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| Verband
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Friedrich-August-Batterie
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| Die Friedrich-August-Batterie (Marineküstenbatterie Friedrich August) war eine schwere Küstenartilleriestellung, deren Einsatzgeschichte beispielhaft für die strategische Verlegung von Festungskapazitäten von der Deutschen Bucht an den Atlantikwall ist. Sie diente als weitreichende Sperrwaffe zur Kontrolle strategischer See-Engpässe und zur Bekämpfung gegnerischer Flottenverbände.
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| Ursprung und Standort Wangerooge (bis 1940)
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| Funktion: |
Ursprünglich eine der wichtigsten Verteidigungsanlagen auf der Insel Wangerooge zur Sicherung der Ansteuerungswege zum Kriegshafen Wilhelmshaven.
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| Bewaffnung: |
Ausgestattet mit drei schweren 30,5-cm-Geschützen (ehemalige tschechische Skoda-Modelle), die durch Krupp für maritime Anforderungen modernisiert wurden.
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| Demontage: |
Im Jahr 1940 erfolgte der Abbau der schweren Geschütze auf Wangerooge, um die Batterie zur Verstärkung der besetzten Westgebiete an die Kanalküste zu verlegen.
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| Einsatz am Atlantikwall (1940–1944)
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| Standort: |
Neuaufstellung als Marineküstenbatterie (M.K.B.) Friedrich August bei Wimille, nördlich von Boulogne-sur-Mer (Frankreich).
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| Unterstellung: |
Die Batterie unterstand operativ der Marine-Artillerie-Abteilung 240.
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| Operationsradius: |
Reichweite von bis zu 50 Kilometern; regelmäßige Artillerieduelle über den Ärmelkanal mit Zielen im Raum Dover an der englischen Südostküste.
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| Bunkerbau: |
Nachträglicher Einbau der Geschütze in massive, zweistöckige Betonkasematten zum Schutz gegen die zunehmende alliierte Luftüberlegenheit.
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| Spezifische Merkmale & Kriegsende
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| Feuerleitung: |
Nutzung modernster optischer Entfernungsmessgeräte in Verbindung mit Funkmessortung (Radar) zur präzisen Zielerfassung auch bei Nebel oder Dunkelheit.
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| Munition: |
Lagerung schwerer panzerbrechender Granaten und Sprenggranaten in tief liegenden, bombensicheren Magazinen innerhalb der Batterieanlage.
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| Kapitulation: |
Beginn der kanadischen Angriffe am 18.09.1944; nach heftigen Kämpfen am Atlantikwall erfolgte die Kapitulation der Reste am 19.09.1944.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 45-V |
Unterlagen der Marine-Artillerie-Abteilungen im Bereich Kanalküste (Einsatzberichte M.K.B. Friedrich August).
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| BArch RM 7 / 2333 |
Seekriegsleitung: Berichte über den Einsatz schwerer Batterien am Ärmelkanal und Artillerieduelle mit Dover.
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| BArch RL 2-III |
Generalquartiermeister der Luftwaffe: Berichte über Luftangriffe auf schwere Küstenbatterien im Raum Boulogne.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel Marineküstenartillerie).
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| Harnack, Wolfgang |
"Die Verteidigung der Küsten" (Details zur Verlegung und zum Bunkerbau am Atlantikwall).
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| Rolf, Rudi |
"Der Atlantikwall: Bauten der deutschen Küstenbefestigungen 1940-1945" (Technische Dokumentation der Kasematten).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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