|
|
|
| Datenblatt:
|
Nachrichtenlehrgang
|
|
|
|
|
| Der Nachrichtenlehrgang für Unterseeboot-Offiziere (häufig als U-Nachrichtenlehrgang bezeichnet) bildete den Abschluss der fachspezifischen Wachoffiziersausbildung. Während die Mannschaften die technische Bedienung lernten, stand für die Offiziere die operative Leitung des Nachrichtendienstes im Vordergrund.
|
|
|
|
|
| Zeitlicher Ablauf und Einordnung
|
|
|
| Der Lehrgang fand im Anschluss an den Torpedolehrgang und den Sperrwaffenlehrgang statt. Ein typisches Beispiel für den Zeitplan eines Offiziers zeigt die Rückversetzung von der Sperrschule in Kiel-Wik zur Marineschule Flensburg-Mürwik am 24.11.1940, um dort den abschließenden Nachrichtenlehrgang zu absolvieren. Die Dauer war auf die Vermittlung der führungsspezifischen Inhalte konzentriert und bildete das letzte Modul vor der Versetzung zur Baubelehrung oder direkt auf ein Frontboot.
|
|
|
| Spezifische Lehrinhalte für Offiziere
|
|
|
| Im Gegensatz zu den Funkern lag der Schwerpunkt für Offiziere auf der Kryptografie und der taktischen Funkführung. Ein zentraler Bestandteil war die Enigma-Schlüsselmaschine, insbesondere die Handhabung der geheimen Schlüsselunterlagen und die tägliche Schlüsseleinstellung. Die Offiziere wurden darin geschult, die Integrität der Verschlüsselung zu überwachen und sicherzustellen, dass keine Verfahrensfehler die Ortung des Bootes durch den Gegner ermöglichten. Ein weiterer Kernpunkt war das Kurzsignalverfahren und die Nutzung der Kurzsignalhefte. Die Offiziere lernten, taktische Lagemeldungen (wie Position, Kurs und Geschwindigkeit des Gegners) in minimaler Sendezeit abzusetzen, um die Gefahr durch die alliierte Funkpeilung (High Frequency Direction Finding) zu verringern.
|
|
|
| Verantwortung als Nachrichtenoffizier
|
|
|
| An Bord eines Unterseebootes übernahm meist der Dritte Wachoffizier die Rolle des Nachrichtenoffiziers. Er war der direkte Vorgesetzte der Funkmeister und trug die Verantwortung für die vorschriftsmäßige Durchführung des Funk- und Horchdienstes. Er musste die eingehenden Funksprüche des Befehlshabers der Unterseeboote entschlüsseln und dem Kommandanten vorlegen. Im Falle einer drohenden Kaperung des Bootes war der Nachrichtenoffizier persönlich dafür verantwortlich, die Schlüsselmittel und die Enigma-Maschine unbrauchbar zu machen oder zu vernichten.
|
|
|
|
|
| Literaturverweise
|
|
|
| Marine-Dienstvorschrift Nummer 415 |
Das Lehrbuch für den Nachrichtendienst der Kriegsmarine enthält die taktischen Anweisungen, die speziell für die Offiziersausbildung relevant waren.
|
| Marine-Dienstvorschrift Nummer 32/1 |
(Signalbuch der Kriegsmarine) Dieses Dokument war die Grundlage für die Signalübermittlung und Verschlüsselung, deren Anwendung im Offizierslehrgang intensiv geprüft wurde.
|
| Bundesarchiv-Militärarchiv Bestand RM 20 |
Hier sind die spezifischen Ausbildungspläne der Marinenachrichtenschule Flensburg-Mürwik für die Offizierjahrgänge der Kriegsjahre hinterlegt
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
|
|
|
| >>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
|
|
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
|