Aktionen

U-Ausbildungslehrgang

Aus U-Boot-Archiv Wiki

Version vom 11. Februar 2026, 07:59 Uhr von Andreas (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center" |- | || colspan="3" | {| class="wikitable…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datenblatt U-Ausbildungslehrgang
Ein U-Ausbildungslehrgang (U.A.L.) war eine strukturierte, mehrstufige Fachausbildung für Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften der Kriegsmarine, um sie auf den Dienst in der U-Boot-Waffe vorzubereiten. Da der Dienst auf einem U-Boot extrem hohe Anforderungen an technisches Verständnis und psychische Belastbarkeit stellte, war dieser Lehrgang die obligatorische Eintrittskarte für jede Bordverwendung. Der U-Ausbildungslehrgang bildete das Rückgrat der personellen Einsatzbereitschaft der U-Boot-Waffe. Er stellte sicher, dass jeder Soldat – vom Kommandanten bis zum Heizer – die komplexen Systeme eines U-Bootes blind beherrschte, bevor er auf ein Frontboot versetzt wurde.
Historischer Kontext & Organisation
Struktur und Ablauf: Die Ausbildung war in mehrere Phasen unterteilt. Sie begann meist mit der U-Gasschutz- und Tauchausbildung (U-Taucherlehrgang), oft bei der 1. Unterseeboot-Lehrdivision (U.L.D.) in Pillau oder Neustadt/Holstein. Hier wurde das Verhalten bei Wassereinbruch und der Umgang mit dem Taucherretter trainiert.
Fachspezifische Ausbildung: Im Anschluss folgten fachliche U-Lehrgänge an den Marineschulen (z.B. Marineschule Mürwik für Offiziere oder technische Schulen für Maschinisten). Hier wurden die spezifischen Fachkenntnisse für die jeweilige Laufbahn vermittelt – von der Torpedotechnik bis zur Bedienung der Diesel- und E-Maschinen.
Abschluss und Baubelehrung: Der letzte Teil des UAL war oft die Baubelehrung auf der jeweiligen Werft (z.B. DESCHIMAG oder Germaniawerft). Hier lernte die neu zusammengestellte Besatzung „ihr“ spezifisches Boot bereits während der Endphase des Baus bis ins kleinste Detail kennen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Standardisierung: Der U.A.L. garantierte, dass die Besatzungen auf allen Booten eines Typs (z.B. Typ VII C) nach denselben Verfahren arbeiteten, was den Austausch von Personal zwischen den Flottillen ermöglichte.
Ausleseprozess: Der Lehrgang fungierte als harter Filter. Soldaten, die den physischen oder psychischen Belastungen (z.B. im Tauchtopf oder in der Druckkammer) nicht gewachsen waren, wurden umgehend zu den Überwasserstreitkräften zurückversetzt.
Grundlage der Frontreife: Erst nach erfolgreichem Abschluss aller U.A.L.-Module und der anschließenden Erprobungsphase in der Ostsee (AGRU-Front) galt ein Boot und seine Besatzung als „frontreif“.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
B.Arch. RM 20 / 893 Unterlagen des Befehlshabers der Unterseeboote (B.d.U.) zur Ausbildung und personellen Ergänzung der U-Boot-Waffe.
B.Arch. RM 20 / 912 Richtlinien für die Ausbildung der U-Boot-Besatzungen und Lehrgangspläne der Lehrdivisionen.
B.Arch. RM 123 Akten der Unterseeboot-Lehrdivisionen (U.L.D.) zu den einzelnen Ausbildungsschwerpunkten und Prüfungsvorschriften.
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band III, Kapitel über das Erziehungs- und Bildungswesen der Marine).
Herzog, Bodo Deutsche U-Boote 1906–1966. (Abschnitte zur Ausbildung und den technischen Voraussetzungen für das Personal).
Mulligan, Timothy Die Männer der deutschen U-Boot-Waffe 1939–1945. (Detaillierte Analyse der Rekrutierung und der Ausbildungsgänge).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
>>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132