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Wasserbombe: Unterschied zwischen den Versionen

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Eine Wasserbombe ist eine Unterwasserwaffe, die zur Vernichtung von Streitkräften in Unterwasserlage sowie anderer Unterwasserobjekte (wie z. B. U-Boote, Ankertauminen, Grundminen, anlaufende Torpedos, Kampfschwimmer u. a.) dient. Sie besteht aus einer Bombe, die unter Wasser in vorher definierter Tiefe zur Explosion gebracht werden kann. Wasserbomben können herkömmliche Sprengladungen oder Kernladungen enthalten. Man unterscheidet konventionelle und reaktive Wasserbomben.
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Konventionelle Wasserbomben werden vom Heck eines Schiffes abgerollt.
 
 
 
Reaktive Wasserbomben können aus Wasserbomben-Werfern einzeln oder in Salven verschossen werden (Reichweite eines Wasserbomben-Werfers beträgt zwischen 50 m und 6.500 m). Um einen stabilen Flug und eine größere Sinkgeschwindigkeit beim Eintauchen in das Wasser zu erreichen, haben reaktive Wasserbomben eine strömungsgünstige Form und Ringgleitwerke. Sie werden durch den Schub eines Triebwerkes oder durch eine Treibladung in Bewegung versetzt. Meist werden ungelenkte reaktive Triebwerke auf der Grundlage von Zweikomponentenpulver (Ballistit- und Korditpulver) verwendet.
 
 
 
Als Zünder werden verwendet:
 
 
 
Aufschlagzünder, die beim Auftreffen der Wasserbombe auf ein Unterwasserobjekt ansprechen.
 
 
 
Fernzünder, die in einem bestimmten Abstand der Wasserbombe zum Ziel – z. B. unter der Einwirkung des magnetischen, akustischen oder hydrodynamischen Feldes des Ziels – wirksam werden.
 
 
 
Hydrostatische Zünder (Druckzünder), die beim Erreichen der eingestellten Wassertiefe ansprechen.
 
 
 
Verzögerungszünder mit Uhrwerk oder pyrotechnischen Zündverzögerungen, die nach Ablauf der eingestellten Zeit nach Eintauchen der Wasserbombe in das Wasser ansprechen.
 
  
  
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| colspan="2" | Die Wasserbombe war die primäre Waffe von Überwasserstreitkräften und Flugzeugen zur Bekämpfung getauchter U-Boote. Sie besteht aus einem zylindrischen Metallbehälter, der mit hochexplosivem Sprengstoff gefüllt ist. Die Auslösung erfolgt über einen hydrostatischen Zünder, der bei Erreichen einer voreingestellten Tiefe auf den Wasserdruck reagiert. Die zerstörerische Wirkung beruht auf der Inkompressibilität des Wassers: Die bei der Detonation entstehende Druckwelle überträgt sich schockartig auf den Bootskörper, was zu Leckagen, dem Ausfall elektrischer Systeme oder dem Bruch des Druckkörpers führt.
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| colspan="2" |Die alliierten Seestreitkräfte nutzten im Zweiten Weltkrieg verschiedene Typen von Wasserbomben, die nach dem "Mark"-System (Abk. Mk.) klassifiziert wurden. Während zu Kriegsbeginn die zylindrische Mk. VII der Royal Navy den Standard bildete, führten steigende Tauchtiefen der deutschen U-Boote zur Entwicklung schwererer Ladungen (Mk. X) und aerodynamischer Formen (Mk. XI, Mk. 9) für schnellere Sinkgeschwindigkeiten. Die Zerstörungswirkung basierte auf der Druckwelle des Unterwassersprengstoffs (Amatol, Minol oder Torpex), wobei die Zündtiefe mittels hydrostatischer Pistolen präzise am Zündkopf eingestellt wurde.
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| Mk. VII Heavy: || colspan="3" | Mit Zusatzgewicht für schnelleres Sinken; Zündtiefe bis 275 m.
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| Mk. X: || colspan="3" | Schwere Wabo (ca. 1360 kg); 900 kg Torpex; Einsatz aus Torpedorohren gegen tiefe Ziele.
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| Mk. XI: || colspan="3" | Aerodynamische Tropfenform; 145 kg Torpex; hohe Sinkgeschwindigkeit (ca. 5 m/s).
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| Mark 7: || colspan="3" | Schwere Version der Mk. 6; 270 kg TNT; für größere Schadensradien.
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| TNA ADM 186 || colspan="3" | Admiralty Publications: Technical details of Mark VII and Mark XI Depth Charges.
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| Friedman, Norman || colspan="3" | „U.S. Naval Weapons“ (Evolution of depth charge technology).
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[[U-Boote|Liste alle U-Boote]]
 

