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| Verband
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5. Räumbootsflottille
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| Die 5. Räumbootsflottille war ein spezialisierter Verband der Sicherungsstreitkräfte, der im August 1939 aus Beständen der Minenräum-Schulen formiert wurde. Nach ersten Einsätzen in der Ostsee und im Finnenbusen verlagerte sich der Tätigkeitsschwerpunkt der Flottille nach Nord-Norwegen. Dort sicherte der Verband über Jahre hinweg die lebenswichtigen Nachschubwege im Eismeer und schützte die Küstengewässer gegen feindliche Minenunternehmungen sowie See- und Luftangriffe. Die Flottille zeichnete sich durch eine hohe Ausdauer unter den extremen klimatischen Bedingungen des Nordraums aus.
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| Entstehung, Funktion und Ende
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| Aufstellung: |
Aufgestellt ab August 1939 gemäß Mobilisierungsplan mit kleinen Booten aus den Minenräum-Schulen. Zunächst dem Befehlshaber der Sicherung der Ostsee, ab Mitte September dem Führer der Minensuchboote Ost unterstellt.
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| Standort: |
1939–1940 Ostsee; ab Anfang 1941 Stationierung in Nord-Norwegen. Nach einem Einsatz im Finnenbusen Mitte 1941 verlegte der Verband Ende 1941 endgültig zurück nach Nord-Norwegen.
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| Technik: |
Anfänglich mit kleinen Booten ausgerüstet; ab Mai 1941 Zuweisung großer R-Boote, während das alte Material zur Bildung der 6. R-Flottille ins Schwarze Meer abgegeben wurde.
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| Ende 1945: |
Die Flottille operierte bis Kriegsende im norwegischen Nordraum und wurde nach der Gesamtkapitulation im Mai 1945 aufgelöst.
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| Operationen
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| 1939 - 1940: |
Sicherungs- und Minenräumdienst in der Ostsee.
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| 1940 - 1941: |
Erste Verlegung und Einsatz in Nord-Norwegen.
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| 1941: |
Einsatz im Finnenbusen zur Unterstützung der Flanken der Ostfront.
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| 1941 - 1945: |
Langfristiger Einsatz im norwegischen Küstenvorfeld und im Eismeer.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Flankenschutz: |
Die Flottille sicherte die Transitwege der im Nordmeer operierenden U-Boote (z.B. 11. und 13. U-Flottille) gegen alliierte Minensperren und Schnellboote.
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| Stützpunktsicherung: |
Schutz der nordnorwegischen Häfen und Fjorde, die als wichtige Absprungbasen für den U-Boot-Krieg gegen die Eismeer-Konvois dienten.
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| Geleitschutz: |
Begleitung von Versorgungsschiffen, die Treibstoff und Munition für die U-Boot-Basen im hohen Norden transportierten.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 61-II |
Befehlshaber der Sicherung: Akten über die operative Gliederung und Einsatzberichte der Räumbootsflottillen im Nordraum.
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| BArch RM 7 |
Seekriegsleitung: Berichte über die strategische Lage in Norwegen und den Einsatz der R-Boote im Eismeer.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über Flottillenchefs und das Fachpersonal der 5. Räumbootsflottille.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Sicherungsstreitkräfte: Räumbootsflottillen).
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| Lenton, H. T. |
„German Warships of the Second World War“ (Technische Details und Einsatzgeschichte der R-Boote).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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