Aktionen

Marinestation der Nordsee: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
Zeile 1: Zeile 1:
{| style="background-color:#FFFFE0; border:3px double black; width:100%; table-layout:fixed; border-collapse:separate; padding:10px; font-weight:normal;"
+
{| style="background-color:#FFFFE0;border-color:black;border-width:3px;border-style:double;width:100%;align:center"
 
 
 
|-
 
|-
|
+
| || colspan="3" |
{| class="wikitable" style="width:100%; table-layout:fixed; background-color:#FFFFE0; font-weight:normal;"
 
  
 +
{| class="wikitable" style="width:100%; table-layout:fixed;"
 
|-
 
|-
 
| style="width:25%" |
 
| style="width:25%" |
Zeile 11: Zeile 10:
 
! Verband
 
! Verband
 
! '''Marinestation der Nordsee'''
 
! '''Marinestation der Nordsee'''
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
 
| colspan="3" | Die Marinestation der Nordsee war eine der beiden zentralen territorialen Kommandobehörden der deutschen Marine. Mit Hauptquartier in Wilhelmshaven bildete sie das administrative und logistische Rückgrat für alle Operationen in der Nordsee und im Atlantik. Sie koordinierte die gesamte landseitige Infrastruktur, von den Werftkapazitäten bis zur personellen Grundausbildung, und stellte damit die materielle Basis für den Einsatz der Front-U-Boote sicher.
 
| colspan="3" | Die Marinestation der Nordsee war eine der beiden zentralen territorialen Kommandobehörden der deutschen Marine. Mit Hauptquartier in Wilhelmshaven bildete sie das administrative und logistische Rückgrat für alle Operationen in der Nordsee und im Atlantik. Sie koordinierte die gesamte landseitige Infrastruktur, von den Werftkapazitäten bis zur personellen Grundausbildung, und stellte damit die materielle Basis für den Einsatz der Front-U-Boote sicher.
 
|-
 
|-
 
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
! colspan="3" | Historische Entwicklung und Standorte
 
! colspan="3" | Historische Entwicklung und Standorte
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
 
| Sitz: || colspan="3" | Hauptquartier in Wilhelmshaven; zuständig für die gesamte deutsche Nordseeküste inklusive der Ems-, Weser- und Elbmündungen sowie der Helgoländer Bucht.
 
| Sitz: || colspan="3" | Hauptquartier in Wilhelmshaven; zuständig für die gesamte deutsche Nordseeküste inklusive der Ems-, Weser- und Elbmündungen sowie der Helgoländer Bucht.
 
|-
 
|-
 
 
| Epochen: || colspan="3" | Kontinuierliches Bestehen unter diesem Namen in der Kaiserlichen Marine, der Reichsmarine und der Kriegsmarine bis zur Umstrukturierung 1943.
 
| Epochen: || colspan="3" | Kontinuierliches Bestehen unter diesem Namen in der Kaiserlichen Marine, der Reichsmarine und der Kriegsmarine bis zur Umstrukturierung 1943.
 
|-
 
|-
 
 
| Umbenennung: || colspan="3" | Am 01.02.1943 erfolgte die offizielle Umwandlung der Dienststelle in das Marineoberkommando (MOK) Nordsee zur Anpassung an die veränderten Befehlsstrukturen.
 
| Umbenennung: || colspan="3" | Am 01.02.1943 erfolgte die offizielle Umwandlung der Dienststelle in das Marineoberkommando (MOK) Nordsee zur Anpassung an die veränderten Befehlsstrukturen.
 
|-
 
|-
 
 
| Ende 1945: || colspan="3" | Abwicklung der verbliebenen Marineverbände im Nordseeraum unter britischer Aufsicht nach der Gesamtkapitulation im Mai 1945.
 
| Ende 1945: || colspan="3" | Abwicklung der verbliebenen Marineverbände im Nordseeraum unter britischer Aufsicht nach der Gesamtkapitulation im Mai 1945.
 
|-
 
|-
 
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
! colspan="3" | Aufgaben und Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
! colspan="3" | Aufgaben und Relevanz für die U-Boot-Waffe
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
 
| Stützpunkt-Logistik: || colspan="3" | Wilhelmshaven diente als zentraler Ausrüstungs- und Instandsetzungshafen; Vorbereitung prominenter Boote wie U 47 für ihre Fernunternehmungen.
 
