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2. Räumbootsflottille: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| colspan="3" | Die 2. Räumbootsflottille war ein hochmobiler Sicherungsverband der Kriegsmarine, der vor allem durch seine Einsätze im Ärmelkanal und an der französischen Küste sowie durch die Evakuierungsoperationen in der Endphase des Krieges bekannt wurde.
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| colspan="3" | Die 2. Räumbootsflottille war ein hochmobiler Sicherungsverband der Kriegsmarine. Bekannt für ihre Einsätze im Ärmelkanal und an der französischen Küste, zeichnete sich die Flottille durch ihre spezialisierten Räumboote aus, die aufgrund ihres geringen Tiefgangs und ihrer Wendigkeit essentiell für die Sicherung der flachen Küstenzonen und U-Boot-Zulaufwege waren.
 
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| colspan="3" | Aufstellung und Standort: Die Flottille wurde im Herbst 1938 aufgestellt. Nach Ausbruch des Krieges operierte der Verband zunächst in der Nordsee. Im April 1940 nahm die Flottille an der Besetzung der dänischen Häfen teil und verlegte im weiteren Verlauf des Jahres über die Niederlande nach Frankreich. Dort waren die Boote maßgeblich an der Sicherung der Kanalküste beteiligt.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Herbst 1938. Zunächst Einsatz in der Nordsee und im April 1940 bei der Besetzung dänischer Häfen.
 
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| colspan="3" | Aufgaben und Spezialisierung: Die Hauptaufgabe lag im Räumen von Minenfeldern und der Sicherung von Geleitzügen gegen feindliche Schnellboote und Luftangriffe. Die eingesetzten Boote waren aufgrund ihrer Voith-Schneider-Antriebe extrem wendig. Ein weiterer Schwerpunkt war der Such- und Rettungsdienst sowie die Einbringung von beschädigten Einheiten im Küstenvorfeld.
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| Einsatzgebiete: || colspan="3" | Ab 1940 Sicherung der Kanalküste Frankreichs. Nach Auflösung (August 1944) erfolgte im Frühjahr 1945 die Neuaufstellung in der Ostsee.
 
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| colspan="3" | Das Schicksal bei Kriegsende: Im August 1944 wurde die Flottille nach dem Verlust der Kanalhäfen im Zuge des alliierten Vormarsches aufgelöst. Anfang 1945 erfolgte jedoch die Neuaufstellung in der Ostsee. In den letzten Kriegswochen leistete der Verband einen entscheidenden Beitrag bei der Evakuierung von Flüchtlingen und Soldaten aus den eingekesselten Ostgebieten, bevor er nach der Kapitulation am 08.05.1945 teilweise in den [[Deutscher Minenräumdienst|Deutschen Minenräumdienst]] eingegliedert wurde.
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| Boote der Flottille: || colspan="3" | Einsatz der R-Boote R 1 bis R 16 (erste Serie). Später verstärkt durch modernere Einheiten (R 33 - R 40).
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| Technik & Wendigkeit: || colspan="3" | Ausrüstung mit dem Voith-Schneider-Antrieb, der ein Manövrieren auf der Stelle ermöglichte – entscheidend bei der Minenräumung unter Beschuss im engen Küstenvorfeld.
 
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| colspan="3" | Sicherung der Auslaufwege: Die 2. Räumbootsflottille war maßgeblich an der Freihaltung der Zwangswege vor den U-Boot-Stützpunkten an der französischen Küste beteiligt. Durch den geringen Tiefgang konnten die R-Boote Minenräumarbeiten in flachen Küstenzonen durchführen, die für größere Einheiten unzugänglich waren.
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| „Wegbereiter“: || colspan="3" | Enge Zusammenarbeit mit den Sperrbrechern. Während Sperrbrecher Minen durch Druck oder Magnetismus zur Detonation brachten, räumten R-Boote der 2. Flottille die "Restfelder" direkt vor den Einfahrten zu den U-Boot-Bunkern.
 
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| colspan="3" | Geleitschutz für Frontboote: Die Flottille stellte regelmäßig Sicherungsgruppen für ein- und auslaufende U-Boote. Dabei dienten die R-Boote als Vorposten gegen britische Schnellboote und zur Flak-Sicherung, um den wertvollen Frontbooten eine sichere Passage durch das gefährdete Küstenvorfeld zu ermöglichen.
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| Flak-Schirm: || colspan="3" | Aufgrund ihrer starken 2-cm Bewaffnung bildeten die R-Boote bei Geleitfahrten einen dichten Abwehrriegel gegen britische Jagdbomber (Typhoons), die speziell auf auftauchende U-Boote im Küstengürtel lauerten.
 
