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7. Torpedobootsflottille

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Datenblatt 7. Torpedobootsflottille
Die 7. Torpedobootsflottille war ein operativer Verband der Kriegsmarine, der vornehmlich für Sicherungs- und Geleitaufgaben in der Nordsee, im Skagerrak und später in der Ostsee eingesetzt wurde. Im Gegensatz zu den Angriffsflottillen im Ärmelkanal lag ihr Schwerpunkt auf der Sicherung der strategisch wichtigen Verbindungswege nach Norwegen sowie dem Schutz der Ausbildungseinheiten im Ostseeraum. Die Flottille verfügte über eine Mischung aus älteren Einheiten der Raubvogel-Klasse und moderneren Flottentorpedobooten.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung und Standorte: Die Flottille wurde im Sommer 1940 im Zuge der Neuorganisation der Torpedobootsverbände nach dem Unternehmen „Weserübung“ aufgestellt. Ihr Hauptstützpunkt war zunächst Kristiansand in Südnorwegen, später verlegte der Schwerpunkt nach Gotenhafen und Kiel. Sie unterstand operativ dem Führer der Torpedoboote. Zu den Einheiten gehörten zeitweise Boote wie „T 1“, „T 4“, „T 7“ und „T 8“.
Aufgabenprofil: Die Kernaufgaben umfassten den Geleitschutz für Truppen- und Materialtransporte zwischen Deutschland und Norwegen sowie die lückenlose Überwachung der Seewege gegen britische Luft- und Seeangriffe. In der Ostsee fungierte die Flottille als Sicherungsverband für schwere Einheiten bei deren Erprobungsfahrten und übernahm die U-Boot-Sicherung im Küstenvorfeld.
Das Schicksal bei Kriegsende: In den letzten Kriegsmonaten des Jahres 1945 war die 7. Torpedobootsflottille massiv in die Evakuierung der Ostgebiete (Unternehmen Hannibal) eingebunden. Die Boote sicherten die großen Flüchtlingsschiffe gegen sowjetische U-Boote und Fliegerangriffe. Nach der Kapitulation am 08.05.1945 wurden die verbleibenden Einheiten in dänischen und deutschen Häfen interniert und später als Reparationen an die Siegermächte (Sowjetunion und Frankreich) übergeben.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Sicherung der Ausbildungsflottillen: Die 7. Torpedobootsflottille war maßgeblich an der Sicherung der Übungsgebiete der 2. Unterseeboot-Lehrdivision in der Danziger Bucht beteiligt. Sie hielt die Gewässer frei von feindlichen Aufklärern und stellte sicher, dass die taktische Ausbildung der U-Boot-Crews ungestört durchgeführt werden konnte.
Geleitschutz für Frontboote: Bei der Verlegung von U-Booten aus der Ostsee zu den Frontstützpunkten in Norwegen (z. B. zur 11. oder 13. U-Flottille) übernahm die 7. Torpedobootsflottille den Schutz im gefährdeten Bereich des Skagerraks, um die Boote vor britischen U-Boot-Lauerstellungen zu schützen.
Zusammenarbeit bei der U-Boot-Jagd: Im Rahmen der Ausbildung und bei scharfen Einsätzen koordinierte die Flottille ihre S-Gerät-Ortungen (frühes Sonar) mit den U-Booten, um das gemeinsame taktische Vorgehen gegen Unterwasserziele zu perfektionieren.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
B.Arch. RM 72 Kriegstagebücher (KTB) der Torpedobootsflottillen (Dokumentiert die täglichen Geleiteinsätze und die Zusammenarbeit mit der U-Boot-Waffe).
B.Arch. RM 61 Akten des Führers der Torpedoboote (Belegt die materielle Ausstattung und die personelle Struktur der 7. Torpedobootsflottille).
B.Arch. RM 7 / 2331 Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zur Sicherung des Nordraums (Enthält Berichte über die strategische Bedeutung der Torpedoboot-Geleite).
Literaturverweise
Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945: Gliederung, Einsatz, Stellenbesetzung. (Band II, Kapitel über die Torpedobootsverbände).
Hildebrand, Hans H. Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945. (Detaillierte Übersicht der Standorte und Flottillenchefs).
Gröner, Erich Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. (Band 2, technische Daten zu den Torpedobooten vom Typ 1935 und 1937).
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