Aktionen

Kommandant der Seeverteidigung Nord-Dalmatien

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Version vom 9. März 2026, 11:18 Uhr von Andreas (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center" |- | || colspan="3" | {| class="wikitable…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Dienststelle Kommandant der Seeverteidigung Nord-Dalmatien
Die Dienststelle des Kommandanten der Seeverteidigung Nord-Dalmatien wurde im Oktober 1943 nach der Entwaffnung der italienischen Truppen (Fall Achse) aufgestellt. Sie unterstand operativ dem Admiral Adria. Der Befehlsbereich erstreckte sich entlang der strategisch wichtigen kroatischen Adriaküste mit dem Hauptstützpunkt Zara (Zadar). Hauptaufgabe war die Sicherung der Küstengewässer und Inseln gegen alliierte Commando-Unternehmen, die Überwachung des Schiffsverkehrs sowie die Verteidigung der Häfen gegen Partisanenverbände. Im Zuge des deutschen Rückzugs vom Balkan wurde die Dienststelle im Dezember 1944 aufgelöst und die Reste in den Bereich des Seekommandanten Istrien eingegliedert.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Oktober 1943; Sitz des Stabes in Zara (Zadar); gebildet aus Personal des Deutschen Marinekommandos Italien.
Aufgabe: Küstenverteidigung; Organisation des Hafenschutzes; Führung der Marine-Artillerie-Abteilungen; Bekämpfung der See-Partisanen.
Unterstellung: Admiral Adria; enge Zusammenarbeit mit den dort operierenden Einheiten der 11. Sicherungsdivision.
Ende 1944: Auflösung im Dezember 1944 nach der Räumung von Zara und dem Rückzug nach Norden.
Spezifische Merkmale
Inselkrieg: Besondere Herausforderung durch die weitläufige Inselwelt (Dalmatinische Inseln), die ständige Landungsgefahr durch alliierte Spezialeinheiten bot.
Kooperation: Zusammenarbeit mit den Seestreitkräften des Unabhängigen Staates Kroatien (NDH) zur Überwachung der Küstenabschnitte.
Führung: Besetzung durch erfahrene Seeoffiziere, u. a. Kapitän zur See (später Konteradmiral) Hans-Joachim Gadow (Okt 1943 - Mär 1944).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Kleinkampfmittel: Der Befehlsbereich diente 1944 als Einsatzgebiet für K-Verbände (Linsen und Molche) gegen alliierte Versorgungsschiffe.
Wegesicherung: Sicherung der dalmatinischen Küstenwege, die als Ausweichrouten für deutsche Transporte bei alliierter Luftüberlegenheit dienten.
Stützpunkte: Verwaltung kleinerer Häfen, die für Schnelligkeits- und Sicherungsboote als Versorgungsbasen im Kampf gegen Partisanen-Segler fungierten.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 35-II Admiral Adria / Marinekommando Italien: Akten über die Organisation und die Verteidigungsplanung in Nord-Dalmatien.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die operative Lage an der Adriaküste und den Partisanenkrieg zur See.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit Dienstzeitnachweisen beim Seekommandanten Nord-Dalmatien.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Der Bereich Admiral Adria).
Kock, Hans-Joachim „Die deutsche Kriegsmarine in Italien und an der Adria 1943–1945“.
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“ (Systematik der Kommandanturen im Mittelmeer).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132