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2. Artillerieträgerflottille: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="2" | Die 2. Artillerieträgerflottille wurde im Frühjahr 1944 aufgestellt. Sie bestand aus umgerüsteten Küstenmotorschiffen und Frachtern, die als schwere und leichte Artillerieträger (SAT/LAT) für den küstennahen Einsatz umgebaut worden waren. Der Verband operierte vornehmlich in der östlichen Ostsee und im finnischen Meerbusen. Hauptaufgabe war die Flak-Sicherung von Geleitzügen, der Schutz von Häfen gegen Luftangriffe sowie die artilleristische Unterstützung des Heeres bei Landkämpfen. In der Endphase des Krieges (1945) leistete die Flottille wesentliche Dienste bei der Sicherung der Evakuierungstransporte aus Kurland und Ostpreußen.
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| colspan="2" | Die 2. Artillerieträgerflottille wurde im Herbst 1942 aufgestellt. Sie bestand aus spezialisierten Hilfskriegsschiffen (SAT/LAT), die für den artilleristischen Schutz und die Geleitsicherung in den küstennahen Gewässern umgebaut worden waren. Entgegen späterer Einsatzschwerpunkte operierte der Verband in seiner frühen Phase (1942/43) primär im Südraum (Asowsches Meer / Schwarzes Meer), um den Nachschub für die Heeresverbände im Kaukasus und auf der Krim zu sichern. Später wurde die Flottille in die Ostsee verlegt, wo sie bis Kriegsende zur Flak-Sicherung und im Erdkampf gegen sowjetische Landstreitkräfte eingesetzt wurde.
 
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| Aufstellung: || colspan="3" | Frühjahr 1944; Einsatzschwerpunkt Ostsee.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Herbst 1942 (nachgewiesen durch Kommandierungen ab Nov. 1942).
 
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| Aufgabe: || colspan="3" | Flak-Schutz; Geleitsicherung; Küstenbeschuss; Objektsicherung.
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| Aufgabe: || colspan="3" | Flak-Sicherung; Küstenschutz; Geleitzugdienst; Unterstützung des Heeres.
 
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| Unterstellung: || colspan="3" | 9. Sicherungs-Division; Admiral östliche Ostsee.
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| Unterstellung: || colspan="3" | Admiral Schwarzes Meer (1942/43); später 9. Sicherungs-Division (Ostsee).
 
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| Ende 1945: || colspan="3" | Mai 1945; Auflösung nach der Gesamtkapitulation im Ostseeraum.
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| Ende 1945: || colspan="3" | Mai 1945; Auflösung nach den Rückzugskämpfen im Ostseeraum.
 
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| Einheiten: || colspan="3" | Schwere (SAT) und Leichte Artillerieträger (LAT), z. B. SAT "Ostsee".
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| Fahrzeuge: || colspan="3" | Schwere (SAT) und Leichte Artillerieträger (LAT); umgerüstete Frachter/Küstenmotorschiffe.
 
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| Bewaffnung: || colspan="3" | Verstärkte Flak (8,8-cm, 3,7-cm und 2-cm); teils schwere Heeresgeschütze.
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| Einsatz 1942: || colspan="3" | Sicherung der Versorgungsrouten im Asowschen Meer (Raum Kertsch/Taman).
 
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| Einsatz: || colspan="3" | Bekämpfung von sowjetischen Fliegerangriffen und Schnellbootvorstößen.
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| Bewaffnung: || colspan="3" | Massive Flak-Bestückung (8,8-cm, 3,7-cm und 2-cm-Vierling).
 
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| Stützpunktschutz: || colspan="3" | Flak-Abdeckung der U-Boot-Ausbildungsgebiete in der Danziger Bucht.
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| Stützpunkt: || colspan="3" | Sicherung der Häfen Konstanza und Sewastopol für die 30. U-Flottille.
 
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| Geleitsicherung: || colspan="3" | Schutz der für U-Boote lebenswichtigen Versorgungsschiffe in der Ostsee.
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| Geleitschutz: || colspan="3" | Schutz von U-Boot-Versorgern gegen Luftangriffe im Schwarzen Meer.
 
