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Sperrschulverband: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| colspan="3" | Der Sperrschulverband war die zentrale schwimmende Ausbildungseinheit für das Sperrwaffenwesen. Er unterstand fachlich der Inspektion der Sperrwaffen und war dafür verantwortlich, Offiziere und Mannschaften in der Handhabung, dem Legen und dem Räumen von Seeminen sowie im Einsatz von Sperrschutzgeräten zu unterweisen. Der Verband verfügte über eine Vielzahl von Fahrzeugen, an denen die theoretischen Kenntnisse der Sperrwaffenschulen in die praktische Anwendung auf See überführt wurden.
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| colspan="3" | Der Sperrschulverband war die zentrale schwimmende Ausbildungseinheit für das Sperrwaffenwesen. Unterstellt der Inspektion der Sperrwaffen, war er verantwortlich für die praktische Unterweisung von Offizieren und Mannschaften im Legen und Räumen von Seeminen sowie im Einsatz von Sperrschutzgeräten unter Realbedingungen.
 
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| colspan="3" | Aufstellung und Standorte: Die Wurzeln des Verbandes lagen in der Zeit der Reichsmarine. Mit der Expansion der Kriegsmarine wurde der Verband personell und materiell massiv verstärkt. Hauptstandorte waren Kiel und später vor allem die Gewässer der dänischen Belte sowie Pillau in Ostpreußen. Der Verband gliederte sich in mehrere Gruppen, die jeweils auf bestimmte Waffentypen (z. B. Ankertauminen, Grundminen, Schutzgeräte) spezialisiert waren.
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| Standorte: || colspan="3" | Wurzeln in der Reichsmarine; Hauptstandorte Kiel, dänische Belte und Pillau (Ostpreußen).
 
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| colspan="3" | Ausbildungsprofil: Die Ausbildung umfasste das gesamte Spektrum des Minenkrieges. Dazu gehörten das technische Vorbereiten der Minen an Oberdeck, das präzise Legen von Sperren nach Navigationsvorgaben sowie das Erkennen und Unschädlichmachen gegnerischer Minentypen. Ein weiterer Schwerpunkt war die Erprobung neuer Räumgeräte und die Schulung im Umgang mit akustischen und magnetischen Zündmechanismen, die im Verlauf des Krieges immer komplexer wurden.
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| Struktur: || colspan="3" | Gliederung in spezialisierte Gruppen für Ankertauminen, Grundminen und Schutzgeräte zur Erprobung neuer Räumverfahren.
 
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| colspan="3" | Das Schicksal bei Kriegsende: In der Endphase des Krieges am 08.05.1945 war der Verband maßgeblich an der Sicherung der Rückzugswege in der westlichen Ostsee beteiligt. Nach der Kapitulation wurde ein Großteil der Schiffe und des hochspezialisierten Personals in den Deutschen Minenräumdienst (G.M.S.A.) übernommen. Unter britischer Aufsicht leisteten diese Männer einen entscheidenden Beitrag zur Beseitigung der enormen Minengefahr in den europäischen Gewässern.
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| Ausbildung: || colspan="3" | Fokus auf technische Minenvorbereitung, präzises Legen nach Navigationsvorgaben sowie Handhabung komplexer akustischer und magnetischer Zündmechanismen.
 
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| Kriegsende: || colspan="3" | Mai 1945: Sicherung der Rückzugswege in der Ostsee. Übernahme in den Deutschen Minenräumdienst (G.M.S.A.) zur Beseitigung der Minengefahr unter britischer Aufsicht.
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| colspan="3" | Spezialausbildung für Minen-U-Boote: Besatzungen von U-Booten, die für Minenunternehmungen vorgesehen waren (insbesondere Typ VIID und Typ XB), erhielten im Sperrschulverband ihre fachspezifische Einweisung. Hier lernten die Männer die Besonderheiten beim Ausstoß von Minen aus den vertikalen Schächten oder den Torpedorohren unter realen Bedingungen.
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| Sperrversuchskommando: || colspan="3" | Enge Verzahnung mit dem Sperrversuchskommando (S.V.K.). Der Verband erprobte neue Minentypen (z. B. magnetische Fernzündminen) direkt im praktischen Schuleinsatz.
 
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| colspan="3" | Sicherung der Ausbildungsgewässer: Der Sperrschulverband war indirekt für die Sicherheit der Unterseeboot-Lehrdivisionen verantwortlich, indem er Übungssperren legte und räumte, um das taktische Verhalten von U-Booten beim Durchbrechen feindlicher Minengürtel zu trainieren.
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| EM-Minen-Schulung: || colspan="3" | Intensiver Drill an der Einheitsmine (EM). Die Männer lernten das präzise Einstellen der Entschärfungsuhren und Tauchtiefen.
 
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| colspan="3" | Schulung im Sperrschutz: Angehende U-Boot-Kommandanten und Wachoffiziere wurden im Verband über die Wirkungsweise alliierter Sperrwaffen unterrichtet. Dieses Wissen war entscheidend, um beim Ein- und Auslaufen aus den Bunkerstützpunkten (z. B. Lorient oder Brest) die Gefahr durch britische Luftminen richtig einschätzen zu können.
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| Beuteschiffe: || colspan="3" | Der Verband nutzte oft ehemalige holländische oder französische Einheiten als Schulschiffe, um das Personal an unterschiedlichen Minenlegesystemen auszubilden.
 
