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Marinestation der Nordsee: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
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| colspan="3" | Die Marinestation der Nordsee war eine der beiden zentralen territorialen Kommandobehörden der deutschen Marine (neben der Marinestation der Ostsee). Sie bildete das administrative und logistische Rückgrat für alle Operationen in der Nordsee und im Atlantik.
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| colspan="3" | Die Marinestation der Nordsee war eine der beiden zentralen territorialen Kommandobehörden der deutschen Marine. Mit Hauptquartier in Wilhelmshaven bildete sie das administrative und logistische Rückgrat für alle Operationen in der Nordsee und im Atlantik. Sie koordinierte die gesamte landseitige Infrastruktur, von den Werftkapazitäten bis zur personellen Grundausbildung, und stellte damit die materielle Basis für den Einsatz der Front-U-Boote sicher.
 
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| colspan="3" | Sitz: Hauptquartier war Wilhelmshaven.
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| Sitz: || colspan="3" | Hauptquartier in Wilhelmshaven; zuständig für die gesamte deutsche Nordseeküste inklusive der Ems-, Weser- und Elbmündungen sowie der Helgoländer Bucht.
 
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| colspan="3" | Epochen: Sie bestand unter diesem Namen in der Kaiserlichen Marine, der Reichsmarine und der Kriegsmarine.
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| Epochen: || colspan="3" | Kontinuierliches Bestehen unter diesem Namen in der Kaiserlichen Marine, der Reichsmarine und der Kriegsmarine bis zur Umstrukturierung 1943.
 
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| colspan="3" | Umbenennung: Im Zuge der Umstrukturierung am 01.02.1943 wurde die Dienststelle in Marineoberkommando (MOK) Nordsee umbenannt.
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| Umbenennung: || colspan="3" | Am 01.02.1943 erfolgte die offizielle Umwandlung der Dienststelle in das Marineoberkommando (MOK) Nordsee zur Anpassung an die veränderten Befehlsstrukturen.
 
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| colspan="3" | Bereich: Ihr Zuständigkeitsbereich umfasste die gesamte deutsche Nordseeküste, die Ems- und Wesermündung sowie die Helgoländer Bucht.  
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| Ende 1945: || colspan="3" | Abwicklung der verbliebenen Marineverbände im Nordseeraum unter britischer Aufsicht nach der Gesamtkapitulation im Mai 1945.
 
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| colspan="3" | Heimathafen der Frontflottillen: Wilhelmshaven war ein zentraler Ausrüstungs- und Instandsetzungshafen für die U-Boot-Waffe. Hier wurden Boote wie U 47 (Günther Prien) für ihre Einsätze vorbereitet.
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| Stützpunkt-Logistik: || colspan="3" | Wilhelmshaven diente als zentraler Ausrüstungs- und Instandsetzungshafen; Vorbereitung prominenter Boote wie U 47 für ihre Fernunternehmungen.
 
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| colspan="3" | Ersatzwesen und Ausbildung: Der Marinestation unterstanden zahlreiche Schiffsstammabteilungen und Fachschulen im Nordseeraum, in denen das Personal für die U-Boote seine Grundausbildung erhielt.
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| Ersatzwesen: || colspan="3" | Unterstellung zahlreicher Schiffsstammabteilungen und Fachschulen im Nordseeraum zur Durchführung der Grundausbildung für das künftige U-Boot-Personal.
 
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| colspan="3" | Gerichtsbarkeit und Personal: Die Station war die übergeordnete Behörde für Personalangelegenheiten, Beförderungen und die Marinejustiz für alle im Bereich stationierten U-Boot-Fahrer.
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| Gerichtsbarkeit: || colspan="3" | Übergeordnete Instanz für sämtliche Personalangelegenheiten, Beförderungen und die Marinejustiz aller im Stationsbereich befindlichen U-Boot-Fahrer.
 
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| colspan="3" | Logistik: Unter der Aufsicht der Station standen die Marine-Artilleriezeugämter und die Marinearsenale (wie das Kriegsmarinearsenal Wilhelmshaven), die für die Bewaffnung der U-Boote zuständig waren.
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| Rüstungshilfe: || colspan="3" | Aufsicht über die Marine-Artilleriezeugämter und das Kriegsmarinearsenal Wilhelmshaven zur Sicherstellung der Bewaffnung und Munitionierung der Boote.
 
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| colspan="3" | Häufig waren dies hochrangige Admirale, die direkt dem OKM unterstanden:
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| Admiral Hermann Densch: || colspan="3" | Dienstzeit als Stationschef von 1939 bis zur Umgliederung im Jahr 1943; verantwortlich für den Aufbau der Kriegsorganisation im Westen.
 
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| colspan="3" | Admiral Hermann Densch (1939–1943).
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| Admiral Erich Förste: || colspan="3" | Führung der Dienststelle ab 1943, zunächst als Stationschef und anschließend als Oberbefehlshaber des MOK Nordsee bis Kriegsende.
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| colspan="3" | Vizeadmiral/Generaladmiral Erich Förste (1943–1945, dann als Oberbefehlshaber MOK Nordsee).
 
 
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
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! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de | Invenio Online-Recherche]
 
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| BArch RM 32 || colspan="3" | Marinestation der Nordsee / MOK Nordsee. Zentraler Bestand. Enthält die Kriegstagebücher (KTB), Verwaltungsakten und Befehle der Stationsleitung.
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| BArch RM 32 || colspan="3" | Marinestation der Nordsee / MOK Nordsee: Zentraler Bestand mit Kriegstagebüchern (KTB), Verwaltungsakten und Befehlen der Stationsleitung.
 
