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Ausbildungsabteilung der 5. Zerstörerdivision

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Verband Ausbildungsabteilung (5. Zerstörerdivision)
Die Ausbildungsabteilung der 5. Zerstörerdivision war eine spezialisierte Ausbildungseinheit zur personellen Ergänzung und Fachschulung der Zerstörerwaffe. Sie wurde im Zuge der Aufstellung der 5. Zerstörerdivision formiert, um den hohen Bedarf an qualifiziertem Personal für die neuen Einheiten (insbes. Typ 1936A/Mob) zu decken. Die Abteilung koordinierte die bordpraktische Einweisung der Rekruten und Unteroffizieranwärter, die Ausbildung an den spezifischen Waffensystemen (Artillerie, Torpedos, Funkmess) sowie die Baubelehrungen für die in Indienststellung befindlichen Zerstörer. Sie unterstand truppendienstlich dem Chef der 5. Zerstörerdivision.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Im Verbund mit der 5. Zerstörerdivision (ca. 1941/42); Sitz des Stabes meist in den Heimatstützpunkten (Kiel/Swinemünde).
Aufgabe: Durchführung von Fachlehrgängen für das Zerstörer-Personal; Organisation der Baubelehrungen; Truppendienstliche Führung der Stammbesatzungen.
Standorte: Mobile Ausbildungsgruppen in den Werfthäfen (Bremen, Hamburg) sowie an den Marineschulen der Ostsee.
Ende 1945: Mit der Auflösung der Zerstörerflottillen und der Kapitulation im Mai 1945 beendet.
Spezifische Merkmale
Fachdrille: Intensives Training an den 15-cm-Geschützen und den komplexen Maschinenanlagen der Zerstörer unter Kriegsbedingungen.
Koordination: Enge Verzahnung mit dem Führer der Zerstörer (FdZ) zur zeitgerechten Bereitstellung voll ausgebildeter Besatzungsstämme.
Personal: Besetzung durch erfahrene Zerstörer-Offiziere und Obermeister als Lehroffiziere und Ausbilder.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
U-Abwehr: Die Ausbildung im Bereich der Wasserbomben-Abwurfgeräte und des S-Geräts (Ortung) war für das Zusammenwirken mit U-Booten essenziell.
Personaltransfer: Zahlreiche Seeoffiziere wechselten nach ihrer Dienstzeit in der Zerstörer-Ausbildungsabteilung zur U-Boot-Waffe für spezialisierte Kommandos.
Wegesicherung: Die von dieser Abteilung geschulten Zerstörer-Besatzungen sicherten die Auslaufwege der U-Boote in der Biskaya und im Nordmeer.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 71 Zerstörerflottillen: Akten über die Organisation der Ausbildungsabteilungen und Besatzungslisten der 5. Zerstörerdivision.
BArch RM 121 Marinelehrgänge und Schulen: Unterlagen zur Fachausbildung der Zerstörer-Laufbahnen.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit dem Nachweis der Dienstzeit in der „Ausbildungsabteilung der 5. Zerstörerdivision“.
Literaturverweise
Koop / Schmolke „Die deutschen Zerstörer 1935–1945: Entwicklung, Einsatz, Verbleib“.
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel: Die Zerstörerwaffe).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Zerstörerverbände).
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