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| Verband
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1. Schiffsstammregiment
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| Das 1. Schiffsstammregiment in Stralsund war eine übergeordnete Führungsebene für die dort stationierten Schiffsstammabteilungen (S.S.A.). Es existierte in zwei Hauptphasen: Zunächst im Frühjahr 1939 (März bis Juni) zur Koordination der massiven personellen Expansion vor Kriegsbeginn, und erneut ab Januar 1944 zur Bündelung der Ausbildungskapazitäten in der Marinestation der Ostsee. Das Regiment unterstand dem 2. Admiral der Ostsee (B.S.O.) und war für die einheitliche infanteristische und seemännische Grundausbildung tausender Rekruten in den Kasernen Schwedenschanze und Dänholm verantwortlich.
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| Entstehung, Funktion und Phasen
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| Vorkrieg 1939: |
Kurzzeitige Formierung (nachgewiesen März–Juni 1939) zur Steuerung der Rekrutenjahrgänge für das Flottenbauprogramm.
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| Neuaufstellung: |
01.01.1944; Zusammenfassung der 1., 3. und 5. Schiffsstammabteilung unter einem Regimentsstab.
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| Aufgabe: |
Führung der Abteilungen; Standardisierung der Ausbildung; Personalersatzwesen; militärische Erziehung; Standortverteidigung.
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| Ende 1945: |
Auflösung im April 1945; Einsatz des Personals in Marine-Schützen-Bataillonen zur Verteidigung der Oder-Linie.
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| Spezifische Merkmale und Stabsarbeit
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| Adjutantur: |
Der Regimentsadjutant (nachgewiesen 1939) koordinierte den Dienstschriftverkehr und die personelle Führung des Offiziers- und Stammpersonals.
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| Ausbildung: |
Sicherstellung des „Marineschliffs“ durch Exerzierdienst, Geländeaubildung und seemännische Basisschulung.
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| Infrastruktur: |
Nutzung der strategisch wichtigen Garnison Stralsund als Tor zur Ostsee für die Rekrutenschleusen der Marine.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Kaderbildung: |
Die 1939 geschulten Soldaten bildeten die Frontbesatzungen bei Kriegsausbruch; 1944/45 stellte das Regiment den Ersatz für die neuen Typen (XXI/XXIII).
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| Selektion: |
In den unterstellten Abteilungen erfolgte die erste fachliche Sichtung der Freiwilligen für die U-Boot-Sonderlaufbahnen.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Werdegänge mit Nachweisen als „Adjutant“ (1939) oder „Stabsoffizier“ (1944) im 1. Schiffsstammregiment.
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| BArch RM 121 |
Marinelehrgänge und Stammabteilungen: Akten über die Regimentsstrukturen 1939 und 1944.
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| BArch RM 112 |
Marinestation der Ostsee: Unterlagen zur Standortverwaltung in Stralsund.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Die Stammverbände).
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| Wegner, Günter |
„Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Regimentsstäbe).
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| Koop / Schmolke |
„Die deutschen Marinestützpunkte: Von Flensburg bis Memel“.
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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