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Kommando der Kleinkampfverbände

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Datenblatt Kommando der Kleinkampfverbände (K.d.K.)
Das Kommando der Kleinkampfmittel (K.d.K.) ist ein faszinierendes Spätkapitel für den U-Boot-Krieg. Es markiert den Übergang von der klassischen Seekriegsführung zu asymmetrischen „Sonderunternehmungen“ mit Kleinst-U-Booten und Sprengbooten.
Entstehung, Funktion und Ende
Entstehung: Im Frühjahr 1944 auf Befehl von Großadmiral Dönitz unter dem Namen „Einsatzstab Blaurock“ gegründet, kurz darauf als Kommando der Kleinkampfmittel institutionalisiert. Geleitet wurde es von Vizeadmiral Hellmuth Heye.
Funktion: Zentrale Führung, Entwicklung und Ausbildung für den Einsatz von Sonderwaffen.
Waffensysteme: Kleinst-U-Boote (Biber, Molch, Seehund, Hai), bemannte Torpedos (Neger, Marder), Sprengboote (Linse) und Kampfschwimmer-Einheiten (MEK).
Einsatzgebiete: Kanalfront (Invasionsabwehr), Mittelmeer, Adria und die großen Ströme (z. B. Waal/Rhein).
Ende: Mit der Kapitulation im Mai 1945. Viele Einheiten kämpften bis in die letzten Tage in der Nord- und Ostsee oder an Landfronten.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Technologische Verwandtschaft: Kleinst-U-Boote wie der Seehund (Typ XXVII B) waren technisch hochgezüchtete Miniatur-Versionen der großen Boote. Die Ausbildung basierte auf den Marinedienstvorschriften der U-Boot-Waffe.
Personaltransfer: Als der Einsatz großer Boote im Kanal unmöglich wurde, wechselten viele erfahrene U-Boot-Männer (Offiziere und technisches Personal) zum K.d.K. Berühmte Kommandanten wie Albrecht Brandi übernahmen Führungsaufgaben innerhalb der Kleinkampfverbände.
Ausbildung: Die Schulung erfolgte an spezialisierten Lehrkommandos (z. B. in Blaukoppel, Heiligenhafen oder Lübeck-Schlutup).
Quellenangabe
Bundesarchiv Signatur RM 111 Kommando der Kleinkampfverbände. Invenio Online-Recherche. Enthält Kriegstagebücher, Konstruktionsunterlagen und Einsatzberichte.
Bundesarchiv Signatur PERS 6 Personalakten. Hier finden sich die Werdegänge von Marineoffizieren, die das Bewährungsabzeichen für Kleinkampfmittel erhielten.
Lexikon der Wehrmacht → Kommando der Kleinkampfverbände
Literaturverweise
Lawrence Paterson Waffen der Verzweiflung - Deutsche Kleinkampfmittel 1944–1945. (Standardwerk für Einsatzdetails).
Werner Rahn Deutsche Marinen im im 20. Jahrhundert. (Abschnitt über die operative Bedeutung des K.d.K.).
Harald Fock Marine-Kleinkampfmittel. (Technische Dokumentation).
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