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| colspan="3" | Unterstützung bei Havarien: Bei Beschädigungen von U-Booten durch Fliegerangriffe im Küstenbereich leistete die Flottille oft Schlepphilfe und sicherte die Bergungsarbeiten ab, um die Boote sicher in die schützenden Bunkeranlagen zu bringen.
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| Seenotdienst: || colspan="3" | Die Flottille war oft die letzte Rettung für Besatzungen versenkter U-Boote im Kanalgebiet, da sie aufgrund ihrer Robustheit auch bei schwerer See noch operieren konnte.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
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| B.Arch. RM 71 / 18 || colspan="3" | Kriegstagebuch (KTB) der 2. Räumbootsflottille (Dokumentiert die täglichen Einsätze in Dänemark, Frankreich und später in der Ostsee).
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| BArch RM 71 / 18 || colspan="3" | (Kriegstagebuch (KTB) der 2. Räumbootsflottille - Detaillierte Listen der Geleitsicherungen für Front-U-Boote).
 
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| B.Arch. RM 61 / 12 || colspan="3" | Akten des Führers der Minensuchboote West (Enthält Befehle zur Kooperation zwischen Räumboten und der U-Boot-Waffe im Westraum).
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| BArch RM 61 / 12 || colspan="3" | (Akten des Führers der Minensuchboote West - Zusammenarbeit zwischen Räumboten und U-Boot-Waffe).
 
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| B.Arch. RM 7 / 2333 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung zur Sicherung der Küstengewässer (Belegt die Umgliederungen und die Neuaufstellung der Flottille 1945).
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| BArch RM 7 / 2333 || colspan="3" | (Seekriegsleitung - Berichte über die Evakuierungseinsätze in der Ostsee 1945).
 
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| Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945: Gliederung, Einsatz, Stellenbesetzung. (Band II, Kapitel zu den Räumbootsflottillen).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zu den Räumbootsflottillen).
 
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| Gröner, Erich || colspan="3" | Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. (Band 2, technische Daten zu den Räumboten und deren Einsatzgebieten).
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| Gröner, Erich || colspan="3" | "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 2, Technische Daten der Räumboote).
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945. (Detaillierte Übersicht der Flottillenchefs und der Standorte).
 
 
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| Dr. Erich Uetrecht || colspan="3" | "Meyers Orts- und Verkehrslexikon des Deutschen Reiches" - Verlag Leipzig u. Wien Bibliographisches Institut 1912 - 1935. [https://www.zvab.com/?cm_sp=TopNav-_-SB-_-Logo | → ZVAB - Antiquariat]
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
 
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Aktuelle Version vom 17. Februar 2026, 16:11 Uhr

Dienststelle 2. Räumbootsflottille
Die 2. Räumbootsflottille war ein hochmobiler Sicherungsverband der Kriegsmarine. Bekannt für ihre Einsätze im Ärmelkanal und an der französischen Küste, zeichnete sich die Flottille durch ihre spezialisierten Räumboote aus, die aufgrund ihres geringen Tiefgangs und ihrer Wendigkeit essentiell für die Sicherung der flachen Küstenzonen und U-Boot-Zulaufwege waren.
Historischer Kontext & Organisation
Aufstellung: Herbst 1938. Zunächst Einsatz in der Nordsee und im April 1940 bei der Besetzung dänischer Häfen.
Einsatzgebiete: Ab 1940 Sicherung der Kanalküste Frankreichs. Nach Auflösung (August 1944) erfolgte im Frühjahr 1945 die Neuaufstellung in der Ostsee.
Boote der Flottille: Einsatz der R-Boote R 1 bis R 16 (erste Serie). Später verstärkt durch modernere Einheiten (R 33 - R 40).
Technik & Wendigkeit: Ausrüstung mit dem Voith-Schneider-Antrieb, der ein Manövrieren auf der Stelle ermöglichte – entscheidend bei der Minenräumung unter Beschuss im engen Küstenvorfeld.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
„Wegbereiter“: Enge Zusammenarbeit mit den Sperrbrechern. Während Sperrbrecher Minen durch Druck oder Magnetismus zur Detonation brachten, räumten R-Boote der 2. Flottille die "Restfelder" direkt vor den Einfahrten zu den U-Boot-Bunkern.
Flak-Schirm: Aufgrund ihrer starken 2-cm Bewaffnung bildeten die R-Boote bei Geleitfahrten einen dichten Abwehrriegel gegen britische Jagdbomber (Typhoons), die speziell auf auftauchende U-Boote im Küstengürtel lauerten.
Seenotdienst: Die Flottille war oft die letzte Rettung für Besatzungen versenkter U-Boote im Kanalgebiet, da sie aufgrund ihrer Robustheit auch bei schwerer See noch operieren konnte.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 71 / 18 (Kriegstagebuch (KTB) der 2. Räumbootsflottille - Detaillierte Listen der Geleitsicherungen für Front-U-Boote).
BArch RM 61 / 12 (Akten des Führers der Minensuchboote West - Zusammenarbeit zwischen Räumboten und U-Boot-Waffe).
BArch RM 7 / 2333 (Seekriegsleitung - Berichte über die Evakuierungseinsätze in der Ostsee 1945).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel zu den Räumbootsflottillen).
Gröner, Erich "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 2, Technische Daten der Räumboote).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132