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Unteroffiziers-Ausbildungsabteilung: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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! U-Boot-Abwehrschule (UAS)
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! Unteroffiziers-Ausbildungsabteilung
  
 
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| colspan="3" | Die U-Boot-Abwehrschule war eine vom 01.10.1933 bis Kriegsende bestehende Ausbildungseinrichtung. Ursprünglich als Tarnorganisation für den verbotenen Aufbau der U-Boot-Waffe in Kiel-Wyk gegründet, entwickelte sie sich später zu einer spezialisierten Schule für die operative U-Jagd und den Eigenschutz der Besatzungen.
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| colspan="3" | Die Unteroffiziers-Ausbildungsabteilung war die zentrale Instanz zur Formung des technischen und seemännischen Führungspersonals unterhalb der Offiziersebene. In diesen Einheiten wurden bewährte Mannschaften in intensiven Lehrgängen zu Maaten und Feldwebeln ausgebildet. Sie bildete das qualitative Fundament für die personelle Einsatzbereitschaft der Flottillen.
 
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! colspan="3" | Historischer Kontext & Tarnphase
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! colspan="3" | Historischer Kontext & Organisation
  
 
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| Gründung: || colspan="3" | 01.10.1933 in Kiel-Wik unter dem Tarnnamen UAS (Unterstellung Torpedoinspektion).
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| Standorte: || colspan="3" | Meist den Marine-Lehrdivisionen angegliedert; bedeutende Zentren in Neustadt in Holstein, Gotenhafen und an den Technischen Marineschulen (z. B. Kiel-Wik).
 
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| Geheimbau: || colspan="3" | Vorbereitung für die Klassen II A und I A über das Ingenieurskantoor voor Scheepsbouw (IvS) in Den Haag.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Systematischer Ausbau parallel zur Expansion der Kriegsmarine ab 1939, um den enormen Bedarf an Bootsmännern, Maschinisten, Funk- und Artilleriemaaten zu decken.
 
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| Finnland-Einsatz: || colspan="3" | Frühjahr 1934: Geheime Schulung des Stammpersonals auf dem finnischen U-Boot [[Vesikko]] in Turku. Die Teilnehmer reisten als „Zivilisten“ getarnt an.
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| Ausbildungsprofil: || colspan="3" | Verbindung von vertiefter Fachausbildung (z. B. Motorenkunde, Navigation, Funktechnik) und der Erziehung zur militärischen Führungspersönlichkeit.
 
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| Umbenennung: || colspan="3" | 21.05.1935: Umwandlung in die offizielle „U-Bootschule“, nachdem die Geheimhaltung entfiel.
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| Kriegsende: || colspan="3" | 08.05.1945: In der Endphase oft als Marine-Schützen-Bataillone im Erdkampf eingesetzt oder geschlossen in den Ausbildungszentren in Gefangenschaft geraten.
 
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! colspan="3" | Standorte & operative Schulung
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! colspan="3" | Spezifische Merkmale & Besonderheiten
  
 
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| Gotenhafen: || colspan="3" | Ab November 1939 Verlegung nach Gotenhafen (besetztes Polen) als eigenständige Abwehrschule neben der Lehrdivision.
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| Führung: || colspan="3" | Ausbildung zur eigenständigen Leitung von Sektionen und Gefechtsstationen unter extremem Stress und physischer Belastung.
 
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| Hatvik / Norwegen: || colspan="3" | 15.07.1943 Verlegung nach Bergen/Hatvik. Nutzung des Fusafjords für operative U-Jagd-Schulungen.
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| Praktischer Drill: || colspan="3" | Intensives Havarietraining und Schulung an Schnittmodellen, um technische Störungen auch unter Gefechtsbedingungen beheben zu können.
 
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| Schiffsbestand: || colspan="3" | Einsatz von sieben U-Jägern sowie Beute-Booten ([[UD 2]], [[UD 3]], [[UD 5]], [[UF 2]], [[UC 2]]) und deutschen Schulbooten ([[U 298]], [[U 1052]]).
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| Menschenführung: || colspan="3" | Vermittlung von Führungsgrundsätzen für den Dienst auf engem Raum, basierend auf fachlicher Autorität und militärischem Vorbildcharakter.
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| Stützpunktbau: || colspan="3" | In Hatvik bestand die Anlage aus Schwimmstegen und Holzhäusern, gesichert durch Netzsperren, Minen und Landgeschütze.
 
 
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! colspan="3" | Spezifische Merkmale & Ausbildung
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! colspan="3" | Relevanz für die Flotte
  
 
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| U-Jagd-Taktik: || colspan="3" | Simulation von Angriffen mit ASDIC-ähnlichen Geräten und Übungswasserbomben zur Schulung der U-Jäger-Besatzungen.
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| Technisches Rückgrat: || colspan="3" | Die Unteroffiziere sicherten die Einsatzfähigkeit der Einheiten durch ihre Fachkompetenz in Wartung und Instandsetzung direkt vor Ort.
 
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| Horchausbildung: || colspan="3" | Intensives Training am Gruppenhorchgerät (GHG) zur Unterscheidung von Schraubengeräuschen und Störgeräuschen.
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| Kader-Pool: || colspan="3" | Absolventen bildeten die Basis für die spätere Auswahl zu Spitzenunteroffizierslehrgängen (z. B. Obermaschinisten- oder Obersteuermannslaufbahn).
 
