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1. Seenotgruppe

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Verband 1. Seenotgruppe
Die 1. Seenotgruppe wurde nach der Besetzung der französischen Atlantikküste im Sommer 1940 im Raum Brest formiert. Sie unterstand truppendienstlich dem Seenotdienstführer (SNDF) West der Luftwaffe und taktisch dem Marinegruppenkommando West. Der Verband verfügte über Seenotflugzeuge (He 59, Do 18, später He 115) und Seenotrettungsboote. Hauptaufgabe war die Rettung von in Seenot geratenen Flugzeugbesatzungen sowie die Bergung von Marineangehörigen im Seegebiet vor der Bretagne und der Biskaya. Brest diente dabei als zentraler Stützpunkt zur Überwachung der Ein- und Auslaufwege der Atlantikflotte.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Juli 1940; Stationierung am Seefliegerhorst Lanvéoc-Poulmic (Brest).
Aufgabe: Seenotrettung aus der Luft und zu Wasser; Bergung von Verwundeten; Suche nach Schiffbrüchigen; Kurierflüge.
Ausrüstung: Heinkel He 59 (Doppeldecker), Dornier Do 24 (Flugboot), Seenotrettungsboote (FL.B-Serie).
Ende 1944: Auflösung bzw. Verlegung im August 1944 nach der Einschließung der Festung Brest durch US-Truppen.
Spezifische Merkmale
International: Die Rettungsflugzeuge trugen zu Kriegsbeginn oft weiße Anstriche und das Rote Kreuz, was jedoch nach britischen Angriffen auf Tarnanstrich geändert wurde.
Lanvéoc-Poulmic: Strategisch ideal gelegener Flugplatz direkt an der Rade de Brest für schnellen Zugriff auf die Biskaya-Routen.
Koordination: Enge Funkverbindung zu den Küstenfunkstellen der Marine zur sofortigen Einleitung von Sucheinsätzen nach Notrufen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Biskaya-Schutz: Die 1. Seenotgruppe war lebenswichtig für die Rettung von U-Boot-Männern nach Luftangriffen in den gefährdeten Anlaufsektoren von Brest.
Bergung: Zahlreiche Besatzungen von beschädigten Booten (z. B. nach Wasserbomben-Treffern) verdankten ihre Rettung den Flugbooten dieser Gruppe.
Sichtung: Gelegentliche Unterstützung bei der Ortung von treibenden Rettungsflößen oder Trümmerfeldern zur Identifizierung vermisster Einheiten.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RL 8 Seenotdienst der Luftwaffe: Akten über die Gliederung und Einsatzberichte der Seenotgruppen im Westen.
BArch RM 35-III Marineoberkommando West: Berichte über die Bergungshilfe durch die 1. Seenotgruppe.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge von Seenotfliegern mit Dienstzeiten am Standort Brest.
Literaturverweise
Dierich, Wolfgang „Die Verbände der Luftwaffe 1935–1945“ (Details zum Seenotdienst).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Zusammenarbeit mit dem Seenotdienst).
Born, Karl „Rettung zwischen den Fronten: Der Seenotdienst der deutschen Luftwaffe“.
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