Pommern (Marinestation der Ostsee). Swinemünde fungierte als einer der wichtigsten Stützpunkte für Sicherungsstreitkräfte, Minensuchflottillen und als zentrale Ausbildungsbasis der Marineartillerie. Die Kommandantur war verantwortlich für die gesamte Hafenlogistik, die Zuweisung von Liegeplätzen, den Objektschutz der ausgedehnten Kaianlagen sowie die Koordination der Verteidigungsmaßnahmen gegen See- und Luftangriffe. In der Endphase des Krieges 1945 war sie maßgeblich an der Abwicklung der Flüchtlingstransporte über die Ostsee beteiligt.
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| Entstehung, Funktion und Ende
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| Aufstellung: |
Bereits vor 1939 als fester Marinestandort etabliert; Ausbau während des Krieges zum militärischen Zentrum der Pommerschen Bucht.
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| Aufgabe: |
Hafenkapitänsdienst; Überwachung der Zufahrten (Kaiserfahrt); Liegeplatzverwaltung; Organisation des Gasschutzes; Luftschutzleitung.
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| Unterstellung: |
Seekommandant Pommern; Zusammenarbeit mit dem 2. Admiral der Ostsee (Ausbildungswesen).
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| Ende 1945: |
Schwere Zerstörungen durch Luftangriffe (März 1945); Evakuierung und Kapitulation im Mai 1945 vor sowjetischen Truppen.
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| Spezifische Merkmale
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| Ausbildung: |
Standort der Schiffsartillerieschule (SAS) und der Marineflakschule; die Kommandantur sicherte die Infrastruktur für tausende Lehrgangsteilnehmer.
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| Strategie: |
Sicherung der Verbindung zwischen Stettin und der offenen Ostsee; Kontrolle der Netzsperren und Minenfelder im Vorfeld der Swine.
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| Personal: |
Führung durch erfahrene Seeoffiziere; Stab besetzt mit Spezialisten für Seetransportwesen und Hafenbau.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Schulung: |
Swinemünde diente als wichtiger Anlaufpunkt für U-Boot-Neubauten während ihrer Erprobungsfahrten in der mittleren Ostsee.
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| U-Abwehr: |
Die der Kommandantur unterstellten Hafenschutzboote sicherten die Übungsgebiete gegen das Eindringen feindlicher Kleinkampfmittel.
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| Ausrüstung: |
Bereitstellung von Kapazitäten zur Torpedonahme und Proviantenergänzung für U-Boote auf dem Marsch zwischen den Ausbildungsflottillen.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 45-II |
Seekommandant Pommern: Akten über die Hafenverwaltung und die Verteidigungsplanung am Standort Swinemünde.
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Berichte über die strategische Bedeutung der Odermündung und die Luftangriffe 1945.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Werdegänge mit Dienstzeitnachweisen in der Hafenkommandantur Swinemünde.
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| Literaturverweise
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| Koop / Schmolke |
„Die deutschen Marinestützpunkte: Von Flensburg bis Memel“.
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Die Landorganisation der Ostsee).
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| Wegner, Günter |
„Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Hafenkommandanturen im Osten).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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