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| Bunkerbau Hatvik: || colspan="3" | Errichtung von getarnten Werkstatt- und Lagerbunkern im steilen Felsufer zur Sicherung gegen Luftangriffe.
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| Disziplin: || colspan="3" | Die Ausbildung legte den Grundstein für die Aufrechterhaltung der Ordnung und Moral innerhalb der Besatzungen während langer Unternehmungen.
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| Eigenschutz-Drill: || colspan="3" | Simulation von Verfolgungssituationen, in denen U-Boot-Kommandanten das „Verschwinden“ in verschiedenen Wassertiefen und Thermoklinen übten.
 
 
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! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
  
 
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| Kaderschmiede: || colspan="3" | Die UAS bildete das theoretische und praktische Fundament für die erste Generation der U-Boot-Kommandanten der Kriegsmarine.
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| BArch RM 123 || colspan="3" | Akten der Lehrdivisionen (Lehrgangspläne und personelle Struktur der Unteroffiziersausbildung).
 
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| Eigenschutz: || colspan="3" | Später Fokus auf die Schulung der Besatzungen in Abwehrmaßnahmen gegen feindliche U-Jäger und Ortungssysteme.
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| BArch RM 20 / 912 || colspan="3" | Richtlinien für die Ausbildung der Unteroffiziere in der Kriegsmarine (Laufbahnbestimmungen).
 
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| BArch RM 20 / 893 || colspan="3" | Unterlagen zur personellen Ergänzung der Flotte (Berichte über die Zuweisung von Maaten).
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - [https://invenio.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
  
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! colspan="3" | Literaturverweise
  
| BArch RM 123 || colspan="3" | Akten der Unterseebootsschulen (Lehrgangspläne und personelle Besetzung der UAS).
 
 
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| BArch RM 7 || colspan="3" | Seekriegsleitung (Berichte über die geheime Zusammenarbeit mit Finnland und dem IvS).
 
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| BArch RM 45 || colspan="3" | Dienststellen in Norwegen (Unterlagen zum Stützpunkt Hatvik und dessen Verteidigung).
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
  
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel über das Personal- und Erziehungswesen).
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| Rössler, Eberhard || colspan="3" | "Geschichte des deutschen U-Bootbaus" (Hintergrund zur Vesikko und der UAS).
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
 
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Organisation der Ausbildungseinheiten).
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| Mulligan, Timothy P. || colspan="3" | "Die Männer der deutschen U-Boot-Waffe 1939–1945" (Kontext zur fachlichen Spezialisierung der Unteroffiziere).
 
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Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 10:57 Uhr

Ausbildung Unteroffiziers-Ausbildungsabteilung
Die Unteroffiziers-Ausbildungsabteilung war die zentrale Instanz zur Formung des technischen und seemännischen Führungspersonals unterhalb der Offiziersebene. In diesen Einheiten wurden bewährte Mannschaften in intensiven Lehrgängen zu Maaten und Feldwebeln ausgebildet. Sie bildete das qualitative Fundament für die personelle Einsatzbereitschaft der Flottillen.
Historischer Kontext & Organisation
Standorte: Meist den Marine-Lehrdivisionen angegliedert; bedeutende Zentren in Neustadt in Holstein, Gotenhafen und an den Technischen Marineschulen (z. B. Kiel-Wik).
Aufstellung: Systematischer Ausbau parallel zur Expansion der Kriegsmarine ab 1939, um den enormen Bedarf an Bootsmännern, Maschinisten, Funk- und Artilleriemaaten zu decken.
Ausbildungsprofil: Verbindung von vertiefter Fachausbildung (z. B. Motorenkunde, Navigation, Funktechnik) und der Erziehung zur militärischen Führungspersönlichkeit.
Kriegsende: 08.05.1945: In der Endphase oft als Marine-Schützen-Bataillone im Erdkampf eingesetzt oder geschlossen in den Ausbildungszentren in Gefangenschaft geraten.
Spezifische Merkmale & Besonderheiten
Führung: Ausbildung zur eigenständigen Leitung von Sektionen und Gefechtsstationen unter extremem Stress und physischer Belastung.
Praktischer Drill: Intensives Havarietraining und Schulung an Schnittmodellen, um technische Störungen auch unter Gefechtsbedingungen beheben zu können.
Menschenführung: Vermittlung von Führungsgrundsätzen für den Dienst auf engem Raum, basierend auf fachlicher Autorität und militärischem Vorbildcharakter.
Relevanz für die Flotte
Technisches Rückgrat: Die Unteroffiziere sicherten die Einsatzfähigkeit der Einheiten durch ihre Fachkompetenz in Wartung und Instandsetzung direkt vor Ort.
Kader-Pool: Absolventen bildeten die Basis für die spätere Auswahl zu Spitzenunteroffizierslehrgängen (z. B. Obermaschinisten- oder Obersteuermannslaufbahn).
Disziplin: Die Ausbildung legte den Grundstein für die Aufrechterhaltung der Ordnung und Moral innerhalb der Besatzungen während langer Unternehmungen.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 123 Akten der Lehrdivisionen (Lehrgangspläne und personelle Struktur der Unteroffiziersausbildung).
BArch RM 20 / 912 Richtlinien für die Ausbildung der Unteroffiziere in der Kriegsmarine (Laufbahnbestimmungen).
BArch RM 20 / 893 Unterlagen zur personellen Ergänzung der Flotte (Berichte über die Zuweisung von Maaten).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Kapitel über das Personal- und Erziehungswesen).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Mulligan, Timothy P. "Die Männer der deutschen U-Boot-Waffe 1939–1945" (Kontext zur fachlichen Spezialisierung der Unteroffiziere).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
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