| Stützpunkt-Logistik: || colspan="3" | Wilhelmshaven diente als zentraler Ausrüstungs- und Instandsetzungshafen; Vorbereitung prominenter Boote wie U 47 für ihre Fernunternehmungen.
 
|-
 
|-
 
 
| Ersatzwesen: || colspan="3" | Unterstellung zahlreicher Schiffsstammabteilungen und Fachschulen im Nordseeraum zur Durchführung der Grundausbildung für das künftige U-Boot-Personal.
 
| Ersatzwesen: || colspan="3" | Unterstellung zahlreicher Schiffsstammabteilungen und Fachschulen im Nordseeraum zur Durchführung der Grundausbildung für das künftige U-Boot-Personal.
 
|-
 
|-
 
 
| Gerichtsbarkeit: || colspan="3" | Übergeordnete Instanz für sämtliche Personalangelegenheiten, Beförderungen und die Marinejustiz aller im Stationsbereich befindlichen U-Boot-Fahrer.
 
| Gerichtsbarkeit: || colspan="3" | Übergeordnete Instanz für sämtliche Personalangelegenheiten, Beförderungen und die Marinejustiz aller im Stationsbereich befindlichen U-Boot-Fahrer.
 
|-
 
|-
 
 
| Rüstungshilfe: || colspan="3" | Aufsicht über die Marine-Artilleriezeugämter und das Kriegsmarinearsenal Wilhelmshaven zur Sicherstellung der Bewaffnung und Munitionierung der Boote.
 
| Rüstungshilfe: || colspan="3" | Aufsicht über die Marine-Artilleriezeugämter und das Kriegsmarinearsenal Wilhelmshaven zur Sicherstellung der Bewaffnung und Munitionierung der Boote.
 
|-
 
|-
 
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
! colspan="3" | Führung (Chef der Marinestation)
 
! colspan="3" | Führung (Chef der Marinestation)
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
 
| Admiral Hermann Densch: || colspan="3" | Dienstzeit als Stationschef von 1939 bis zur Umgliederung im Jahr 1943; verantwortlich für den Aufbau der Kriegsorganisation im Westen.
 
| Admiral Hermann Densch: || colspan="3" | Dienstzeit als Stationschef von 1939 bis zur Umgliederung im Jahr 1943; verantwortlich für den Aufbau der Kriegsorganisation im Westen.
 
|-
 
|-
 
 
| Admiral Erich Förste: || colspan="3" | Führung der Dienststelle ab 1943, zunächst als Stationschef und anschließend als Oberbefehlshaber des MOK Nordsee bis Kriegsende.
 
| Admiral Erich Förste: || colspan="3" | Führung der Dienststelle ab 1943, zunächst als Stationschef und anschließend als Oberbefehlshaber des MOK Nordsee bis Kriegsende.
 
|-
 
|-
 
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
 
| BArch RM 32 || colspan="3" | Marinestation der Nordsee / MOK Nordsee: Zentraler Bestand mit Kriegstagebüchern (KTB), Verwaltungsakten und Befehlen der Stationsleitung.
 
| BArch RM 32 || colspan="3" | Marinestation der Nordsee / MOK Nordsee: Zentraler Bestand mit Kriegstagebüchern (KTB), Verwaltungsakten und Befehlen der Stationsleitung.
 
|-
 
|-
 
 
| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Werdegänge zahlreicher U-Boot-Fahrer mit dokumentierten Dienstzeiten in den Stammabteilungen und Depots im Bereich der Station Nordsee.
 
| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Werdegänge zahlreicher U-Boot-Fahrer mit dokumentierten Dienstzeiten in den Stammabteilungen und Depots im Bereich der Station Nordsee.
 
|-
 
|-
 
 
| BArch RM 121 || colspan="3" | Schiffsstammabteilungen: Dokumentation der Ausbildungseinheiten im Raum Wilhelmshaven, Varel und Wesermünde zur personellen Ergänzung der Flotte.
 
| BArch RM 121 || colspan="3" | Schiffsstammabteilungen: Dokumentation der Ausbildungseinheiten im Raum Wilhelmshaven, Varel und Wesermünde zur personellen Ergänzung der Flotte.
 
|-
 
|-
 
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
! colspan="3" | Literaturverweise
 
! colspan="3" | Literaturverweise
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
 
| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 1, Abschnitt: Die großen Kommandobehörden und territorialen Bereiche).
 
| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 1, Abschnitt: Die großen Kommandobehörden und territorialen Bereiche).
 
|-
 
|-
 
 
| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
 
| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
 
|-
 
|-
 
 
| Tessin, Georg || colspan="3" | "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 14, Standorte der Marine-Dienststellen im Nordseeraum).
 
| Tessin, Georg || colspan="3" | "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 14, Standorte der Marine-Dienststellen im Nordseeraum).
 
|-
 
|-
 
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
 
| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 
| style="text-align:center" colspan="3" | Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
 
|-
 
|-
 
! colspan="3" |
 
! colspan="3" |
 
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
 
 
| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
| style="text-align:center" colspan="3" | [mailto:ubootarchivwiki@gmail.com ubootarchivwiki@gmail.com] - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132
 
|-
 
|-
 
 
|}
 
|}
 
|}
 
|}

Aktuelle Version vom 4. März 2026, 13:52 Uhr

Verband Marinestation der Nordsee
Die Marinestation der Nordsee war eine der beiden zentralen territorialen Kommandobehörden der deutschen Marine. Mit Hauptquartier in Wilhelmshaven bildete sie das administrative und logistische Rückgrat für alle Operationen in der Nordsee und im Atlantik. Sie koordinierte die gesamte landseitige Infrastruktur, von den Werftkapazitäten bis zur personellen Grundausbildung, und stellte damit die materielle Basis für den Einsatz der Front-U-Boote sicher.
Historische Entwicklung und Standorte
Sitz: Hauptquartier in Wilhelmshaven; zuständig für die gesamte deutsche Nordseeküste inklusive der Ems-, Weser- und Elbmündungen sowie der Helgoländer Bucht.
Epochen: Kontinuierliches Bestehen unter diesem Namen in der Kaiserlichen Marine, der Reichsmarine und der Kriegsmarine bis zur Umstrukturierung 1943.
Umbenennung: Am 01.02.1943 erfolgte die offizielle Umwandlung der Dienststelle in das Marineoberkommando (MOK) Nordsee zur Anpassung an die veränderten Befehlsstrukturen.
Ende 1945: Abwicklung der verbliebenen Marineverbände im Nordseeraum unter britischer Aufsicht nach der Gesamtkapitulation im Mai 1945.
Aufgaben und Relevanz für die U-Boot-Waffe
Stützpunkt-Logistik: Wilhelmshaven diente als zentraler Ausrüstungs- und Instandsetzungshafen; Vorbereitung prominenter Boote wie U 47 für ihre Fernunternehmungen.
Ersatzwesen: Unterstellung zahlreicher Schiffsstammabteilungen und Fachschulen im Nordseeraum zur Durchführung der Grundausbildung für das künftige U-Boot-Personal.
Gerichtsbarkeit: Übergeordnete Instanz für sämtliche Personalangelegenheiten, Beförderungen und die Marinejustiz aller im Stationsbereich befindlichen U-Boot-Fahrer.
Rüstungshilfe: Aufsicht über die Marine-Artilleriezeugämter und das Kriegsmarinearsenal Wilhelmshaven zur Sicherstellung der Bewaffnung und Munitionierung der Boote.
Führung (Chef der Marinestation)
Admiral Hermann Densch: Dienstzeit als Stationschef von 1939 bis zur Umgliederung im Jahr 1943; verantwortlich für den Aufbau der Kriegsorganisation im Westen.
Admiral Erich Förste: Führung der Dienststelle ab 1943, zunächst als Stationschef und anschließend als Oberbefehlshaber des MOK Nordsee bis Kriegsende.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 32 Marinestation der Nordsee / MOK Nordsee: Zentraler Bestand mit Kriegstagebüchern (KTB), Verwaltungsakten und Befehlen der Stationsleitung.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge zahlreicher U-Boot-Fahrer mit dokumentierten Dienstzeiten in den Stammabteilungen und Depots im Bereich der Station Nordsee.
BArch RM 121 Schiffsstammabteilungen: Dokumentation der Ausbildungseinheiten im Raum Wilhelmshaven, Varel und Wesermünde zur personellen Ergänzung der Flotte.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 1, Abschnitt: Die großen Kommandobehörden und territorialen Bereiche).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Tessin, Georg "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 14, Standorte der Marine-Dienststellen im Nordseeraum).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132