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2. Torpedooffizier: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 3. März 2026, 07:44 Uhr

Dienststellung 2. Torpedooffizier (2. T.O.)
Der 2. Torpedooffizier war eine spezialisierte Dienststellung auf größeren Überwassereinheiten der Kriegsmarine, wie Schlachtschiffen und Schweren Kreuzern. Er unterstand direkt dem 1. Torpedooffizier und unterstützte diesen bei der Leitung des Torpedodienstes an Bord. Seine Hauptverantwortung lag in der technischen Überwachung der Torpedowaffe, der Ausbildung des Bedienungspersonals an den Rohrsätzen sowie der Sicherstellung der Gefechtsbereitschaft der Reservewaffen. Bei Gefechtsstationen leitete er oft einen Teil der Torpedobatterie oder die Torpedorechenstelle.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufgaben: Technische Aufsicht über die Wartung der G7a-Torpedos; Führung der Torpedomechaniker; Überwachung der Munitionsbuchführung und der Torpedoregelstellen an Bord.
Standort: Einsatz auf Einheiten ab Kreuzergröße aufwärts. Er war zumeist in der Torpedorechenstelle oder bei den Torpedorohrsätzen auf dem Oberdeck stationiert.
Qualifikation: Besetzung durch Seeoffiziere (Leutnants oder Oberleutnants), die den Torpedolehrgang für Offiziere an der Torpedoschule erfolgreich absolviert hatten.
Ende 1945: Mit der Außerdienststellung der Flotte und der Entwaffnung nach der Kapitulation im Mai 1945 wurde die Dienststellung des 2. Torpedooffiziers aufgelöst.
Spezifische Merkmale
Technik: Im Gegensatz zum 1. T.O., der primär taktisch agierte, lag der Schwerpunkt des 2. T.O. auf der materiellen Einsatzfähigkeit der komplexen Waffenanlage.
Ausbildung: Durchführung des praktischen Unterrichts für die Torpedogasten und Maaten zur Steigerung der Lade- und Schussgeschwindigkeit unter Gefechtsbedingungen.
Fehleranalyse: Dokumentation und erste Auswertung von Versagern oder Laufstörungen zur Weiterleitung an den Torpedoreferenten des jeweiligen Verbandes.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Kader: Die Verwendung als 2. T.O. auf einem Kreuzer galt als hervorragende Vorbereitung für eine spätere Laufbahn als Wachoffizier oder Kommandant in der U-Boot-Waffe.
Erfahrung: Die intensive Beschäftigung mit der Torpedotechnik war für Offiziere, die zur U-Boot-Waffe wechselten, von unschätzbarem Wert für den dortigen Frontdienst.
Spezialisierung: Viele spätere U-Boot-Spezialisten vertieften in dieser Position ihr Wissen über die damals problematischen Magnetzündersysteme.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 25 Torpedoinspektion: Akten über die Ausbildungsvorschriften und Dienstpflichten der Torpedooffiziere auf Kriegsschiffen.
BArch RM 7 Seekriegsleitung: Berichte über die personelle Besetzung der Fachoffiziersstellen auf den schweren Einheiten.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über die Kommandierung als 2. Torpedooffizier im Rahmen der Offizierslaufbahn.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel Waffenwesen: Die Torpedoorganisation).
Schubert, Peter „Die deutsche Torpedowaffe“ (Struktur und Aufgaben der technischen Fachreferate und Bordoffiziere).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848-1945“ (Systematik der Bordorganisation auf schweren Einheiten).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132