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Kommandierender Admiral Frankreich: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="3" | Der Kommandierende Admiral Frankreich war die zentrale administrative und truppendienstliche Kommandobehörde für das besetzte Frankreich und Belgien.
 
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| colspan="3" | Ab September 1942 war der ernannte Oberbefehlshaber des Marinegruppenkommandos West in Personalunion auch Kommandierender Admiral Frankreich. Im November 1942 ging die Dienststelle im Marinegruppenkommando West auf, wobei der Stab fortan den Quartiermeisterstab des Marinegruppenkommandos bildete.
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| colspan="3" | Versorgungssicherheit: Durch die truppendienstliche Führung der Sicherungsstreitkräfte (B.d.S. West) gewährleistete er den Schutz der Versorgungswege, die für den Betrieb der Frontflottillen am Atlantik lebensnotwendig waren.
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| Tessin, Georg || colspan="3" | Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht. (Band 14, zur systematischen Übersicht der Befehlshaber im Westraum).
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| Harnack, Wolfgang || colspan="3" | Die Verteidigung der Küsten. (Kontext zur Zusammenarbeit mit dem Befehlshaber der Sicherung West).
 
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Aktuelle Version vom 8. Februar 2026, 17:06 Uhr

Datenblatt Kommandierender Admiral Frankreich
Der Kommandierende Admiral Frankreich war die zentrale administrative und truppendienstliche Kommandobehörde für das besetzte Frankreich und Belgien.
Historischer Kontext & Organisation
Anfang: Aufstellung Ende Mai 1940 als Kommandierender Admiral West in Berlin. Im Juni 1940 Verlegung nach Brüssel und am 16.06.1940 Umbenennung in Kommandierender Admiral Frankreich. Ende Juni 1940 nahm der Stab seinen Sitz in Paris.
Unterstellung: Operativ dem Marinegruppenkommando West, in allen anderen Belangen dem Oberkommando der Marine (OKM). Truppendienstlich war ihm der Befehlshaber der Sicherung West unterstellt.
Befehlsbereich: Deutsch besetzte Teile Frankreichs und Belgiens (ohne Antwerpen).
Personalunion: Ab September 1942 führte der Oberbefehlshaber des Marinegruppenkommandos West die Dienststelle in Personalunion.
Ende: Im November 1942 ging die Dienststelle vollständig im Marinegruppenkommando West auf, wobei der Stab fortan dessen Quartiermeisterstab bildete.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Logistische Basis: Als administrative Oberbehörde war der Admiral Frankreich für die gesamte Infrastruktur der U-Boot-Stützpunkte verantwortlich. Er steuerte die Zuweisung von Material und Personal für die Werften und Bunkeranlagen.
Versorgungssicherheit: Durch die truppendienstliche Führung der Sicherungsstreitkräfte (B.d.S. West) gewährleistete er den Schutz der Versorgungswege, die für den Betrieb der Frontflottillen am Atlantik lebensnotwendig waren.
Personalhistorische Einordnung: In den Personalunterlagen (BArch PERS 6) kennzeichnet eine Verwendung in dieser Dienststelle – insbesondere ab November 1942 im Quartiermeisterstab – eine Tätigkeit in der rückwärtigen Führung und Logistik des U-Boot-Krieges.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 35-II / 1 Kriegstagebuch (KTB) des Kommandierenden Admirals Frankreich (belegt die frühen Phasen in Berlin und Brüssel).
BArch RM 7 / 2331 Akten der Seekriegsleitung zur Umgliederung in den Quartiermeisterstab des Marinegruppenkommandos West 1942.
BArch RM 121 / 642 Unterlagen zur personellen Besetzung der logistischen Fachabteilungen in Paris.
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H. Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band II, zur Einordnung des Admirals Frankreich in die Marinegruppenstruktur).
Tessin, Georg Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht. (Band 14, zur systematischen Übersicht der Befehlshaber im Westraum).
Harnack, Wolfgang Die Verteidigung der Küsten. (Kontext zur Zusammenarbeit mit dem Befehlshaber der Sicherung West).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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