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II. Marinebrigade: Unterschied zwischen den Versionen

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| colspan="2" | Die II. Marine-Brigade wurde im Februar 1919 in Wilhelmshaven durch Korvettenkapitän Hermann Ehrhardt aufgestellt (daher zumeist als Marine-Brigade Ehrhardt bezeichnet). Sie rekrutierte sich aus Offizieren, Deckoffizieren und Mannschaften der ehemaligen Kaiserlichen Marine. Als elitärer und streng antiresolutionärer Freikorps-Verband wurde sie zur Niederschlagung von Rätestrukturen in Norddeutschland, Braunschweig, München und im Ruhrgebiet eingesetzt. Im März 1920 bildete die Brigade den militärischen Kern des Kapp-Lüttwitz-Putsches. Nach dessen Scheitern wurde der Verband im Mai 1920 offiziell aufgelöst, wobei weite Teile des Personals in die Organisation Consul (O.C.) oder die spätere Reichsmarine übergingen.
 
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Aktuelle Version vom 9. März 2026, 11:16 Uhr

Verband II. Marine-Brigade
Die II. Marine-Brigade wurde im Februar 1919 in Wilhelmshaven durch Korvettenkapitän Hermann Ehrhardt aufgestellt (daher zumeist als Marine-Brigade Ehrhardt bezeichnet). Sie rekrutierte sich aus Offizieren, Deckoffizieren und Mannschaften der ehemaligen Kaiserlichen Marine. Als elitärer und streng antiresolutionärer Freikorps-Verband wurde sie zur Niederschlagung von Rätestrukturen in Norddeutschland, Braunschweig, München und im Ruhrgebiet eingesetzt. Im März 1920 bildete die Brigade den militärischen Kern des Kapp-Lüttwitz-Putsches. Nach dessen Scheitern wurde der Verband im Mai 1920 offiziell aufgelöst, wobei weite Teile des Personals in die Organisation Consul (O.C.) oder die spätere Reichsmarine übergingen.
Entstehung, Funktion und Einsätze
Aufstellung: 17.02.1919 in Wilhelmshaven; Verlegung zur Ausbildung nach Sennelager.
Einsätze: 1919: Bremen, Braunschweig, München (Räterepublik); 1920: Berlin (Kapp-Putsch), Ruhrgebiet (Rote Ruhrarmee).
Struktur: Gliederung in drei Marineregimenter, eine Flammenwerfer-Abteilung, Pionier- und Artillerie-Einheiten.
Ende 1920: 31.05.1920 offizielle Auflösung; das Personal bildete später den Grundstock zahlreicher nationaler Wehrverbände.
Spezifische Merkmale
Disziplin: Bedingungsloser Gehorsam gegenüber dem Brigadechef Ehrhardt; Beibehaltung kaiserlicher Militärstandards.
Symbolik: Tragen des Hakenkreuzes am Stahlhelm; das "Ehrhardt-Lied" galt als Identitätsmerkmal des Verbandes.
Politisch: Radikal nationalistische und antirepublikanische Gesinnung; Keimzelle für spätere nationalsozialistische Formationen.
Relevanz für die spätere U-Boot-Waffe
Kadererhalt: Zahlreiche spätere U-Boot-Kommandanten und Admirale der Kriegsmarine begannen ihre aktive Dienstzeit in der Brigade Ehrhardt.
Ausbildung: Vermittlung von infanteristischer Härte und taktischer Kleingruppenführung, die prägend für das Offizierkorps blieb.
Personal: Prominente Angehörige waren u. a. der spätere Generaladmiral Albrecht und zahlreiche Ritterkreuzträger der U-Boot-Waffe.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 54 Marinebrigaden: Akten über die Aufstellung, Einsätze und die personelle Struktur der Brigade Ehrhardt.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge mit Dienstzeitnachweisen in der „II. Marine-Brigade (Ehrhardt)“.
BArch RM 2 Admiralstab: Berichte über die Rolle der Brigade beim Kapp-Putsch und deren Auflösung.
Literaturverweise
Krüger, Gabriele „Die Brigade Ehrhardt“ (Standardwerk zur Verbandsgeschichte).
Hildebrand, Hans „Die deutschen Kriegsschiffe“ (Band 7: Freikorps und Marine-Regimenter).
Lohmann / Hildebrand „Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945“ (Band II, Kapitel: Die personellen Wurzeln).
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