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| B.Arch. RM 20 / 1066 || colspan="3" | Akten der Inspektion der Sperrwaffen (Dokumentiert die Lehrgangspläne und die operative Zuweisung von Schulschiffen des Sperrschulverbandes).
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| Minen-U-Boote: || colspan="3" | Spezialausbildung für Besatzungen der Typen [[VII D]] und [[X B]] zum Minenausstoß aus vertikalen Schächten oder Torpedorohren.
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| Taktik-Training: || colspan="3" | Legen von Übungssperren zum Training des Durchbrechens feindlicher Minengürtel für die Unterseeboot-Lehrdivisionen.
 
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| B.Arch. RM 123 || colspan="3" | Akten der Marineschulen (Enthält Berichte über die fachliche Ausbildung der Sperrwaffenlaufbahn).
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| Sperrschutz: || colspan="3" | Schulung angehender Kommandanten über die Wirkungsweise alliierter Luftminen zur Einschätzung der Gefahr vor den Bunkerstützpunkten.
 
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| B.Arch. RM 7 / 2331 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung zum Sperrwaffenwesen (Belegt die Erprobung neuer Minentypen durch den Verband).
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| Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945: Gliederung, Einsatz, Stellenbesetzung. (Band II, Kapitel über die Sperrwaffeninspektion und Ausbildungseinheiten).
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| BArch RM 20 / 1066 || colspan="3" | Akten der Inspektion der Sperrwaffen (Lehrgangspläne und Zuweisung von Schulschiffen).
 
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945. (Detaillierte Übersicht der Standorte und Verbandschefs des Sperrschulverbandes).
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| BArch RM 123 || colspan="3" | Akten der Marineschulen (Berichte über die fachliche Ausbildung der Sperrwaffenlaufbahn).
 
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| Gröner, Erich || colspan="3" | Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. (Band 2 und 3, Informationen zu den Schul- und Versuchsbooten der Sperrwaffenverbände).
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| BArch RM 7 / 2331 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung zum Sperrwaffenwesen (Erprobung neuer Minentypen).
 
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Sperrwaffeninspektion).
 
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
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| Gröner, Erich || colspan="3" | "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 2 und 3, Schul- und Versuchsboote).
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Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 12:48 Uhr

Ausbildung Sperrschulverband
Der Sperrschulverband war die zentrale schwimmende Ausbildungseinheit für das Sperrwaffenwesen. Unterstellt der Inspektion der Sperrwaffen, war er verantwortlich für die praktische Unterweisung von Offizieren und Mannschaften im Legen und Räumen von Seeminen sowie im Einsatz von Sperrschutzgeräten unter Realbedingungen.
Historischer Kontext & Organisation
Standorte: Wurzeln in der Reichsmarine; Hauptstandorte Kiel, dänische Belte und Pillau (Ostpreußen).
Struktur: Gliederung in spezialisierte Gruppen für Ankertauminen, Grundminen und Schutzgeräte zur Erprobung neuer Räumverfahren.
Ausbildung: Fokus auf technische Minenvorbereitung, präzises Legen nach Navigationsvorgaben sowie Handhabung komplexer akustischer und magnetischer Zündmechanismen.
Kriegsende: Mai 1945: Sicherung der Rückzugswege in der Ostsee. Übernahme in den Deutschen Minenräumdienst (G.M.S.A.) zur Beseitigung der Minengefahr unter britischer Aufsicht.
Spezifische Merkmale & Ausbildung
Sperrversuchskommando: Enge Verzahnung mit dem Sperrversuchskommando (S.V.K.). Der Verband erprobte neue Minentypen (z. B. magnetische Fernzündminen) direkt im praktischen Schuleinsatz.
EM-Minen-Schulung: Intensiver Drill an der Einheitsmine (EM). Die Männer lernten das präzise Einstellen der Entschärfungsuhren und Tauchtiefen.
Beuteschiffe: Der Verband nutzte oft ehemalige holländische oder französische Einheiten als Schulschiffe, um das Personal an unterschiedlichen Minenlegesystemen auszubilden.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Minen-U-Boote: Spezialausbildung für Besatzungen der Typen VII D und X B zum Minenausstoß aus vertikalen Schächten oder Torpedorohren.
Taktik-Training: Legen von Übungssperren zum Training des Durchbrechens feindlicher Minengürtel für die Unterseeboot-Lehrdivisionen.
Sperrschutz: Schulung angehender Kommandanten über die Wirkungsweise alliierter Luftminen zur Einschätzung der Gefahr vor den Bunkerstützpunkten.
Quellenverweise - | Invenio Online-Recherche
BArch RM 20 / 1066 Akten der Inspektion der Sperrwaffen (Lehrgangspläne und Zuweisung von Schulschiffen).
BArch RM 123 Akten der Marineschulen (Berichte über die fachliche Ausbildung der Sperrwaffenlaufbahn).
BArch RM 7 / 2331 Unterlagen der Seekriegsleitung zum Sperrwaffenwesen (Erprobung neuer Minentypen).
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band II, Sperrwaffeninspektion).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Gröner, Erich "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 2 und 3, Schul- und Versuchsboote).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132