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| Dienststellung
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Gruppenkommandeur
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| Der Gruppenkommandeur war der taktische und disziplinarische Führer einer Fliegergruppe (bestehend aus meist drei bis vier Staffeln). Er unterstand dem Geschwaderkommodore oder – bei selbstständigen Küstenfliegergruppen – direkt dem Führer der See-Luftstreitkräfte. Im Bereich der Seefliegerkräfte wurde diese Position häufig mit Marineoffizieren besetzt, die zur Luftwaffe kommandiert worden waren (Beobachter-Laufbahn). Er trug die volle Verantwortung für die Einsatzbereitschaft, die Ausbildung und die operative Führung seiner fliegenden Einheiten bei Aufklärungs- und Bekämpfungseinsätzen über See.
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| Entstehung, Funktion und Aufgaben
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| Aufgaben: |
Taktische Einsatzleitung der Gruppe; Überwachung der Flugzeugklarstellung; Personalverantwortung; Koordination mit Marineleitstellen.
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| Dienstgrad: |
In der Regel Major oder Oberstleutnant (bzw. Korvettenkapitän/Fregattenkapitän bei Marine-Stammpersonal).
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| Standort: |
Führung des Gruppenstabes auf den Fliegerhorsten (z. B. List, Norderney, Bordeaux-Merignac, Stavanger).
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| Ende 1945: |
Mit der Auflösung der Luftwaffenstrukturen und der Einstellung des Flugbetriebs nach der Kapitulation beendet.
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| Spezifische Merkmale
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| Führung: |
Der Gruppenkommandeur führte seinen Verband häufig selbst als Flugzeugführer oder Beobachter bei Schwerpunkt-Einsätzen an.
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| Autonomie: |
Besonders bei Küstenflieger- und Fernaufklärungsgruppen besaß er eine hohe operative Eigenständigkeit bei der Durchführung von Seeüberwachungsflügen.
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| Stab: |
Unterstützung durch den Gruppenstab (Adjutant, Nachrichtenoffizier, Technischer Offizier, Navigationsoffizier).
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Fernaufklärung: |
Gruppenkommandeure der Fw 200-Einheiten (z. B. I./KG 40) koordinierten die weiträumige Suche nach Geleitzügen für die U-Boot-Rudel.
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| Lagebericht: |
Direkter Informationsaustausch mit dem BdU-Op (Operationsabteilung) zur zeitnahen Auswertung von Luftbeobachtungen.
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| Sicherung: |
Leitung von Einheiten zur U-Boot-Sicherung (Vorausaufklärung) in den gefährdeten Anlaufgebieten der Biskaya und des Nordmeeres.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RL 7 |
Luftwaffenkommando: Akten über die Stellenbesetzung und Gefechtsberichte der Gruppenkommandeure über See.
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Berichte über die taktische Zusammenarbeit mit den Kommandeuren der Küstenfliegerverbände.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Werdegänge mit der Verwendung als „Gruppenkommandeur“ in fliegenden Verbänden.
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| Literaturverweise
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| Dierich, Wolfgang |
„Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945“ (Systematik der Kommandeursstellen).
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Seeluftstreitkräfte).
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| Wegner, Günter |
„Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Marineoffiziere in Luftwaffenkontingenten).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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