Aktuelle Version vom 14. März 2026, 11:11 Uhr

Bewaffnung / U-Jagd Alliierte Wasserbomben
Die Wasserbombe war die primäre Waffe von Überwasserstreitkräften und Flugzeugen zur Bekämpfung getauchter U-Boote. Sie besteht aus einem zylindrischen Metallbehälter, der mit hochexplosivem Sprengstoff gefüllt ist. Die Auslösung erfolgt über einen hydrostatischen Zünder, der bei Erreichen einer voreingestellten Tiefe auf den Wasserdruck reagiert. Die zerstörerische Wirkung beruht auf der Inkompressibilität des Wassers: Die bei der Detonation entstehende Druckwelle überträgt sich schockartig auf den Bootskörper, was zu Leckagen, dem Ausfall elektrischer Systeme oder dem Bruch des Druckkörpers führt.
Die alliierten Seestreitkräfte nutzten im Zweiten Weltkrieg verschiedene Typen von Wasserbomben, die nach dem "Mark"-System (Abk. Mk.) klassifiziert wurden. Während zu Kriegsbeginn die zylindrische Mk. VII der Royal Navy den Standard bildete, führten steigende Tauchtiefen der deutschen U-Boote zur Entwicklung schwererer Ladungen (Mk. X) und aerodynamischer Formen (Mk. XI, Mk. 9) für schnellere Sinkgeschwindigkeiten. Die Zerstörungswirkung basierte auf der Druckwelle des Unterwassersprengstoffs (Amatol, Minol oder Torpex), wobei die Zündtiefe mittels hydrostatischer Pistolen präzise am Zündkopf eingestellt wurde.
Britische Wasserbomben (Royal Navy)
Mk. VII: Standard-Wabo (zylindrisch); 130 kg Amatol; Zündtiefe: 15 m bis 150 m (später 210 m).
Mk. VII Heavy: Mit Zusatzgewicht für schnelleres Sinken; Zündtiefe bis 275 m.
Mk. X: Schwere Wabo (ca. 1360 kg); 900 kg Torpex; Einsatz aus Torpedorohren gegen tiefe Ziele.
Mk. XI: Aerodynamische Tropfenform; 145 kg Torpex; hohe Sinkgeschwindigkeit (ca. 5 m/s).
Amerikanische Wasserbomben (US Navy)
Mark 6: Zylindrische Standardform; 136 kg TNT; Zündtiefe: 10 m bis 180 m.
Mark 7: Schwere Version der Mk. 6; 270 kg TNT; für größere Schadensradien.
Mark 9: "Teardrop" (Tropfenform); 90 kg Torpex; Zündtiefe bis 180 m; sehr hohe Präzision.
Mark 14: Spezial-Wabo für extrem große Tiefen; Zündbereich bis zu 300 m.
Technische Daten und Wirkung
Sprengstoffe: Übergang von Amatol zu Torpex (ca. 50 % höhere Brisanz).
Sinkraten: Zylindrische Formen: ca. 2,5 m/s; Tropfenformen: bis zu 6 m/s.
Schadensradius: Letale Zone: 6-10 m; Schwere strukturelle Schäden: bis zu 25 m Entfernung.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Gefahr: Die US-Mark 9 war aufgrund der hohen Sinkgeschwindigkeit schwer auszummanövrieren.
Taktik: Vergrößerung der Zündtiefen zwang deutsche Boote zur Entwicklung der Tieftauchfähigkeit.
Ortung: Enge Kopplung der Mk.-Einstellungen an die ASDIC-Entfernungsmessung.
Quellenverweise - | The National Archives
TNA ADM 186 Admiralty Publications: Technical details of Mark VII and Mark XI Depth Charges.
TNA ADM 199 War History Cases: Statistical analysis of U-boat kills by Mark-series charges.
NARA RG 19 Bureau of Ships: Specifications for US Navy Mark 6 and Mark 9 depth charges.
Literaturverweise
Campbell, John „Naval Weapons of World War Two“ (Details zu britischen und US-Wabos).
Rössler, Eberhard „Die deutschen U-Boote und ihre Gegner“ (Alliierte Abwehrwaffen).
Friedman, Norman „U.S. Naval Weapons“ (Evolution of depth charge technology).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132