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| Standort
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Flugplatz Bremen-Neuenlanderfeld
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| Der Flugplatz Bremen-Neuenlanderfeld war während des Zweiten Weltkriegs ein strategisch bedeutender Luftwaffenstützpunkt und Industriestandort. Er diente als Werksflugplatz für die angrenzenden Focke-Wulf-Flugzeugwerke, in denen unter anderem die Fernaufklärer Fw 200 „Condor“ gefertigt und eingeflogen wurden. Neben der industriellen Nutzung war der Platz Basis für Jagdstaffeln der Reichsverteidigung sowie zeitweise für Einheiten der Seenotfluggruppen. Aufgrund seiner Bedeutung für die deutsche Luftrüstung und die Nähe zum U-Boot-Bau (AG Weser) war das Neuenlanderfeld häufiges Ziel schwerer alliierter Luftangriffe.
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| Entstehung, Funktion und Infrastruktur
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| Nutzung: |
Werksflugplatz der Focke-Wulf-Flugzeugbau GmbH; Einsatzhafen der Luftwaffe; ziviler Verkehrsflughafen (vor 1939).
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| Infrastruktur: |
Betonierte Start- und Landebahnen; weitläufige Montagehallen; Flak-Gürtel; unterirdische Tankanlagen.
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| Einheiten: |
Teile des Jagdgeschwaders 1 (JG 1) zur Sicherung der Deutschen Bucht; Seenotstaffeln; Erprobungskommandos.
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| Ende 1945: |
Besetzung durch britische und US-Truppen im April 1945; Nutzung als „Airfield R-28“ durch die Alliierten.
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| Spezifische Merkmale
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| Focke-Wulf: |
Zentrum der Entwicklung und Endmontage der Fw 200, dem wichtigsten Fernaufklärer zur Zusammenarbeit mit der U-Boot-Waffe.
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| Rüstung: |
Unmittelbare Nähe zu den Deschimag-Werften (AG Weser), was den Raum Bremen-Süd zu einem der am stärksten verteidigten Luftschutzbereiche machte.
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| Luftkrieg: |
Massive Zerstörungen der Werksanlagen und Rollfelder durch US-Bomberverbände (8. Air Force) ab 1943.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Fw 200 Condor: |
Von Neuenlanderfeld aus starteten die Maschinen zur Überführung an die Frontbasen (z.B. Bordeaux-Merignac) für die Atlantik-Fernaufklärung.
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| Luftschirm: |
Die hier stationierten Jäger flogen Schutzbegleitung für ein- und auslaufende U-Boote im Bereich der Wesermündung.
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| K-Verbände: |
In der Endphase des Krieges diente das Gelände als logistischer Umschlagplatz für Bauteile der Kleinst-U-Boote (Typ Seehund).
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RL 7 |
Luftwaffenkommando: Akten über die Belegung und den Ausbau des Flugplatzes Bremen-Neuenlanderfeld.
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Berichte über die Zusammenarbeit mit den Bremer Flugzeugwerken für die Fernaufklärung.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Werdegänge von Marine-Verbindungsoffizierenn am Standort Bremen.
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| Literaturverweise
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| Dierich, Wolfgang |
„Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945“ (Einsatzbasen in Norddeutschland).
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| Griehl, Manfred |
„Focke-Wulf: Flugzeuge und Projekte“ (Details zum Werk Neuenlanderfeld).
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| Wegner, Günter |
„Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Luftwaffenverbindung).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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