Aktionen

1. Minensuchflottille: Unterschied zwischen den Versionen

Aus U-Boot-Archiv Wiki

 
Zeile 69: Zeile 69:
 
| ||
 
| ||
 
|-
 
|-
! colspan="3" | Relevanz für das U-Boot-Waffe
+
! colspan="3" | Relevanz für die U-Boot-Waffe
 +
|-
 +
| ||
 
|-
 
|-
| ||
 
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Sicherung der Ausläufe: Die Flottille räumte die Zwangswege für U-Boote in der Ostsee und der Nordsee.
+
| colspan="3" | Sicherung der Ausbildungsgebiete: Die Flottille hielt die Übungsgebiete der U-Boot-Lehrdivisionen in der östlichen Ostsee von sowjetischen Minen frei.
 
|-
 
|-
| colspan="3" | Personalschmiede: Viele spätere U-Boot-Offiziere der Reserve starteten ihre Laufbahn als Wachoffiziere auf den Booten der 1. M.S.-Flottille.
+
| colspan="3" | Personalhistorische Einordnung: Ein Dienst in dieser „Mutterflottille“ galt als exzellente Schule für Disziplin und Seemannschaft. Viele Offiziere und Mannschaften nutzten die hier gesammelte Fronterfahrung als Basis für ihren späteren Wechsel zur U-Boot-Waffe.
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||
 +
|-
 +
! colspan="3" | Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/ | Invenio Online-Recherche]
 
|-
 
|-
 
| ||  
 
| ||  
 
|-
 
|-
! colspan="3" | Quellenangabe
+
| BArch RM 62 / 1 || colspan="3" | Kriegstagebuch (KTB) der 1. Minensuchflottille (Dokumentation der Einsätze in der Ostsee und Danziger Bucht)
 
|-
 
|-
| ||  
+
| BArch RM 54 / 112 || colspan="3" | Akten des Befehlshabers der Sicherung zur operativen Führung der Sicherungsstreitkräfte
 +
|-
 +
| BArch RM 7 / 2331 || colspan="3" | Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zur strategischen Bedeutung der Ostsee-Sicherung
 +
|-
 +
| ||
 
|-
 
|-
| Bundesarchiv Signatur RM 106 || colspan="3" | Flottillen der Sicherungsstreitkräfte der Kriegsmarine. [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/| Invenio Online-Recherche]. Enthält die zentralen Kriegstagebücher der 1. Minensuchflottille sowie Unterlagen zu den unterstellten Booten und deren Einsätzen von 1939 bis 1945
+
! colspan="3" | Literaturverweise
 
|-
 
|-
| Bundesarchiv Signatur RM 53 || colspan="3" | Minensuch- und Räumverbände der Kaiserlichen Marine. [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/| Invenio Online-Recherche]. Dokumentiert die frühen Strukturen der Minensuch-Halbflottillen im Ersten Weltkrieg und die technische Entwicklung der M-Boote.
+
| ||
 
|-
 
|-
| Bundesarchiv Signatur RM 6 || colspan="3" | Oberkommando der Kriegsmarine / Reichsmarine. [https://www.bundesarchiv.de/im-archiv-recherchieren/archivgut-recherchieren/recherchesysteme/invenio/| Invenio Online-Recherche]. Enthält die Organisationsbefehle zur Neuaufstellung und Teilung der Minensuch-Halbflottille am 01.10.1933 sowie die Verlegungspläne nach Pillau.
+
| Lohmann, W. / Hildebrand, H. H.: || colspan="3" | Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Systematische Übersicht der Flottillen und deren Besetzung)
 
|-
 
|-
| Lexikon der Wehrmacht || colspan="3" | [https://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Gliederungen/Minensucher/1MinSuch.htm| → 1. Minensuchflottille]
+
| Gröner, Erich: || colspan="3" | Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945 (Technische Details zu den Minensuchbooten Typ 1935)
 +
|-
 +
| Harnack, Wolfgang: || colspan="3" | Die Verteidigung der Küsten (Struktur der Sicherungsverbände im Bereich der Marinestationen)
 
