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13. Minensuchflottille

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Datenblatt 13. Minensuchflottille
Die 13. Minensuchflottille war ein zentraler Sicherungsverband, der primär im Skagerrak und an der norwegischen Küste operierte. Ihre Geschichte ist geprägt durch den Einsatz bei der Besetzung Norwegens sowie durch eine massive Umstrukturierung im Jahr 1944, die zur Verstärkung der Sicherungskräfte im Ärmelkanal führte.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung und Einsatz 1939–1944: Die Flottille wurde am 01.09.1939 mobilgemacht. Im April 1940 sicherte sie während des Unternehmens „Weserübung“ die Seewege nach Südnorwegen. Bis zum Frühjahr 1944 lag ihr Schwerpunkt im Raum Kristiansand, Stavanger und Skagen. Ausgerüstet war sie vorwiegend mit Booten der Typen M 1935 und M 1940 (z. B. M 201, M 203, M 204).
Die Zäsur im Jahr 1944: Gemäß den Dokumentationen erfolgte im März 1944 eine einschneidende Veränderung: Die Flottille wurde personell und materiell zur Neuaufstellung der 24. Minensuchflottille herangezogen. Ein Großteil der erfahrenen Besatzungen und Boote wurde in den Ärmelkanal verlegt, um die drohende alliierte Invasion abzuwehren.
Das Schicksal bei Kriegsende: Die verbliebenen oder neu zugeführten Teile der 13. Minensuchflottille operierten bis Mai 1945 weiterhin in den dänischen Belten und der westlichen Ostsee. Nach der Kapitulation am 08.05.1945 wurden die Boote im Rahmen des Deutschen Minenräumdienstes zur Säuberung der Ostseezugänge eingesetzt, bevor sie als Kriegsbeute an die Alliierten fielen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Sicherung der Transitwege: Die Flottille hielt die strategischen "Zwangswege" im Skagerrak frei. Dies war die einzige sichere Route für U-Boote, die von den Ausbildungshäfen der Ostsee (wie Kiel oder Danzig) zu den Frontstützpunkten in Norwegen oder in den Nordatlantik verlegten.
U-Jagd-Sicherung: In den norwegischen Küstengewässern fungierte die Flottille als "Schild" gegen britische U-Boot-Lauerstellungen, um auslaufenden Frontbooten der 11. U-Flottille eine gefahrlose Passage in das offene Nordmeer zu ermöglichen.
Technische Zusammenarbeit: Dokumentiert ist die enge Kooperation bei der Erprobung neuer Räumgeräte und Ortungsverfahren in den tiefen norwegischen Fjorden, die später auch für die Minenabwehr-Ausrüstung der U-Boot-Waffe von Bedeutung waren.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
B.Arch. RM 69 / 24 Kriegstagebuch (KTB) der 13. Minensuchflottille (Beinhaltet die Einsatzberichte im Skagerrak und die Umgliederung im März 1944).
B.Arch. RM 61 Akten des Führers der Minensuchboote Nord (Dokumentiert die materielle Abgabe von Booten an die 24. M-Flottille).
B.Arch. RM 7 Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) (Belegt die strategische Verlegung der Sicherungskräfte in den Westraum 1944).
Literaturverweise
Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945: Gliederung, Einsatz, Stellenbesetzung. (Band II, Abschnitt Minensuchverbände).
Hildebrand, Hans H. Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945. (Detaillierte Chronik der Flottillen-Umgliederungen).
Gröner, Erich Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. (Band 2, technische Daten zu den Booten M 201 bis M 204).
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