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| Ausbildung
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Ausbildungskompanie / Sperrkommando Kiel
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| Die Ausbildungskompanie des Sperrkommandos Kiel war eine hochspezialisierte Einheit zur fachlichen Unterweisung im Umgang mit Seeminen und Sperrwaffen. Sie bildete das personelle Fundament für die Minensuch- und Sperrverbände der Ostseestation und sicherte die technische Qualifikation im Umgang mit hochempfindlichen Zündmechanismen und komplexen Verankerungssystemen.
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| Historischer Kontext & Organisation
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| Standort: |
Kiel-Friedrichsort; Nutzung der dortigen technischen Werkstätten und des direkten Zugangs zur Kieler Förde für Realübungen an schweren Sperrwaffen.
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| Unterstellung: |
Fachlich der Inspektion der Sperrwaffen; truppendienstlich dem Kommandanten im Abschnitt Kiel zugeordnet.
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| Ausbildungsprofil: |
Handhabung von Ankertaumminen, Magnetminen und akustischen Sperrwaffen. Schulung in Sprengtechnik zur Vernichtung von Blindgängern sowie Wartung von Räumgeräten (z. B. Ottern).
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| Kriegsende: |
Mai 1945: Einbindung in die Verteidigung der „Festung Kiel“. Nach der Kapitulation Übernahme des Personals in den Deutschen Minenräumdienst (G.M.S.A.) zur Säuberung der Belte.
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| Spezifische Merkmale & Spezialisierung
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| Zünder-Justierung: |
Intensiver Drill an den hochempfindlichen mechanischen und elektrischen Zündern der Einheitsminen (EM). Präzision war hier Voraussetzung für die eigene Sicherheit.
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| Kampfschwimmer-Abwehr: |
In der Spätphase 1944/45 Ausbildung spezifischer Wachkontingente zur Abwehr feindlicher Kampfschwimmer und Kleinst-U-Boote im Kieler Hafengebiet.
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| M.E.S.-Schulung: |
Unterweisung im Betrieb von Marine-Eigen-Schutzanlagen (Entmagnetisierung), um die Gefährdung eigener Schiffe durch Magnetminen zu minimieren.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Spezialisten-Pool: |
Ausbildung der Sperrwaffenmaate für U-Boote der Typen VII D und X B zur Wartung und zum korrekten Ausstoß der Minenfracht aus den Schächten.
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| Auslaufwege: |
Bereitstellung des Personals für die systematische Minenüberwachung der Kieler Förde, um die sichere Passage der 5. U-Flottille und der Werft-Neubauten zu garantieren.
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| Minenabwehr-Lehre: |
Einweisung angehender Wachoffiziere in die Wirkungsweise alliierter Minentypen zur korrekten Risikoeinschätzung bei Durchquerung gefährdeter dänischer Gewässer.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 20 / 1066 |
Akten der Inspektion der Sperrwaffen (Ausbildungsgänge und Richtlinien für das Sperrkommando Kiel).
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| BArch RM 123 |
Akten der Marineschulen (Enthält Berichte über die fachliche Unterweisung des Sperrpersonals).
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| BArch RM 41 |
Unterlagen des Kommandanten im Abschnitt Kiel (Einbindung des Sperrkommandos in die Küstenverteidigung).
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Sperrwaffenverbände).
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| Hildebrand, Hans H. |
"Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
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| Ruge, Friedrich |
"Im Küstenvorfeld: Minensuchen, Geleitleiten, Vorpostenbootdienst" (Technische Bedeutung der Sperrwaffenausbildung).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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