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| Verband
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5. Zerstörerdivision (5. Z-Div)
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| Die 5. Zerstörerdivision (5. Z-Div) war eine kurzlebige, aber für die U-Boot-Waffe personell bedeutsame Einheit der Vorkriegszeit. Sie diente als wichtige Ausbildungsschmiede auf modernsten Einheiten des Typs 1934 A. In der Phase 1937/38 wurden hier die taktischen Grundlagen für das Zusammenwirken von Überwasserstreitkräften und U-Booten erprobt, bevor die Division im Zuge einer Umstrukturierung der Zerstörerkräfte aufgelöst wurde.
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| Historische Entwicklung und Standorte
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| Aufstellung: |
Formiert im Herbst 1937 kurz nach der Aufstellung der 1. Division zur Erweiterung der operativen Zerstörerkapazitäten der Kriegsmarine.
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| Zusammensetzung: |
Bestand gemäß den Zuweisungen des O.K.M. aus den Zerstörern des Typs 1934 A: Z 17 "Diether von Roeder", Z 18 "Hans Lüdemann" und Z 19 "Hermann Künne".
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| Umgliederung: |
Auflösung zum 01.11.1938 (Verfügung vom 26.10.1938); Verschmelzung mit der 6. Division zur neu geschaffenen 4. Zerstörerflottille.
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| Verbleib: |
Die Schiffe der ehemaligen 5. Division (außer Z 10) kamen später fast geschlossen in der 3. Zerstörerflottille beim Unternehmen Weserübung (Narvik) zum Einsatz.
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| Spezifische Merkmale & Ausbildung
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| Taktik-Schule: |
Vermittlung von Expertise in der Hochgeschwindigkeits-Navigation und Torpedotaktik, die später als Basis für offensive U-Boot-Einsätze diente.
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| Geleitdienst: |
Durchführung der ersten gemeinsamen Manöver mit der U-Boot-Flottille „Weddigen“ zur Erprobung der operativen Kooperation zwischen den Waffengattungen.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Kommandantenschule: |
Offiziere der Crews 36 und 37a, die später in der U-Boot-Waffe Karriere machten, dienten auf Einheiten wie Z 10 und Z 11 als Wachoffiziere.
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| Personaltransfer: |
Nach den massiven Verlusten bei Narvik (April 1940) wechselte ein erheblicher Teil des hochqualifizierten technischen Personals (Ingenieuroffiziere) zur U-Boot-Waffe.
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| Technischer Standard: |
Die Ausbildung an den komplexen Hochdruck-Heißdampfanlagen der Zerstörer qualifizierte das Personal direkt für anspruchsvolle Aufgaben als Leitende Ingenieure (LI) auf U-Booten.
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| Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 10 |
Führer der Zerstörer: Kriegstagebücher (KTB) der Boote Z 9 bis Z 11 aus der aktiven Divisionszeit (1937–1938).
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Werdegänge von U-Boot-Kommandanten mit dem Vermerk „Wachoffizier 5. Z-Div“ in ihren militärischen Stammrollen.
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| BArch RM 6 |
Oberkommando der Kriegsmarine (O.K.M.): Dokumentiert die Aufstellungsbefehle von 1937 und die Umgliederungsverfügung vom 26.10.1938.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
"Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band I, Kapitel zur Organisation der Zerstörerkräfte und Stellenbesetzungen).
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| Koop / Schmolke |
"Die deutschen Zerstörer 1935–1945" (Technische Details und Einsatzchroniken der Divisionen).
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| Hildebrand, Hans H. |
"Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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