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Gauehrenabzeichen des Reichsgaues Wartheland

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Auszeichnung Gauehrenabzeichen des Reichsgaues Wartheland
Das Gauehrenabzeichen des Reichsgaues Wartheland wurde nach der Angliederung des ehemals polnischen Gebiets (Posen/Warthegau) im Jahr 1939 durch Gauleiter Arthur Greiser gestiftet. Es diente der Ehrung von Personen, die sich im Rahmen der volksdeutschen Bewegung oder während der Kampfzeit vor 1939 um das Deutschtum in diesem Raum verdient gemacht hatten. Als parteiamtliche Auszeichnung der NSDAP war es zum Tragen an der Uniform der Wehrmacht und Kriegsmarine offiziell zugelassen, sofern die Verleihung in den Personalpapieren dokumentiert und die Tragegenehmigung durch das Marinepersonalamt erteilt worden war.
Aussehen und Gestaltung
Form: Ein hochovales Abzeichen (ca. 40-45 mm hoch); im Zentrum ein stilisierter Adler auf einem Hakenkreuz, umgeben von einem Ährenkranz.
Symbolik: Der Adler steht für die staatliche Hoheit, der Ährenkranz symbolisiert den landwirtschaftlich geprägten Charakter des Warthegaus („Kornkammer des Reiches“).
Material: In der Regel aus Bronze oder versilbertem Feinzink gefertigt; rückseitig mit einer stabilen Nadel zum Anstecken versehen.
Trageweise: Wurde als Steckabzeichen auf der linken Brustseite (meist auf oder unter der Brusttasche) getragen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Personal: Verleihung an Marineangehörige, die aus dem Raum Posen/Litzmannstadt stammten und bereits vor dem Krieg in den dortigen volksdeutschen Selbstschutzverbänden aktiv waren.
Ausbildung: Mit dem Aufbau großer U-Boot-Stützpunkte und Ausbildungszentren im Osten (z.B. Gotenhafen) kamen zahlreiche Träger dieses Abzeichens in den Dienst der U-Boot-Waffe.
Status: Es galt innerhalb des Offizierkorps als Nachweis für die frühzeitige politische Betätigung in den Grenzgebieten („Volkstumskämpfer“).
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch PERS 6 Personalakten: Eintragungen über Gauehrenzeichen (Stichwort: „Gau-Ehr.Abz. Wartheland“) in den Qualifikationsberichten.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Bestimmungen zur Annahme und zum Tragen von Traditionsabzeichen der NSDAP-Gaue.
Literaturverweise
Nimmergut, Jörg „Orden und Ehrenzeichen des Dritten Reiches“ (Band 4: Anzeigen und Abzeichen der NSDAP).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Ehrenzeichen der NSDAP).
Doehle, Heinrich „Die Auszeichnungen des Grossdeutschen Reichs“ (Zeitgenössische Dokumentation).
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