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Schulverband der U-Abwehrschule

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Verband Schulverband der U-Abwehrschule (U.A.S.)
Der Schulverband der U-Abwehrschule (U.A.S.) bildete das operative Rückgrat für die praktische Ausbildung in der U-Jagd. Er fungierte als essentieller „Sparringspartner“ für die U-Boot-Waffe; während die Sicherungskräfte das Aufspüren trainierten, lernten U-Boot-Besatzungen unter Realbedingungen das lautlose Entziehen. Historisch ist der Verband zudem als zentrale Tarnorganisation für den geheimen Aufbau der deutschen U-Boot-Waffe (1933–1935) von überragender Bedeutung.
Entstehung, Funktion und Einsatz
Aufstellung: Formiert aus den praktischen Ausbildungskomponenten der U-Abwehrschule in Kiel (später teils verlegt), um Fahrzeuge für die Schulung an Ortungsgeräten bereitzustellen.
Ausbildung: Schulung von Offizieren und Spezialpersonal an S-Geräten (aktive Schall-Ortung) sowie im taktischen Einsatz von Wasserbomben-Serien.
Zusammenarbeit: Agierte als taktischer Gegner für die in der Ostsee trainierenden U-Boote der U-Boots-Lehrdivisionen zur wechselseitigen Perfektionierung der Angriffs- und Abwehrverfahren.
Fahrzeuge: Verfügung über eine gemischte Flotte aus spezialisierten U-Jägern (UJ-Boote), Minensuchbooten und verschiedenen bewaffneten Hilfsschiffen.
Ende 1945: Auflösung im Zuge der Räumung der Ostsee-Stützpunkte im Frühjahr 1945; letzte Einheiten wurden zur Sicherung im Kattegat und Skagerrak eingesetzt.
Die Tarnung als „U-Abwehrschule“ (1933–1935)
Legendenbildung: Umgehung der Versailler Beschränkungen durch die offizielle Behauptung, lediglich defensive Abwehrverfahren zu lehren, während faktisch das Kaderpersonal für die U-Boot-Waffe geformt wurde.
Die „Antasch“: Intern als „Antitaucher-Schule“ bezeichnet, diente der Schulverband als Tarn-Plattform für die ersten U-Boot-Schüler (z. B. Crew 33) zur Vorbereitung auf den Typ II A.
Kaderführung: Enge Bindung prominenter Führungspersönlichkeiten wie Karl Dönitz an diese Tarnorganisation zur Sicherstellung einer einheitlichen Ausbildungslinie von Beginn an.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Taktisches Training: Wichtigster Gegner während der Ausbildung bei der 24. U-Flottille; Erprobung von Manövern zur Abwehr von Wasserbomben unter Einbeziehung der M.Dv. Nr. 906.
Technologietest: Erprobung neuer deutscher Ortungsgeräte gegen eigene U-Boote zur Analyse der akustischen Signatur und Entdeckungswahrscheinlichkeit der verschiedenen Bootstypen.
Personaltransfer: Regelmäßiger Wechsel von Offizieren des Schulverbandes zur U-Boot-Waffe, da diese die Taktik des „Jägers“ bereits verinnerlicht hatten und als Kommandanten präventiv gegen Ortung agierten.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 123 Akten der U-Abwehrschule: Unterlagen zur Organisation des Schulverbandes und den durchgeführten Abwehrübungen.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die geheime U-Boot-Ausbildung unter dem Deckmantel der U.A.S. (1933–1935).
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über Kommandierungen zur U-Abwehrschule als Teil der U-Boot-Vorausbildung.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Kapitel Erziehungs- und Bildungswesen sowie U-Abwehr).
Rössler, Eberhard "Geschichte des deutschen U-Bootbaus" (Details zur getarnten Ausbildung und den frühen Typen).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
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