|-
 
|-
 
| ||
 
| ||

Aktuelle Version vom 9. Februar 2026, 11:21 Uhr

Datenblatt 1. Minensuchflottille
Die 1. Minensuchflottille (1. M.S.-Flottille) ein Paradebeispiel für Kontinuität und Tradition in der deutschen Marinegeschichte.
Kaiserliche Marine (1914–1918)
Struktur: In der Kaiserlichen Marine war die Organisation in Halbflottillen (meist 5 Boote) üblich, wobei zwei Halbflottillen eine Flottille bildeten.
Aufgabe: Räumdienst in der Nordsee und den flämischen Gewässern, um die Wege für die Hochseeflotte und die U-Boote der Flandern-Flottille freizuhalten.
Einheiten: Einsatz der ersten spezialisierten Minensuchboote (M-Boote) ab 1915/1916.
Reichsmarine (1924–1935)
Herbst 1924: Aufstellung der 1. Minensuchhalbflottille mit Standort Kiel. Zunächst ausgerüstet mit vier älteren Booten aus dem Ersten Weltkrieg, die Deutschland laut Versailler Vertrag behalten durfte.
Aufbauphase: In den folgenden Jahren wuchs die Halbflottille auf eine Stärke von acht Booten an.
01.10.1933: Teilung der Halbflottille und Aufstellung der 1. und 2. Minensuchflottille.
Verlegung: Die 1. Minensuchflottille wurde nach Pillau (Ostpreußen) verlegt.
Zusammensetzung: Jeweils fünf Minensuchboote und ein altes Torpedoboot als Bojenboot (zur Markierung der geräumten Gassen).
Kriegsmarine (1935–1945)
Modernisierung: Ab 1935 wurden die alten Boote sukzessive durch die neuen Neubauten vom Typ M 35 ersetzt.
Kriegsbeginn 1939: Einsatz in der Danziger Bucht zur Sicherung der Seewege für den Polenfeldzug.
April 1940: Teilnahme an der Besetzung Norwegens (Unternehmen Weserübung).
1940–1941: Sicherungsdienst in der Nordsee sowie vor der holländischen und französischen Küste (Schutz der U-Boot-Stützpunkte am Atlantik).
1942: Verlegung ins Baltikum. Durchbruch durch die Irbenstraße und Teilnahme an der Eroberung der Baltischen Inseln (Operation Beowulf).
1943–1944: Erneuter Sicherungsdienst vor Holland und in der Nordsee.
Kriegsende 1945: Einsatz in der Nordsee. Die Flottille blieb bis zum Ende aktiv und wurde nach der Kapitulation teilweise in den Deutschen Minenräumdienst (GMSA) überführt.
Relevanz für die U-Boot-Waffe
Sicherung der Ausbildungsgebiete: Die Flottille hielt die Übungsgebiete der U-Boot-Lehrdivisionen in der östlichen Ostsee von sowjetischen Minen frei.
Personalhistorische Einordnung: Ein Dienst in dieser „Mutterflottille“ galt als exzellente Schule für Disziplin und Seemannschaft. Viele Offiziere und Mannschaften nutzten die hier gesammelte Fronterfahrung als Basis für ihren späteren Wechsel zur U-Boot-Waffe.
Quellenverweise - Bundesarchiv-Militärarchiv (BArch-MA) | Invenio Online-Recherche
BArch RM 62 / 1 Kriegstagebuch (KTB) der 1. Minensuchflottille (Dokumentation der Einsätze in der Ostsee und Danziger Bucht)
BArch RM 54 / 112 Akten des Befehlshabers der Sicherung zur operativen Führung der Sicherungsstreitkräfte
BArch RM 7 / 2331 Unterlagen der Seekriegsleitung (Skl) zur strategischen Bedeutung der Ostsee-Sicherung
Literaturverweise
Lohmann, W. / Hildebrand, H. H.: Die deutsche Kriegsmarine 1939–1945 (Systematische Übersicht der Flottillen und deren Besetzung)
Gröner, Erich: Die deutschen Kriegsschiffe 1815–1945 (Technische Details zu den Minensuchbooten Typ 1935)
Harnack, Wolfgang: Die Verteidigung der Küsten (Struktur der Sicherungsverbände im Bereich der Marinestationen)
Alle Angaben ohne Gewähr !!!!
>>>>U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki - U-Boot-Archiv Wiki<<<<
ubootarchivwiki@gmail.com - Andreas Angerer 39028 Magdeburg Postfach 180132