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| Datenblatt
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Dampfer Edith
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| Der Dampfer Edith war ein ehemaliges estnisches Frachtschiff, das von der Kriegsmarine requiriert und primär als Transportschiff sowie zeitweise als Zielschiff für die U-Boot-Ausbildung in der Ostsee eingesetzt wurde. Die Edith diente der Kriegsmarine als logistisches Hilfsschiff; sie war in die Sicherungs- und Ausbildungsstruktur der Ostsee eingegliedert und unterstützte die U-Boot-Flottillen bei Materialtransporten und praktischen Übungen.
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| Historischer Kontext & Technische Daten
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| Herkunft: Das Schiff wurde 1911 bei der Werft W. Harkess & Son in Middlesbrough (UK) gebaut und fuhr vor dem Krieg unter estnischer Flagge.
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| Kriegseinsatz: Nach der Besetzung des Baltikums wurde das Schiff durch die Kriegsmarine übernommen. Mit einer Vermessung von ca. 1.478 BRT war es ein kleinerer, aber robuster Frachter, der ideal für den küstennahen Verkehr geeignet war.
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| Aufgaben: Die Edith wurde der 25. Unterseebootsflottille (einer Ausbildungsflottille) in Libau und Danzig zugeordnet. Dort diente sie als Zielschiff für Torpedo- und Angriffsübungen sowie für den Transport von Ersatzteilen und Proviant zwischen den Stützpunkten.
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| Funktion: Während ihrer Zeit als Seeoffiziersanwärter (vor der Beförderung zum Fähnrich) wurden die Rekruten der Crews 39, 40 und 41 häufig auf kleinere Hilfsschiffe und Dampfer kommandiert.
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| Inhalte: An Bord der Edith absolvierten die Anwärter ihren praktischen Borddienst. Dazu gehörten Rudergänger- und Ausguckdienst, die Instandhaltung des Schiffes sowie erste navigatorische Übungen (Peilen, Loggen).
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| Status: Die Edith bot aufgrund ihrer überschaubaren Größe und der Einsätze in der Ostsee ein ideales Umfeld, um die Anwärter an den harten Bordalltag zu gewöhnen, bevor sie auf die größeren Schulschiffe oder Frontausbildungsverbände versetzt wurden.
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| Ende: Das Schiff überstand den Krieg und wurde nach 1945 als Reparation an die Sowjetunion übergeben (später umbenannt in Neman).
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Ausbildungsobjekt: Für junge Kommandanten (wie etwa Angehörige der Crew 39) war die Edith ein vertrautes Bild in der Danziger Bucht, da sie regelmäßig als simuliertes Handelsziel für Angriffe bei Tag und Nacht fungierte.
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| Stützpunktlogistik: Ohne die ständigen Pendelfahrten kleinerer Dampfer wie der Edith wäre die Versorgung der abgelegenen Ausbildungsstützpunkte im Osten (Libau, Memel) mit schwerem Material kaum möglich gewesen.
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| Vorauslese: Viele spätere U-Boot-Kommandanten begannen ihre maritime Laufbahn auf solchen Hilfsschiffen. Die Beurteilungen der Kommandanten dieser Dampfer waren entscheidend für die weitere Laufbahnplanung der Anwärter.
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| Nautische Basis: Die auf der Edith erlernten handwerklichen Grundlagen bildeten das Fundament für die spätere spezialisierte U-Bootsausbildung.
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| Personalhistorische Einordnung: In den Stammrollen (BArch RM 121/642) markiert die Einschiffung auf der Edith oft den ersten echten „Bordstempel“ in der Vita eines jungen Seeoffiziers.
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| Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 121 / 642 |
Personalstammrollen der Marinestation der Ostsee mit Nachweisen über die Einschiffung von S.O.A. auf Hilfsschiffen.
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| BArch RM 3 / 1024 |
Dienstvorschriften über die praktische Bordausbildung der Seeoffiziersanwärter (1939–1945).
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| BArch RM 20 / 1215 |
Akten der Inspektion des Unterseebootwesens zur Nutzung von Begleitschiffen für Ausbildungszwecke.
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| Literaturverweise
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| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H.: |
Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Band III, Kapitel zur Offiziersausbildung).
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| Gröner, Erich: |
Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945 (Band 4: Hilfsschiffe und deren Verwendung im Ausbildungsdienst).
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| Rössler, Eberhard: |
Geschichte des deutschen U-Bootbaus (Kontext zur personellen Vorbildung der U-Boot-Besatzungen).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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