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| Datenblatt
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Befehlsübermittler
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| In der allgemeinen Terminologie der Kriegsmarine war ein Befehlsübermittler eine Funktionsbezeichnung für Personal, das für die fehlerfreie und schnelle Weitergabe von Kommandos innerhalb der Befehlskette an Bord verantwortlich war.
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| Funktion und Aufgaben
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| Kommunikationsknoten: Der Befehlsübermittler fungierte als menschliche Schnittstelle an Orten, an denen technische Kommunikationsmittel (wie Bordtelefone) unzureichend oder im Gefecht zu langsam waren.
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| Einsatzort Brücke/Turm: Er stand in unmittelbarer Nähe des Kommandanten oder Wachoffiziers. Seine Hauptaufgabe war es, die mündlich gegebenen Befehle (z. B. Kurs- und Geschwindigkeitsänderungen oder Feuerbefehle) lautstark und präzise an die Zentrale, den Rudergänger oder die Geschützbedienungen weiterzugeben.
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| Quittierungsverfahren: Er stellte durch das „Wiederholenlassen“ sicher, dass der Befehl korrekt verstanden wurde, um Fehlmanöver unter Stress oder Gefechtslärm zu vermeiden.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Enge der Befehlswege: Auf U-Booten war der Befehlsübermittler besonders bei Überwasserangriffen oder beim An- und Ablegen wichtig, um die Kommandos von der Brücke durch das Turmluk in die Zentrale zu rufen.
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| Laufbahnbeginn: Diese Funktion wurde oft von jungen Matrosen oder Offiziersanwärtern in ihrer ersten Bordausbildung (z. B. auf Schulschiffen) wahrgenommen, um die Kommandosprache und die Schiffsführung „von der Pike auf“ zu lernen.
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| Biografischer Marker: In den Stammrollen des U-Boot-Archivs taucht diese Bezeichnung oft bei Soldaten auf, die später in spezialisierte Laufbahnen (z. B. Steuermann oder Signalgast) wechselten.
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| Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 3 / 1033 |
Dienstvorschriften über den inneren Dienst an Bord und die Organisation der Befehlsübermittlung im Gefecht und Manöver.
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| BArch RM 121 / 162 |
Ausbildungsrichtlinien für das Mannschaftspersonal zur Erlernung der militärischen Fachsprache und der Dienstverrichtungen an Bord.
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| BArch Abt. PA (Berlin) |
Stammrollen und Personalunterlagen (ehem. WASt), in denen die Verwendung als Befehlsübermittler in den jeweiligen Bordkommandos dokumentiert ist.
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| Literaturverweise
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| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. |
Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. Gliederung, Einsatz, Personal. (Band III, Kapitel über die Bordorganisation und Funktionsbezeichnungen des Mannschaftsstandes).
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| Giesler, Robert |
Gefechtsdienst auf U-Booten. (Detaillierte Beschreibung der Kommunikationswege zwischen Brücke, Zentrale und Maschinenraum).
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| Hildebrand, Hans H. |
Die deutschen Kriegsschiffe: Biographien. (Bietet bei den Beschreibungen der Bordorganisation Einblicke in die personelle Besetzung der Signal- und Übermittlungsstationen).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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