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| Evakuierung: || colspan="3" | Sicherung der Schiffe, die Personal der U-Lehrdivisionen 1945 nach Westen brachten.
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| Zusammenarbeit: || colspan="3" | Gemeinsame Sicherung von Transitwegen in der Ostsee während der Endphase 1945.
 
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| BArch RM 61 || colspan="3" | Sicherungsstreitkräfte: Kriegstagebücher der 2. Artillerieträgerflottille.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Werdegänge mit Kommandierung als Bootskommandant ab 11/1942.
 
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Werdegänge der Flottillenchefs und Kommandanten.
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| BArch RM 61 || colspan="3" | Sicherungsstreitkräfte: Kriegstagebücher der Artillerieträgerflottillen.
 
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| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung: Berichte über Flakeinsätze in der östlichen Ostsee.
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| BArch RM 35 || colspan="3" | Marinegruppenkommando Süd: Berichte über die Transportsicherung 1942/43.
 
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II: Sicherungsstreitkräfte).
 
| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II: Sicherungsstreitkräfte).
 
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| Gröner, Erich || colspan="3" | „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 5: Hilfsschiffe).
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| Gröner, Erich || colspan="3" | „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 5: Artillerieträger).
 
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| Wegner, Günter || colspan="3" | „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“.
 
| Wegner, Günter || colspan="3" | „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“.

Aktuelle Version vom 13. März 2026, 09:24 Uhr

Verband 2. Artillerieträgerflottille
Die 2. Artillerieträgerflottille wurde im Herbst 1942 aufgestellt. Sie bestand aus spezialisierten Hilfskriegsschiffen (SAT/LAT), die für den artilleristischen Schutz und die Geleitsicherung in den küstennahen Gewässern umgebaut worden waren. Entgegen späterer Einsatzschwerpunkte operierte der Verband in seiner frühen Phase (1942/43) primär im Südraum (Asowsches Meer / Schwarzes Meer), um den Nachschub für die Heeresverbände im Kaukasus und auf der Krim zu sichern. Später wurde die Flottille in die Ostsee verlegt, wo sie bis Kriegsende zur Flak-Sicherung und im Erdkampf gegen sowjetische Landstreitkräfte eingesetzt wurde.
Entstehung, Funktion und Aufgaben
Aufstellung: Herbst 1942 (nachgewiesen durch Kommandierungen ab Nov. 1942).
Aufgabe: Flak-Sicherung; Küstenschutz; Geleitzugdienst; Unterstützung des Heeres.
Unterstellung: Admiral Schwarzes Meer (1942/43); später 9. Sicherungs-Division (Ostsee).
Ende 1945: Mai 1945; Auflösung nach den Rückzugskämpfen im Ostseeraum.
Spezifische Merkmale
Fahrzeuge: Schwere (SAT) und Leichte Artillerieträger (LAT); umgerüstete Frachter/Küstenmotorschiffe.
Einsatz 1942: Sicherung der Versorgungsrouten im Asowschen Meer (Raum Kertsch/Taman).
Bewaffnung: Massive Flak-Bestückung (8,8-cm, 3,7-cm und 2-cm-Vierling).
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Stützpunkt: Sicherung der Häfen Konstanza und Sewastopol für die 30. U-Flottille.
Geleitschutz: Schutz von U-Boot-Versorgern gegen Luftangriffe im Schwarzen Meer.
Zusammenarbeit: Gemeinsame Sicherung von Transitwegen in der Ostsee während der Endphase 1945.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit Kommandierung als Bootskommandant ab 11/1942.
BArch RM 61 Sicherungsstreitkräfte: Kriegstagebücher der Artillerieträgerflottillen.
BArch RM 35 Marinegruppenkommando Süd: Berichte über die Transportsicherung 1942/43.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II: Sicherungsstreitkräfte).
Gröner, Erich „Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945“ (Band 5: Artillerieträger).
Wegner, Günter „Stellenbesetzung der deutschen Marine 1848–1945“.
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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