Aktionen

Segelstabsoffizier

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Version vom 13. März 2026, 08:21 Uhr von Andreas (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center" |- | || colspan="3" | {| class="wikitable…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Dienststellung Segelstabsoffizier
Der Segelstabsoffizier war eine spezialisierte Dienststellung innerhalb der Ausbildungsorganisation der Kriegsmarine, primär an den Marineschulen (z. B. Mürwik). Er war verantwortlich für die Planung, Durchführung und Überwachung der segelsportlichen Ausbildung der Offizieranwärter. Seine Aufgabe bestand darin, durch den Dienst auf Segelschulschiffen und Jachten die nautische Intuition, das Verständnis für Wind und Wetter sowie die körperliche Gewandtheit und den Teamgeist der Kadetten zu fördern. Er verwaltete den schuleigenen Bootspark und koordinierte Segelwettbewerbe sowie Ausbildungsreisen unter Segeln.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Feste Dienststellung im Stab der Marineschulen und Inspektionen.
Aufgabe: Leitung der Segelausbildung; Wartung der Segelfahrzeuge; Regattawesen.
Unterstellung: Kommandeur der Marineschule; fachlich der Inspektion des Bildungswesens.
Ende 1945: Mai 1945; Einstellung des Schulbetriebs und Beschlagnahme der Segelfahrzeuge.
Spezifische Merkmale
Personal: Besetzung durch erfahrene Seeoffiziere mit hoher segelsportlicher Qualifikation.
Fokus: Vermittlung traditioneller Seemannschaft als Basis für den modernen Dienst.
Standorte: Vornehmlich Flensburg-Mürwik (Kieler Förde) und Laboe.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Charakter: Die Segelausbildung galt als essenziell für die Charakterbildung künftiger U-Boot-Kommandanten.
Nautik: Schulung des „Augenmaßes“ und der Wetterbeurteilung für den Brückendienst auf U-Booten.
Tradition: Viele spätere U-Boot-Asse waren aktive Regattasegler unter Anleitung des Segelstabsoffiziers.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 Marinelehrgänge: Akten über die Segelausbildung an den Marineschulen.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit der Dienststellung „Segelstabsoffizier“.
BArch RM 8 Marinepersonalamt: Bestimmungen über die sportliche Ausbildung der Offiziere.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II: Ausbildung).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“.
Busch / Röll „Der U-Boot-Krieg 1939–1945“ (Band 2: Personalien).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132