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| Verband
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59. Vorpostenflottille
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| Die 59. Vorpostenflottille fungierte als die „nördlichste Versicherung“ der U-Boot-Waffe im polaren Einsatzraum. Als spezialisierter Sicherungsverband der Kriegsmarine schützte sie die Flanken der Eismeer-Stützpunkte und gewährleistete die personelle sowie materielle Logistik unter extremen klimatischen Bedingungen. Ihre robusten Einheiten bildeten das Rückgrat der Küstensicherung an der norwegischen Polarküste bis hin zur unmittelbaren Frontnähe.
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| Entstehung, Struktur und Standorte
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| Historischer Kontext: |
Reine Kriegsaufstellung ab Dezember 1940; keine Traditionslinien zur Kaiserlichen Marine oder Reichsmarine vorhanden.
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| Aufstellung: |
Formierung infolge der schwierigen Requirierung und Umrüstung norwegischer Walfangboote (V 5901–V 5911) für den bewaffneten Dienst im arktischen Raum.
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| Zusammensetzung: |
Kern aus umgebauten Walfängern, später ergänzt durch deutsche Fischdampfer und Fährprähme zur Sicherstellung des Küstennachschubs.
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| Standorte: |
Tromsø (12.1940–01.1943); Hammerfest als vorgeschobene Basis (01.1943–03.1944); Sandnessjøen (03.1944–12.1944).
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| Ende 1944: |
Auflösung im Dezember 1944; Eingliederung des verbliebenen Personals und der schwimmenden Einheiten in die 61. Vorpostenflottille.
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| Spezifische Merkmale & Sicherungsdienst
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| Arktis-Einsatz: |
Navigation und Gefechtsdienst unter extremen Bedingungen (Polarnacht, Vereisung); operative Unterstellung beim Küstensicherungsverband norwegische Polarküste.
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| U-Jagd-Patrouillen: |
Systematische Überwachung der Fjorde gegen britische U-Boote, die gezielte Angriffe auf auslaufende deutsche U-Boote und Versorgungsschiffe planten.
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| Geleitschutz: |
Absicherung der unverzichtbaren Tanker und Munitionsschiffe zur Versorgung der U-Boot-Basen im hohen Norden (z. B. Kirkenes).
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Flankensicherung: |
Schutz der Ein- und Auslaufwege für die im Nordmeer operierenden Frontboote gegen feindliche Überwasser- und Unterwasserangriffe.
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| Seenotdienst: |
Aktive Unterstützung bei der Suche und Bergung von U-Boot-Besatzungen nach Havarien oder Feindeinwirkung in den polaren Gewässern.
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| Logistikkette: |
Sicherstellung des freien Seewegs für Ersatzteil- und Proviantlieferungen, ohne die ein dauerhafter U-Boot-Krieg im Eismeer unmöglich gewesen wäre.
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| Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 106/501-506 |
Flottillen der Sicherungsstreitkräfte: Kriegstagebücher (KTB) der 59. Vorpostenflottille mit detaillierten Einsatzberichten.
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| BArch RM 45-III |
Befehlshaber der Sicherung Polarküste: Operative Einsatzbefehle und Berichte zur Lage an der norwegischen Nordflanke.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Werdegänge von Marineangehörigen mit Dienstzeiten in den polaren Vorpostenverbänden.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zur Sicherung der norwegischen Gewässer).
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| Harnack, Wolfgang |
"Die Verteidigung der Küsten" (Details zur taktischen Gliederung der Sicherungsverbände im Nordraum).
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| Gröner, Erich |
"Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Technische Daten der requirierten Walfangboote und Fischdampfer).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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