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Sicherungsverband Lorient

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Verband Sicherungsverband Lorient
Der Sicherungsverband Lorient war eine operative Zusammenfassung von Sicherungsstreitkräften im Bereich des bedeutenden U-Boot-Stützpunktes Lorient an der französischen Atlantikküste. Er unterstand taktisch dem Seekommandanten Bretagne und war verantwortlich für den Schutz der Hafeneinfahrten, die Minenfreiheiten in den Anlaufwegen sowie die Verteidigung der Küstengewässer gegen feindliche See- und Luftstreitkräfte. Der Verband setzte sich aus Vorpostenbooten, Minensuchbooten und Hafenschutzfahrzeugen zusammen, die unter permanentem Druck der alliierten Luftüberlegenheit den „nassen Weg“ für die U-Boot-Waffe offen hielten.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Formiert nach der Besetzung Frankreichs 1940; stetige Erweiterung im Zuge der Intensivierung der Luftangriffe und Minenunternehmungen.
Aufgabe: Minensuchen in der Biskaya; Geleitschutz für ein- und auslaufende U-Boote; Abwehr von Luftangriffen; Küstenüberwachung; Seenotrettung.
Fahrzeuge: Einsatz der 2. Sperrbrecherflottille, der 6. Vorpostenflottille sowie zahlreicher Hafenschutzboote und Minensuch-Flottillen.
Ende 1945: Verbleib in der „Festung Lorient“ bis zur Kapitulation am 10.05.1945; Selbstversenkung oder Übergabe der verbliebenen Fahrzeuge.
Spezifische Merkmale
Biskaya-Passage: Die Sicherung der tiefen Gewässer vor Lorient galt als eine der gefährlichsten Aufgaben, da die Boote ständig Angriffen durch die RAF ausgesetzt waren.
Hafenschutz: Durchführung von Sperrmaßnahmen im Unterlauf des Blavet und vor den Keroman-Bunkern zur Abwehr von Sabotageakten und Kleinkampfmitteln.
Koordination: Enge Verzahnung mit der Marine-Flak und den Signalstationen zur frühzeitigen Warnung einlaufender U-Boote vor Minenfeldern.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Lebensader: Ohne den permanenten Einsatz des Sicherungsverbandes wäre der Betrieb der 2. und 10. U-Flottille aufgrund der massiven alliierten Minenblockade unmöglich gewesen.
Begleitschutz: Bereitstellung von „Führern“ (Sperrbrechern), die den U-Booten den Weg durch die geräumten Zwangswegen wiesen.
Verteidigung: Beteiligung an der Erdkampf-Verteidigung des Stützpunktes 1944/45 durch die Marine-Bataillone des Sicherungsverbandes.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 61 Vorpostenflottillen und Sicherungskräfte: Kriegstagebücher der im Raum Lorient eingesetzten Sicherungseinheiten.
BArch RM 45-III Seekommandant Bretagne: Akten über die Organisation und die Verteidigungsplanung des Stützpunktes Lorient.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit dem Nachweis der Dienstzeit in den Sicherungsflottillen Lorient.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band I, Kapitel Sicherungsstreitkräfte: Westraum).
Koop / Schmolke „Die deutschen Marinestützpunkte: St. Nazaire, Lorient und die Festungskämpfe“.
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Systematik der Sicherungsverbände in Frankreich).
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