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Bewachungsverband Ostseezugänge

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Verband Bewachungsverband Ostseezugänge
Der Bewachungsverband Ostseezugänge (B.V.O.) wurde im Zuge der Mobilmachung 1939 aufgestellt, um die strategisch kritischen Durchfahrten zwischen Nord- und Ostsee (Skagerrak, Kattegat, Belte und Sund) militärisch zu sichern. Er unterstand operativ dem Befehlshaber der Sicherung der Ostsee (B.S.O.). Der Verband setzte sich aus einer Vielzahl kleinerer Einheiten zusammen, darunter Vorpostenboote, Minensuchboote und Hilfsschiffe. Hauptaufgabe war die lückenlose Überwachung des Schiffsverkehrs, die Durchsetzung von Sperrmaßnahmen sowie die Abwehr feindlicher U-Boote und Flugzeuge in den engen Gewässern der dänischen Inselwelt.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: September 1939; Sitz des Stabes meist in Kiel oder Kopenhagen (nach 1940).
Aufgabe: Kontrolle der Handelsschifffahrt; Minensuchdienst; U-Jagd; Sicherung der Großen und Kleinen Belte; Signalwesen.
Unterstellung: Befehlshaber der Sicherung der Ostsee; enge Zusammenarbeit mit dem Kommandierenden Admiral Dänemark.
Ende 1944: Im Oktober 1944 wurde der B.V.O. aufgelöst und seine Einheiten in die neu gegliederten Sicherungsdivisionen (u. a. 8. Sicherungsdivision) überführt.
Spezifische Merkmale
Sperrdienst: Überwachung der deutschen Minensperren (z. B. "Wartburg"), die ein Eindringen feindlicher Seestreitkräfte in die Ostsee verhindern sollten.
Prisengericht: Das Personal des B.V.O. führte die Durchsuchung neutraler Schiffe auf Konterbande durch (Prisendienst).
Personal: Besetzung durch Personal mit hoher Revierkenntnis in den schwierigen Fahrwassern der dänischen Ostseezugänge.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Transit-Schutz: Der B.V.O. sicherte die Passage der U-Boote beim Wechsel zwischen den Ausbildungsgebieten der Ostsee und den Frontstützpunkten in Norwegen oder Frankreich.
U-Abwehr: Aktiver Schutz gegen britische U-Boote, die versuchten, durch die Belte in die Übungsgebiete der deutschen U-Boot-Schulflottillen einzudringen.
Wegesicherung: Freihaltung der Zwangswegsysteme von alliierten Luftminen zur Gewährleistung der ungehinderten U-Boot-Ausbildung.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 62 Sicherungsverbände der Ostsee: Kriegstagebücher und Einsatzberichte des B.V.O. 1939–1944.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die strategische Sicherung der Belte und des Öresunds.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit Dienstzeitnachweisen im Stab des Bewachungsverbandes Ostseezugänge.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel: Sicherungsstreitkräfte Ostsee).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Sicherungsverbände).
Koop / Schmolke „Die deutschen Marinestützpunkte: Dänemark und die westliche Ostsee“.
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