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| Verband
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Marine-Artillerieabteilung 119
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| Die Marine-Artillerieabteilung 119 war ein spezialisierter Küstenverteidigungsverband der Kriegsmarine, der primär für den Schutz der strategisch bedeutsamen Halbinsel Hela und der angrenzenden Seegebiete verantwortlich war. Als Teil der landfesten Verteidigungsorganisation in der östlichen Ostsee stellte die Abteilung die artilleristische Sicherung gegen See- und Luftangriffe sicher. Mit ihren vier Batterien bildete sie einen wesentlichen Pfeiler in der Defensivplanung des Küstenbefehlshabers, um die Kontrolle über die Danziger Bucht und deren wichtige Häfen zu gewährleisten.
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| Entstehung, Funktion und Ende
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| Aufstellung: |
Formiert im Februar 1940 auf Hela mit vier Batterien. Die Aufstellung erfolgte im Auftrag des Küstenbefehlshabers östliche Ostsee zur Sicherung der neu gewonnenen Gebiete.
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| Standort: |
Hauptstandort und Befehlsstelle befanden sich auf der Halbinsel Hela. Die Batterien waren an taktisch günstigen Positionen zur Abdeckung der Seewege und des Luftraums verteilt.
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| Technik: |
Ausrüstung mit ortsfesten Küstengeschützen unterschiedlicher Kaliber sowie Flak-Einheiten zur Nahbereichssicherung und Flugabwehr im Bereich der Danziger Bucht.
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| Ende 1942: |
Nach einer Neustrukturierung der Verteidigungsbereiche in der Ostsee wurde die Abteilung Ende 1942 wieder aufgelöst; Personal und Material wurden in andere Marine-Artillerie-Einheiten eingegliedert.
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| Spezifische Merkmale
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| Küstenschutz: |
Sicherung der Anlaufwege zu den kriegswichtigen Häfen Gotenhafen und Danzig gegen feindliche Seestreitkräfte und zur Überwachung des Schiffsverkehrs.
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| Luftverteidigung: |
Beteiligung am integrierten Flak-Schutz der Halbinsel Hela, die als exponierte Stellung oft Ziel alliierter oder sowjetischer Aufklärungsflüge war.
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| Gefechtsbereitschaft: |
Aufrechterhaltung einer ständigen Feuerbereitschaft zur Unterstützung von Sicherungsstreitkräften bei der Abwehr von feindlichen Minenlegern oder Schnellbooten.
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| Relevanz für die U-Boot-Waffe
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| Stützpunkt-Sicherung: |
Die Abteilung schützte die landseitige Flanke der U-Boot-Ausbildungszentren in Gotenhafen und Hela, was einen ungestörten Übungsbetrieb der Lehrdivisionen ermöglichte.
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| Übungsgebiet-Schutz: |
Durch die Überwachung des Seegebiets durch die Batterien der MAA 119 wurden die Tauchgebiete der U-Boote in der Danziger Bucht vor feindlichen Übergriffen gesichert.
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| Traditionswahrung: |
Die enge Zusammenarbeit zwischen Küstenartillerie und U-Boot-Waffe auf Hela förderte den fachübergreifenden Erfahrungsaustausch über ballistische Fragen und Zielansprache.
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| Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
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| BArch RM 45-I |
Marineartilleriezeugämter: Unterlagen über die technische Ausstattung und die Bestandslisten der Batterien der MAA 119 auf Hela.
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| BArch RM 17 |
Marinestation der Ostsee: Akten über die operative Unterstellung und die Verteidigungspläne des Küstenbefehlshabers östliche Ostsee.
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| BArch PERS 6 |
Personalakten: Nachweise über Offiziere und technisches Personal, die zwischen 1940 und 1942 in der Abteilung Dienst leisteten.
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| Literaturverweise
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| Lohmann / Hildebrand |
„Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Küstenartillerie: Marine-Artillerie-Abteilungen).
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| Harnier, Wilhelm |
„Artillerie an den Küsten und auf See“ (Hinweise zur Gliederung und Bewaffnung der Verbände in der Danziger Bucht).
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| Koop / Schmolke |
„Die deutschen Marinestützpunkte“ (Details zur militärischen Bedeutung und Befestigung der Halbinsel Hela).
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| Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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| ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
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