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Hafenschutzflottille Molde: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| colspan="3" | Die Hafenschutzflottille Molde war ein Sicherungsverband der Kriegsmarine im besetzten Norwegen, der dem Kommandanten der Seeverteidigung Molde unterstand. Sie sicherte einen der strategisch wichtigsten Abschnitte der norwegischen Westküste, der als Ausweich- und Versorgungspunkt für die U-Boot-Waffe diente.  
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| colspan="3" | Die Hafenschutzflottille Molde war ein spezialisierter Sicherungsverband der Kriegsmarine im besetzten Norwegen, der dem Kommandanten der Seeverteidigung Molde unterstand. Sie sicherte einen der strategisch wichtigsten Abschnitte der norwegischen Westküste, der als kritischer Ausweich- und Versorgungspunkt für die U-Boot-Waffe diente. Durch die Kontrolle des Romsdalsfjords ermöglichte sie den Frontbooten geschützte Wartepositionen und einen sicheren Transit zwischen den großen Stützpunkten Bergen und Trondheim.
 
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| colspan="3" | Aufstellung: Die Flottille (oft auch als Hafenschutzgruppe Molde bezeichnet) wurde im Zuge der Besetzung Norwegens 1940 formiert.
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| Aufstellung: || colspan="3" | Formierung im Zuge der Besetzung Norwegens 1940 (Unternehmen Weserübung) als Hafenschutzgruppe Molde zur Sicherung lokaler Küstengewässer.
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| Zusammensetzung: || colspan="3" | Einsatz eines Mix aus requirierten Einheiten, Kriegsfischkuttern (KFK) und Bewachungsbooten; zeitweise Unterstellung von Flachbooten wie F 230 für Spezialaufgaben.
 
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| colspan="3" | Zusammensetzung: Sie bestand aus einer Vielzahl kleinerer, oft requirierter Einheiten wie KFK (Kriegsfischkuttern), Bewachungsbooten und zeitweise unterstellten Flachbooten wie F 230.
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| Operationsgebiet: || colspan="3" | Überwachung des Romsdalsfjords und der angrenzenden Inselwelt, die aufgrund ihrer Wassertiefe und Topographie ideal für das Verbergen großer Marineeinheiten war.
 
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| colspan="3" | Operationsgebiet: Der Bereich um den Romsdalsfjord (Molde), der durch seine Tiefe und geschützte Lage ideal für große Einheiten war.  
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| Ende 1945: || colspan="3" | Die Flottille blieb bis zur Kapitulation im Mai 1945 im Dienst und sicherte zuletzt die Übergabe der verbliebenen Marine-Infrastruktur an die alliierten Truppen.
 
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| colspan="3" | Nothafen und Warteposition: U-Boote auf dem Weg ins Nordmeer oder zurück in die Stützpunkte wie Bergen oder Trondheim nutzten den Bereich Molde oft als Warteposition, um alliierte Luftangriffe oder Geleitgruppen abzuwarten.
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| Warteposition: || colspan="3" | Bereitstellung eines geschützten Nothafens für U-Boote auf dem Weg ins Nordmeer, um alliierte Luftangriffe oder gegnerische Geleitzuggruppen in Sicherheit abzuwarten.
 
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| colspan="3" | Sicherung der Ansteuerungswege: Die Flottille schützte die Zufahrten gegen britische U-Boote, die in den Küstengewässern auf deutsche Transit-U-Boote lauerten.
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| Ansteuerung: || colspan="3" | Aktiver Schutz der Zufahrtswege gegen britische U-Boote, die in den norwegischen Küstengewässern gezielt auf deutsche Transit-U-Boote lauerten.
 
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| colspan="3" | Zusammenarbeit mit Landbatterien: Die Flottille arbeitete eng mit der Marineartillerieabteilung 505 (Molde) und der Torpedobatterie Julholm zusammen, um einen sicheren Korridor für die U-Boot-Waffe zu bilden.
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| Kooperation: || colspan="3" | Enge operative Zusammenarbeit mit der Marineartillerieabteilung 505 und der Torpedobatterie Julholm zur Bildung eines gesicherten Korridors für die U-Boot-Waffe.
 
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| colspan="3" | Logistik: Die unterstellte Marineausrüstungsstelle Molde stellte die Versorgung mit Grundgütern für die durchfahrenden Boote sicher.
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| Logistik: || colspan="3" | Unterstützung der Marineausrüstungsstelle Molde bei der Versorgung durchlaufender Frontboote mit lebensnotwendigen Grundgütern und Betriebsmitteln.
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
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| BArch RM 106/133 ff. || colspan="3" | Hafenschutzflottillen. Enthält die Kriegstagebücher (KTB) und personellen Besetzungslisten der Hafenschutzgruppe Molde.
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| BArch RM 106/133 ff. || colspan="3" | Hafenschutzflottillen: Enthält die Kriegstagebücher (KTB) und detaillierte personelle Besetzungslisten der Hafenschutzgruppe Molde.
 
