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Küstenschutzflottille westliche Ostsee

Aus U-Boot-Archiv Wiki

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Verband Küstenschutzflottille westliche Ostsee
Die Küstenschutzflottille westliche Ostsee wurde im Zuge der Mobilmachung 1939 aufgestellt, um die Überwachung und Sicherung der Küstengewässer zwischen der dänischen Grenze und Mecklenburg zu gewährleisten. Sie unterstand operativ dem Befehlshaber der Sicherung der Ostsee (B.S.O.). Der Verband bestand primär aus bewaffneten Fischdampfern, Kuttern und requirierten Zivilfahrzeugen. Hauptaufgaben waren der Vorpostendienst, die Überprüfung der Schifffahrt (Prisendienst), die Minensuche im Nahbereich sowie die Abwehr feindlicher U-Boote und Flugzeuge in den küstennahen Gewässern der Kieler und Mecklenburger Bucht.
Entstehung, Funktion und Ende
Aufstellung: September 1939; Sitz des Flottillenstabes in Kiel oder Warnemünde.
Aufgabe: Seeraumüberwachung; Küstenschutz; Hafensicherung; Begleitschutz für Küstentransporte; Auslegen von Teilsperren.
Struktur: Unterteilung in mehrere Gruppen, die strategische Küstenabschnitte und Hafenzufahrten kontrollierten.
Ende 1940: Im Zuge der Umgliederung der Sicherungskräfte wurde die Flottille meist in Vorposten- oder Hafenschutzflottillen (z. B. 1. oder 3. H.S.F.) überführt.
Spezifische Merkmale
Revierkenntnis: Einsatz von Personal mit hoher lokaler Erfahrung in den schwierigen Flachwassergebieten der westlichen Ostsee.
Improvisation: Nutzung von "Kriegsfischkuttern" (KFK) und Hilfsschiffen, die mit leichter Flak und Wasserbomben für den Sicherungsdienst nachgerüstet wurden.
Kooperation: Enge Zusammenarbeit mit den Marine-Flak-Abteilungen zum Schutz der Luftverteidigungszonen entlang der Küste.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Auslaufschutz: Sicherung der Transitwege für U-Boot-Neubauten auf dem Weg von den Werften (Kiel/Lübeck) zu den Erprobungsstellen.
U-Abwehr: Überwachung der westlichen Ostseezugänge gegen das Eindringen britischer U-Boote in die deutschen Ausbildungsgebiete.
Wegesicherung: Freihaltung der Zwangswegsysteme von Minen zur Gewährleistung der ungehinderten U-Boot-Vorausbildung in der Kieler Bucht.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 62 Sicherungsverbände der Ostsee: Akten über die Aufstellung und Einsätze der Küstenschutzflottillen 1939–1940.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die Verteidigungsorganisation in der westlichen Ostsee bei Kriegsbeginn.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit Dienstzeitnachweisen in der Küstenschutzflottille westliche Ostsee.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel: Sicherungsstreitkräfte Ostsee).
Gröner, Erich „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 8: Hilfsschiffe und Küstenschutzfahrzeuge).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Sicherungsverbände).
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