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| Verband
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Admiral Nordmeer
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| Die Dienststellung des Admirals Nordmeer wurde im Oktober 1941 durch die Umbenennung des bisherigen Befehlshabers der Kreuzer als vorgeschobene Dienststelle des Marinegruppenkommandos Nord geschaffen. Seine Aufgabe war die Durchführung der Aufgaben der Kriegsmarine im nordnorwegischen Raum nach Weisung des Kommandierenden Admirals Norwegen sowie die Zusammenarbeit mit den dort eingesetzten Führungsstellen des Heeres und der Luftwaffe. Im Detail beinhaltete dies den Angriff auf die feindliche Zufuhr, den Schutz der eigenen Küstentransporte sowie Minenaufgaben zum Schutz der Küste und Häfen.
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| Entstehung, Funktion und Ende
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| Aufstellung: |
Im Oktober 1941 durch Umbenennung des Befehlshabers der Kreuzer formiert. Im März 1942 erfolgte eine Neudefinition der Aufgaben zur selbstständigen Bekämpfung des Geleitzugverkehrs östlich des Nordkaps mit M- und S-Booten.
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| Standort: |
Der Stab befand sich bis Mai 1942 auf der TANGA in Kirkenes, anschließend auf dem Aviso Grille in Narvik. Diese dienten als schwimmende Kommandozentralen für die Operationen im Eismeer.
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| Technik: |
Operative Führung der zur Verfügung gestellten Kräfte, vornehmlich Minensuchboote und Schnellboote. Ab März 1944 wurde der Stab verkleinert und mit dem Stab des Führers der Unterseeboote Norwegen vereinigt.
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| Ende 1944: |
Die Dienststelle wurde zum 04.06.1944 offiziell aufgelöst, nachdem die operative Führung im norwegischen Raum zunehmend direkt durch das Marinegruppenkommando Nord übernommen wurde.
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| Spezifische Merkmale & Sicherung
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| Einsatzgebiet: |
Schwerpunkt der Operationen lag im nordnorwegischen Raum und den Gewässern östlich des Nordkaps zur Störung der alliierten Zufuhrwege nach Murmansk.
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| Reorganisation: |
Zum 01.03.1943 erfolgte eine grundlegende Umorganisation der Kriegsmarine im Nordraum, um die operative Führung effizienter unter dem Marinegruppenkommando Nord zu bündeln.
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| Küstensicherung: |
Trotz der ursprünglichen Zuweisung verblieb die Steuerung der eigenen Küstentransporte in der Praxis beim Admiral Polarküste, während sich Nordmeer auf offensive Aufgaben konzentrierte.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Stabsgemeinschaft: |
Durch die Vereinigung mit dem Stab des Führers der Unterseeboote (F.d.U.) Norwegen im März 1944 wurde eine enge taktische Abstimmung zwischen Überwasser- und Unterwasserstreitkräften erreicht.
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| Aufklärung: |
Die Einheiten des Admirals Nordmeer lieferten durch ihre Vorposten- und Sicherungsfahrten wertvolle Feindlageberichte für die im Nordmeer operierenden U-Boot-Gruppen.
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| Stützpunktlogistik: |
Die Sicherung der Häfen Kirkenes und Narvik durch die Kräfte des Admirals Nordmeer war Voraussetzung für die operative Nutzung dieser Basen durch die Front-U-Boote.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 36 |
Akten der Dienststelle Admiral Nordmeer (Kriegstagebücher und operative Befehlsschriften für den Nordraum).
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| BArch RM 61-II |
Marinegruppenkommando Nord: Unterlagen zur Umorganisation und taktischen Führung der Verbände in Norwegen.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über die Stabsbesetzung auf der TANGA und der Grille unter dem Kommando des Admirals Nordmeer.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band I, Kapitel Organisation der Dienststellen in Norwegen).
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| Brennecke, Jochen |
"Eismeer-Saga" (Details zu den Operationen gegen die Nordmeer-Geleitzüge und die Rolle der Führungsstäbe).
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| Hümmelchen, Gerhard |
"Die deutschen Schnellboote im Zweiten Weltkrieg" (Einsatz der S-Boote unter dem Admiral Nordmeer).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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