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| BArch RM 45-III || colspan="3" | Marinedienststellen Norwegen, Dokumentiert die operative Unterstellung unter den Admiral der norwegischen Westküste.
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| BArch RM 45-III || colspan="3" | Marinedienststellen Norwegen: Dokumentiert die operative Unterstellung unter den Admiral der norwegischen Westküste und lokale Befehlswege.
 
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten. In den Werdegängen findet man oft Dienstzeiten von Reserveoffizieren, die als Gruppenführer oder Hafenkommandanten in Molde tätig waren.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Werdegänge von Reserveoffizieren, die als Gruppenführer oder Hafenkommandanten im Raum Molde eingesetzt waren.
 
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! colspan="3" | Literaturverweise
 
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| Lohmann, Walter / Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 2, Abschnitt 160: Sicherungsstreitkräfte).
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 2, Abschnitt 160: Sicherungsstreitkräfte und deren Gliederung in Norwegen).
 
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| Gröner, Erich || colspan="3" | Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945. (Band 8: Hilfsschiffe/Hafenschutz).
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| Gröner, Erich || colspan="3" | "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 8: Hilfsschiffe, Hafenschutzboote und deren technische Ausstattung).
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| Tessin, Georg || colspan="3" | "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 14, zur Organisation der Seekommandanturen im Westraum Norwegens).
 
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Aktuelle Version vom 27. Februar 2026, 14:20 Uhr

Verband Hafenschutzflottille Molde
Die Hafenschutzflottille Molde war ein spezialisierter Sicherungsverband der Kriegsmarine im besetzten Norwegen, der dem Kommandanten der Seeverteidigung Molde unterstand. Sie sicherte einen der strategisch wichtigsten Abschnitte der norwegischen Westküste, der als kritischer Ausweich- und Versorgungspunkt für die U-Boot-Waffe diente. Durch die Kontrolle des Romsdalsfjords ermöglichte sie den Frontbooten geschützte Wartepositionen und einen sicheren Transit zwischen den großen Stützpunkten Bergen und Trondheim.
Historischer Werdegang & Struktur
Aufstellung: Formierung im Zuge der Besetzung Norwegens 1940 (Unternehmen Weserübung) als Hafenschutzgruppe Molde zur Sicherung lokaler Küstengewässer.
Zusammensetzung: Einsatz eines Mix aus requirierten Einheiten, Kriegsfischkuttern (KFK) und Bewachungsbooten; zeitweise Unterstellung von Flachbooten wie F 230 für Spezialaufgaben.
Operationsgebiet: Überwachung des Romsdalsfjords und der angrenzenden Inselwelt, die aufgrund ihrer Wassertiefe und Topographie ideal für das Verbergen großer Marineeinheiten war.
Ende 1945: Die Flottille blieb bis zur Kapitulation im Mai 1945 im Dienst und sicherte zuletzt die Übergabe der verbliebenen Marine-Infrastruktur an die alliierten Truppen.
Aufgaben und Relevanz für die U-Boot-Waffe
Warteposition: Bereitstellung eines geschützten Nothafens für U-Boote auf dem Weg ins Nordmeer, um alliierte Luftangriffe oder gegnerische Geleitzuggruppen in Sicherheit abzuwarten.
Ansteuerung: Aktiver Schutz der Zufahrtswege gegen britische U-Boote, die in den norwegischen Küstengewässern gezielt auf deutsche Transit-U-Boote lauerten.
Kooperation: Enge operative Zusammenarbeit mit der Marineartillerieabteilung 505 und der Torpedobatterie Julholm zur Bildung eines gesicherten Korridors für die U-Boot-Waffe.
Logistik: Unterstützung der Marineausrüstungsstelle Molde bei der Versorgung durchlaufender Frontboote mit lebensnotwendigen Grundgütern und Betriebsmitteln.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 106/133 ff. Hafenschutzflottillen: Enthält die Kriegstagebücher (KTB) und detaillierte personelle Besetzungslisten der Hafenschutzgruppe Molde.
BArch RM 45-III Marinedienststellen Norwegen: Dokumentiert die operative Unterstellung unter den Admiral der norwegischen Westküste und lokale Befehlswege.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge von Reserveoffizieren, die als Gruppenführer oder Hafenkommandanten im Raum Molde eingesetzt waren.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 2, Abschnitt 160: Sicherungsstreitkräfte und deren Gliederung in Norwegen).
Gröner, Erich "Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945" (Band 8: Hilfsschiffe, Hafenschutzboote und deren technische Ausstattung).
Tessin, Georg "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 14, zur Organisation der Seekommandanturen im Westraum Norwegens).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132