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Artillerietechnischer-Offizier: Unterschied zwischen den Versionen

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| Justierung: || colspan="3" | Präzise Kalibrierung der optischen Richtgeräte und Entfernungsmesser (Em) zur Sicherstellung hoher Trefferwahrscheinlichkeiten bei See- und Luftzielen.
 
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| Munitionswesen: || colspan="3" | Fachliche Überwachung der fachgerechten Lagerung sowie die kontinuierliche Temperaturkontrolle innerhalb der Pulverkammern zur Vermeidung von Instabilitäten.
 
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| Fehlersuche: || colspan="3" | Diagnose und Behebung technischer Störungen an den Geschütztürmen und Ladeeinrichtungen unter simulierten und realen Gefechtsbedingungen.
 
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Aktuelle Version vom 4. März 2026, 09:43 Uhr

Dienststellung Artillerietechnischer Offizier
Der Artillerietechnische Offizier (A.T.O.) war eine hochspezialisierte technische Dienststellung der Kriegsmarine, die primär auf großen Überwassereinheiten und in Marinearsenalen besetzt wurde. Er fungierte als technisches Gegenstück zum Artillerie-Offizier (A.O.) und verantwortete die mechanische sowie elektrische Einsatzbereitschaft der gesamten Geschützbewaffnung und Feuerleitanlagen.
Entstehung, Funktion und Verantwortlichkeiten
Entstehung: Notwendigkeit einer rein technischen Betreuung aufgrund steigender Komplexität von Rechengeräten und Optiken; Zuordnung zur Waffenlaufbahn (Offiziere (W)).
Instandhaltung: Wartung der Geschützverschlüsse, Rohrvorholer, Munitionsaufzüge und der Feuerleit-Rechenstellen zur Gewährleistung der ständigen Gefechtsbereitschaft.
Justierung: Präzise Kalibrierung der optischen Richtgeräte und Entfernungsmesser (Em) zur Sicherstellung hoher Trefferwahrscheinlichkeiten bei See- und Luftzielen.
Munitionswesen: Fachliche Überwachung der fachgerechten Lagerung sowie die kontinuierliche Temperaturkontrolle innerhalb der Pulverkammern zur Vermeidung von Instabilitäten.
Ende 1945: Auflösung der Dienststellung mit der Kapitulation im Mai 1945; anschließende technische Analysen der Feinmechanik und Optik durch alliierte Fachkommissionen.
Spezifische Merkmale & Qualifikation
Fachkunde: Absolvierung spezialisierter Lehrgänge an den Schiffsartillerieschulen mit Fokus auf Materialkunde, Elektrotechnik und feinmechanische Justierverfahren.
Fehlersuche: Diagnose und Behebung technischer Störungen an den Geschütztürmen und Ladeeinrichtungen unter simulierten und realen Gefechtsbedingungen.
Waffenabnahme: Durchführung technischer Funktionsprüfungen nach Werftliegezeiten oder dem Einbau neuer Waffenkomponenten in den Marinearsenalen.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Arsenalwesen: Im Marinearsenal Kiel leiteten A.T.O.s die Werkstätten, welche die Deckskanonen und Flak-Geschütze der U-Boote vor dem Auslaufen warteten und justierten.
Waffenentwicklung: Maßgebliche Beteiligung an der Erprobung und Einführung neuer Flak-Systeme (z. B. 3,7-cm-M42U) zur Abwehr alliierter Luftangriffe auf U-Boote.
U-Boot-Besonderheit: Aufgrund geringer Geschützzahl kein dedizierter A.T.O. an Bord; Aufgaben wurden durch den II. Wachoffizier oder den Leitenden Ingenieur (L.I.) mit wahrgenommen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 121 / 162 Dienstvorschriften über die Aufgaben der artillerietechnischen Offiziere und die Wartung von Schiffsgeschützen.
BArch RM 123 Akten der Schiffsartillerieschulen: Lehrgangspläne für die technische Fachausbildung der Waffenoffiziere.
BArch PERS 6 Personalakten: Nachweise über Verwendungen als A.T.O. auf schweren Einheiten oder in den Marinearsenalen.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band III, Kapitel zur Personalorganisation und den technischen Dienststellungen).
Harnack, Wolfgang "Die Verteidigung der Küsten" (Kontext zur artillerietechnischen Organisation innerhalb der Marinestationen).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132