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| Verband
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79. Marine-Infanterieregiment
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| Das 79. Marine-Infanterieregiment wurde im Frühjahr 1919 im Zuge der Neuordnung der Landstreitkräfte der Vorläufigen Reichsmarine formiert. Es entstand primär aus Personal der ehemaligen Marine-Divisionen des Ersten Weltkriegs, die nach der Demobilisierung der Fronttruppen zur Sicherung der Küstengebiete und der großen Marinestationen herangezogen wurden. Das Regiment diente als Ordnungsmacht zur Unterbindung revolutionärer Unruhen in den Garnisonen und zur Grenzsicherung. Es bildete eine wichtige personelle Brücke zwischen den kaiserlichen Marine-Infanterieverbänden und den späteren Stammabteilungen der Reichsmarine.
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| Entstehung, Funktion und Aufgaben
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| Aufstellung: |
Februar/März 1919; gebildet aus Rückkehrern des Marinekorps Flandern und der Matrosen-Divisionen.
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| Aufgabe: |
Sicherung der Marine-Garnisonen (insbes. im Bereich der Nordsee); Objektschutz der Arsenale; Aufrechterhaltung der militärischen Disziplin.
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| Standort: |
Stationiert vorwiegend im Bereich der Marinestation der Nordsee (Wilhelmshaven/Wesermünde).
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| Ende 1920: |
Auflösung im Zuge der Konsolidierung der Reichswehr-Strukturen und der personellen Reduzierung.
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| Spezifische Merkmale
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| Kader: |
Das Regiment bestand aus kriegserfahrenen Soldaten, die den militärischen Drill der Vorkriegszeit gegenüber dem Rätesystem bewahrten.
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| Ausrüstung: |
Infanteristische Standardbewaffnung der ehemaligen Marine-Infanterie; Nutzung von Feldgrau-Uniformen mit Marine-Abzeichen.
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| Einsatz: |
Verwendung als mobile Reserve zur schnellen Verlegung in Unruheherde innerhalb der norddeutschen Küstenstädte.
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| Relevanz für die spätere U-Boot-Waffe
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| Kadererhalt: |
Sicherung des Fortbestands eines professionellen Unteroffizierkorps, das später in die technischen Laufbahnen der U-Boot-Waffe wechselte.
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| Ausbildung: |
Die im Regiment gepflegten infanteristischen Härten dienten als Vorbild für die Grundausbildung der späteren Marine-Stammabteilungen.
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| Tradition: |
Bewahrung der Identität der Marine-Infanterie („Seesoldaten“), die als Elitedenken auch in die U-Boot-Waffe einfloß.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 54 |
Vorläufige Reichsmarine: Akten über die Bildung der Marine-Infanterieregimenter und Sicherungsverbände 1919.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Werdegänge mit Dienstzeitnachweisen im „79. Marine-Infanterieregiment“.
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| BArch RM 2 |
Admiralstab: Berichte über die personelle Lage und die Disziplin in den Landverbänden der Marine.
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| Literaturverweise
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| Hildebrand, Hans |
„Die deutsche Marine - Eine illustrierte Geschichte“ (Details zur Phase der Vorläufigen Reichsmarine).
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| Schulze-Wegener, G. |
„Die deutsche Kriegsmarine“ (Kapitel: Der Übergang zur Reichsmarine).
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| Wegner, Günter |
„Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Übergangsregimenter).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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