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten. In den Werdegängen vieler U-Boot-Fahrer finden sich Dienstzeiten im Bereich der Station Nordsee.
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| BArch PERS 6 || colspan="3" | Personalakten: Werdegänge zahlreicher U-Boot-Fahrer mit dokumentierten Dienstzeiten in den Stammabteilungen und Depots im Bereich der Station Nordsee.
 
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| BArch RM 121 || colspan="3" | Stammabteilungen. Dokumentiert die Ausbildungseinheiten im Bereich Wilhelmshaven/Varel.
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| BArch RM 121 || colspan="3" | Schiffsstammabteilungen: Dokumentation der Ausbildungseinheiten im Raum Wilhelmshaven, Varel und Wesermünde zur personellen Ergänzung der Flotte.
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| Lexikon der Wehrmacht || colspan="3" | [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Marinegruppenkommandos/MarineoberkommandoNordsee-R.htm| → Marinestation der Nordsee]
 
 
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| Walter Lohmann / Hans H. Hildebrand || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945. (Band 2, Abschnitt Stationskommandos).  
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| Lohmann / Hildebrand || colspan="3" | "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 1, Abschnitt: Die großen Kommandobehörden und territorialen Bereiche).
 
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| Georg Tessin || colspan="3" | Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS. (Band 14, S. 183).
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| Hildebrand, Hans H. || colspan="3" | "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
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| Marinedienstvorschrift Nr. 32 || colspan="3" | Bestimmungen für die personelle Verwaltung der Kriegsmarine (M.Dv. 32).  
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| Tessin, Georg || colspan="3" | "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 14, Standorte der Marine-Dienststellen im Nordseeraum).
 
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Aktuelle Version vom 4. März 2026, 13:52 Uhr

Verband Marinestation der Nordsee
Die Marinestation der Nordsee war eine der beiden zentralen territorialen Kommandobehörden der deutschen Marine. Mit Hauptquartier in Wilhelmshaven bildete sie das administrative und logistische Rückgrat für alle Operationen in der Nordsee und im Atlantik. Sie koordinierte die gesamte landseitige Infrastruktur, von den Werftkapazitäten bis zur personellen Grundausbildung, und stellte damit die materielle Basis für den Einsatz der Front-U-Boote sicher.
Historische Entwicklung und Standorte
Sitz: Hauptquartier in Wilhelmshaven; zuständig für die gesamte deutsche Nordseeküste inklusive der Ems-, Weser- und Elbmündungen sowie der Helgoländer Bucht.
Epochen: Kontinuierliches Bestehen unter diesem Namen in der Kaiserlichen Marine, der Reichsmarine und der Kriegsmarine bis zur Umstrukturierung 1943.
Umbenennung: Am 01.02.1943 erfolgte die offizielle Umwandlung der Dienststelle in das Marineoberkommando (MOK) Nordsee zur Anpassung an die veränderten Befehlsstrukturen.
Ende 1945: Abwicklung der verbliebenen Marineverbände im Nordseeraum unter britischer Aufsicht nach der Gesamtkapitulation im Mai 1945.
Aufgaben und Relevanz für die U-Boot-Waffe
Stützpunkt-Logistik: Wilhelmshaven diente als zentraler Ausrüstungs- und Instandsetzungshafen; Vorbereitung prominenter Boote wie U 47 für ihre Fernunternehmungen.
Ersatzwesen: Unterstellung zahlreicher Schiffsstammabteilungen und Fachschulen im Nordseeraum zur Durchführung der Grundausbildung für das künftige U-Boot-Personal.
Gerichtsbarkeit: Übergeordnete Instanz für sämtliche Personalangelegenheiten, Beförderungen und die Marinejustiz aller im Stationsbereich befindlichen U-Boot-Fahrer.
Rüstungshilfe: Aufsicht über die Marine-Artilleriezeugämter und das Kriegsmarinearsenal Wilhelmshaven zur Sicherstellung der Bewaffnung und Munitionierung der Boote.
Führung (Chef der Marinestation)
Admiral Hermann Densch: Dienstzeit als Stationschef von 1939 bis zur Umgliederung im Jahr 1943; verantwortlich für den Aufbau der Kriegsorganisation im Westen.
Admiral Erich Förste: Führung der Dienststelle ab 1943, zunächst als Stationschef und anschließend als Oberbefehlshaber des MOK Nordsee bis Kriegsende.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 32 Marinestation der Nordsee / MOK Nordsee: Zentraler Bestand mit Kriegstagebüchern (KTB), Verwaltungsakten und Befehlen der Stationsleitung.
BArch PERS 6 Personalakten: Werdegänge zahlreicher U-Boot-Fahrer mit dokumentierten Dienstzeiten in den Stammabteilungen und Depots im Bereich der Station Nordsee.
BArch RM 121 Schiffsstammabteilungen: Dokumentation der Ausbildungseinheiten im Raum Wilhelmshaven, Varel und Wesermünde zur personellen Ergänzung der Flotte.
Literaturverweise
Lohmann / Hildebrand "Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945" (Band 1, Abschnitt: Die großen Kommandobehörden und territorialen Bereiche).
Hildebrand, Hans H. "Die organisatorische Entwicklung der Marine nebst Stellenbesetzung 1848 bis 1945".
Tessin, Georg "Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht" (Band 14, Standorte der Marine-Dienststellen im Nordseeraum).
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132